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Fonds fließen im ersten Quartal 38 Milliarden Euro zu - Fondsnews


15.05.18 15:30
BVI

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Investmentfonds flossen in den ersten drei Monaten 2018 rund 38 Milliarden Euro zu, so die Experten vom BVI.

Das sei mehr als im Schnitt der letzten zehn Quartalsauftakte, als Fonds 31 Milliarden Euro neue Gelder erzielt hätten. Offene Spezialfonds hätten von Anfang Januar bis Ende März 2018 netto 25,4 Milliarden Euro eingesammelt, offene Publikumsfonds 12,4 Milliarden Euro und geschlossene Fonds 0,4 Milliarden Euro. Aus freien Mandaten hätten institutionelle Anleger 6,9 Milliarden Euro abgezogen.

Im März habe der Kursrückgang an den Börsen das Neugeschäft von Aktienfonds geprägt. Aus Aktien-ETFs hätten Anleger netto 1,3 Milliarden Euro abgezogen, aus aktiv gemanagten Aktienfonds seien 1,1 Milliarden Euro abgeflossen. Mischfonds, die in Aktien und Anleihen investieren würden, hätten 1,9 Milliarden Euro eingesammelt. Das sei deutlich mehr als im Februar, als sie 0,6 Milliarden Euro erzielt hätten. Zuflüsse hätten auch Geldmarktfonds und Immobilienfonds mit jeweils 0,5 Milliarden Euro verzeichnet. Unter dem Strich hätten offene Publikumsfonds Abflüsse von 1,2 Milliarden Euro verzeichnet.

Offene Immobilien-Spezialfonds hätten Ende März 2018 ein Netto-Vermögen von 80 Milliarden Euro verwaltet. Bei 76 Prozent des Vermögens treffe die auflegende Kapitalverwaltungsgesellschaft oder ein anderer Portfoliomanager aus dem Konzernverbund die Anlageentscheidungen, bei 24 Prozent würden dies konzernfremde Asset Manager übernehmen. Seit Ende 2012 habe sich deren Anteil von 4 Prozent versechsfacht.

Auch bei den offenen Wertpapier-Spezialfonds habe die Auslagerung des Portfoliomanagements in den letzten Jahren zugenommen. Von dem verwalteten Fondsvermögen in Höhe von 1,5 Billionen Euro würden 41 Prozent auf konzernfremde Asset Manager entfallen. Ende 2012 habe der Anteil bei 37 Prozent gelegen. Ein Grund liege darin, dass ausländische Vermögensverwalter das Portfoliomanagement für Fonds als Zugang zum deutschen Markt nutzen würden, ohne eine eigene Kapitalverwaltungsgesellschaft zu gründen. Zudem würden viele institutionelle Anleger für das Management bestimmter Assetklassen wie Unternehmensanleihen oder Wertpapiere aus Schwellenländern spezialisierte Asset Manager auswählen. (15.05.2018/fc/n/s)