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Fidelity bietet Krypto-Investments auch hierzulande an - Fondsnews


23.01.20 16:00
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Die Fondsgesellschaft Fidelity will auch im deutschsprachigen Raum Profianlegern ihre Dienste rund um Krypto-Investments anbieten, berichten die Experten von "FONDS professionell".

Dies habe Tom Jessop, Leiter von Fidelity Digital Assets, auf einer Veranstaltung in Frankfurt gesagt. Konkret wolle das Haus institutionellen Kunden die Verwahrung von Krypto-Währungen wie Bitcoin anbieten. Auch den Handel mit den digitalen Devisen möchte der Ableger des Asset Managers erleichtern und für Investoren einen zentralen Zugang zu den verschiedenen Handelsplattformen und digitalen Vermögenswerten bieten.

Fidelity sondiere bereits seit geraumer Zeit die Anwendungsmöglichkeiten der Blockhain-Technologie, auf der Krypto-Währungen fußen würden. In den USA habe der Asset Manager Ende 2018 angekündigt, seine institutionellen Kunden bei Investments in Bitcoin & Co. zu unterstützen und mit Fidelity Digital Assets eine entsprechende Einheit gegründet. Im vergangenen Dezember sei dann ein Londoner Ableger für den europäischen Markt gefolgt. Jessop habe nun in Frankfurt bekräftigt, diese Dienste auch hierzulande ansässigen Profianlegern anbieten zu wollen.

Vor wenigen Tagen habe Fidelitys Krypto-Arm gemeldet, in Großbritannien den ersten europäischen Kunden gewonnen zu haben. Die Einheit trete als Verwahrer für Nickel Digital Asset Management auf. Die Londoner Gesellschaft biete über zwei Spezialfonds Investments in Krypto-Währungen an. Das erste Vehikel, das auf Preisdifferenzen zwischen verschiedenen Digital-Devisen setze, verwalte der Gesellschaft zufolge 50 Millionen Dollar. Der zweite Fonds setze auf die Leitwährung Bitcoin und sei neu lanciert worden.

Zwar würden immer mehr traditionelle Finanzdienstleister ausloten, welche Möglichkeiten die Blockchain-Technologie eröffne und welche Chancen Investments in digitale Vermögenswerte bieten würden. Auch andere Finanzriesen wie JP Morgan oder Franklin Templeton würden sich dem Feld widmen. Zugleich schreite die Regulierung voran und schaffe zusehends eine rechtliche Basis. Dennoch würden Investoren nach wie vor mit einem Einstieg zögern - einerseits wegen der zahlreichen noch offenen, regulatorischen Fragen und andererseits wegen der eratischen Preisschwankungen digitaler Währungen.

Diese Volatilität hätten sich jedoch mindern lassen, habe sich Jessop in Frankfurt überzeugt gezeigt. "Die Zeit, in der Computer-Nerds Krypto-Börsen vom Laptop auf ihren Knien aus gesteuert haben, ist vorbei", so der Fidelity-Digital-Assets-Chef. Die Branche sei nunmehr wesentlich professioneller unterwegs.

Der Fondsriese selbst habe schon vor mehreren Jahren damit begonnen, Rechenkapazität für die Krypto-Währungen bereitzustellen, also am sogenannten Mining teilgenommen. Zudem hätten die Mitarbeiter testweise in der Kantine des US-Fondsriesen mit Bitcoins zahlen können, habe Jessop berichtet. Mit solchen Experimenten habe das Haus Erfahrungen gesammelt und eine eigene Expertise aufgebaut. (23.01.2020/fc/n/s)