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ETFs vs klassische Fonds


07.05.15 12:14
fondscheck.de

Bad Marienberg (www.fondscheck.de) - Investmentfonds erfreuen sich schon seit Beginn des vergangenen Jahrhunderts größter Beliebtheit. Der hierzulande auch bekannte Pioneer Funds wurde im Jahr 1928 aufgelegt und ist damit der viertälteste Fonds der Welt. Im Deutschland begann der Siegeszug der Aktienfonds mit dem ADIG Fondak, der im Jahr 1950 als erster deutscher reiner Aktienfonds aufgelegt wurde. Die Produktpalette Investmentfonds hat seit dieser Zeit zahlreiche Iterationen durchlaufen. Längst wird nicht mehr nur noch zwischen Aktien-, Renten- und Geldmarktfonds unterschieden. Branchen- und Themenfonds haben sich schon seit vielen Jahren ebenso ihren Platz erobert wie Regionalfonds. Seit einigen Jahren hat sich noch eine andere Spezies die Herzen der Anleger erobert.

Aktiv gemanagte Fonds kosten Geld

Den oben beschriebenen Fonds ist alles eines gemeinsam. Sie werden aktiv gemanagt. Das Fondsmanagement ist permanent mit der Analyse und Auswahl von Einzelwerten beschäftigt, schließlich steht eine bestmögliche Performance im Vordergrund. Am Anfang noch im Schatten, sind sogenannte passive Fonds inzwischen aus dem Schatten herausgetreten und bilden einen echten Schwerpunkt im Bereich Investmentfonds. Diese passiven Fonds, auch als ETFs, Exchange Trading Funds, bekannt, unterscheiden sich wesentlich von Investmentfonds herkömmlicher Art. Diese Fonds bilden einen Index ab, sprich, orientieren sich am DAX oder am S&P 500, um nur zwei Beispiele zu nennen. Das Fondsmanagement muss nur aktiv werden, wenn es innerhalb des jeweiligen Index zu einer Verschiebung der einzelnen Werte kommt. Der Begriff ETF resultiert daher, dass diese Fonds an der Börse gehandelt werden und nicht über die Fondsgesellschaften erworben werden. Dieser Faktor, ebenso wie die deutlich günstigeren Managementgebühren, machen ETFs zu einem vergleichsweise günstigeren Investment als einen klassischen Aktienfonds mit Ausgabeaufschlag.

Wie sieht es mit der Performance aus?

Die erste Überlegung ist natürlich, dass ein aktiv gemanagter Fonds eine bessere Performance aufweisen sollte, als ein passiver Fonds. Die Vergangenheit zeigt jedoch, dass dem durchaus nicht so ist. ETFs haben sich als mindestens genauso gut oder schlecht entwickelt wie aktive Fonds. Durch die günstigere Gebührenquote liegen sie in der Nettorendite gegenüber den aktiven Fonds häufig sogar besser. Optimieren lässt sich die Nettorendite natürlich noch dadurch, dass sich Anleger für einen Broker mit möglichst niedrigen Transaktionsgebühren entscheiden, wie das Beispiel auf brokervergleich.net/broker/flatex zeigt. Es macht bei einem Investment von 10.000 Euro einen Unterschied, ob ein Anleger einmalig 500 Euro Agio entrichtet, oder bei Kauf und Verkauf je fünf Euro. An dieser Stelle muss auch angemerkt werden, dass die Gebührenmodelle der Filial- und Geschäftsbanken, das volle Agio durchzuholen, längst überaltert sind. Direktbanken bieten auch bei aktiven Fonds hohe Rabatte auf das Agio, respektive verzichten völlig darauf. (07.05.2015/fc/n/m)