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Fondsbarometer: Europa hinkt hinterher - Fondsnews


05.12.18 15:00
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Mehrheitlich konnten sich die Aktienmärkte im November von den Verlusten des Vormonats erholen - nur in Europa gelang dies nicht, wie das aktuelle "FONDS professionell" Fondsbarometer zeigt, so die Experten von "FONDS professionell".

Das Börsenjahr 2018 sei auch im November "volatil" geblieben. Nach den kräftigen Kursverlusten im Oktober habe im November neuerlich eine Gegenbewegung eingesetzt, die vielen Börsenindices wieder ein Pluszeichen vor der Monatsbilanz beschert habe, und den 56 Branchen- und Regionenfonds-Gruppen, die in dieser Statistik beobachtet würden, im Durchschnitt ein Plus von 1,72 Prozent gebracht habe.

Eine Region habe von dieser Entwicklung jedoch nicht profitieren können: Europa. Die 549 Fonds, die Gesamteuropa abbilden würden, hätten binnen 30 Tagen weitere 1,29 Prozent an Wert einbüßt, nachdem bereits im Oktober mehr als sechs Prozent Wertverlust hätten verbucht werden müssen. Noch härter habe es die Sub-Region Euroland (102 Fonds) getroffen, die fast 1,8 Prozent billiger geworden sei, im Oktober habe der Monatsverlust bei 6,34 Prozent gelegen. Das Schlusslicht habe im November Frankreich gebildet: Die neun Fonds, die exklusiv in französische Aktien investieren würden, hätten mehr als drei Prozent verloren, was angesichts der politischen Unruhen in dem Land auch nicht überraschend sei.

Am anderen Ende der Monatsbilanz finde man vorwiegend asiatische Märkte. Mit einem Monatsplus von mehr als zehn Prozent hätten es die 40 Indien-Fonds, die von Mountain View beobachtet würden, sogar in den zweistelligen Bereich geschafft. Auf Jahressicht liege Indien damit allerdings immer noch fast zehn Prozent im Minus. Auch türkische Aktien hätten den November zwar mit fast zehn Prozent Gewinn beendet, lägen über zwölf Monate fast 28 Prozent unter Wasser. Ähnlich sehe das Bild bei den anderen Monatssiegern aus Asien aus - der Vormonat sei erfreulich verlaufen, die Jahresbilanz bleibe rot.

Ebenfalls unter die Top 10 habe es die Branche "Biotechnologie" geschafft, sie sei damit zuletzt der einzige Bereich gewesen, der sowohl kurz- als auch langfristig zu den Outperformern gezählt habe. Einzig die Drei-Jahres-Bilanz präsentiere sich hier mit einer roten Null ertragsarm, über fast alle anderen Zeiträume hinweg lägen Biotech-Fonds stets unter den besten zehn Aktienfondskategorien.

Insgesamt lasse der allerjüngste Schwächeanfall der Aktienbörsen, der am 4. Dezember eingesetzt habe, eine bescheide Bilanz für das Jahr 2018 befürchten. Year-to-Date lägen die Pharma- und die IT-Branche mit neun beziehungsweise sechs Prozent an der Spitze, dahinter sehe es aber vergleichsweise traurig aus. Nur neun von 56 Branchen und Regionen hätten zuletzt im Plus gelegen.

Sollte sich die Abwärtsbewegung fortsetzen, könnte die Zwölf-Monats-Bilanz durchaus auch noch ungünstiger ausfallen. Fast 20 Branchen und Regionen lägen seit Jahresbeginn schon mehr als zehn Prozent im Minus. Eine Prognose für die weitere Entwicklung der Aktienmärkte lasse sich angesichts der wirtschaftlichen und politischen Fragenzeichen, die derzeit das Nachrichtenbild dominieren würden, allerdings kaum erstellen. Meteorologen würden eine solche Wetterlage als "wechselhaft" bezeichnen.

Über das "FONDS professionell" Fondsbarometer:

"FONDS professionell" bringe seit Juli 2014 monatlich das "FONDS professionell" Fondsbarometer - eine Performanceübersicht der FIAP-Aktienfonds-Indices gereiht nach ihrer Monatsperformance. Daraus werde ersichtlich, welche Fonds gerade "Rückenwind" hätten und welche unter Kursverlusten leiden würden. Damit daraus eine brauchbare Information werde, zeige die Darstellung auch, wie diese Fondskategorien (Länder, Regionen, Branchen und Themen) über andere Zeiträume abgeschnitten hätten - 1 Monat, 3 Monate, 6 Monate, 1 Jahr, 3 Jahre sowie über 5 und 10 Jahre. Die jeweils zehn stärksten und zehn schwächsten Ergebnisse seien farblich hervorgehoben.

Das nächste Fondsbarometer erscheine Anfang Januar. (05.12.2018/fc/n/s)