Erweiterte Funktionen

Fondsrating: Sterne, Buchstaben und Noten - Fondsnews


11.05.16 14:15
FundResearch

München (www.fondscheck.de) - Breite Streuung, kaum Handlungsbedarf - wunderbar praktisch diese Investmentfonds. Doch wer nach Rat gefragt wird, hat die Qual der Wahl. Nur gut, dass es professionelle Fondsbewertungen gibt, so die Experten von "FundResearch".

Für all diejenigen Privatanleger, die sich mit dem aktuellen Zinsniveau nicht anfreunden möchten, stelle sich die Frage, wohin mit dem Geld? Warum denn nicht Erspartes zur Abwechslung in Investmentfonds parken würden? Bei einer Auswahl von knapp 20.000 für den deutschen Markt zugelassenen Publikumsfonds und -tranchen könne der Privatanleger jedoch schnell den Überblick verlieren.

Stelle sich die Frage: Wer oder was helfe dem Anleger bei Investitionen Fehlgriffe zu vermeiden? Hier würden Ratingagenturen ins Spiel kommen. Sie würden permanent einen Teil des Marktangebotes abscannen, die Ergebnisse in Form von Benotungen öffentlich überprüfen, bewerten und machen.

Feri-Rating beispielsweise ziele darauf ab, das Fondsmanagement im Hinblick auf seinen Beitrag zu Performance und Risikominimierung zu bewerten und nutze hierfür Ratingklassen von "A=sehr gut" bis "E=schwach". Diese Einschätzung solle gleichzeitig eine Aussage über die Wahrscheinlichkeit zukünftiger Outperformance sein.

Grundlage für die Bewertung der Fondsqualität sei ein mehrdimensionales Bewertungsmodell, in das neben Performance- auch Risikoindikatoren einfließen würden. Der Performance-Indikator, zu 70 Prozent gewichtet, bewerte die relative Performance, die langfristige Ertragskraft und die Stabilität der Fondsperformance. Der zu 30 Prozent gewichtete Risiko-Indikator bewerte das Timing-Risiko, das Verlustrisiko sowie das Verhaltensrisiko.

Morningstar Fondsrating erfasse Fonds mit gleichen Anlagezielen und ordne diese aufgrund von Portfoliodaten auf Einzeltitelebene. Morningstar vergebe dabei Sterne von 1 bis 5 als Bestnote, sodass Fonds mit einer besseren langfristigen Wertentwicklung auch mit einer besseren Note ausgezeichnet würden. Negativ ins Gewicht würden dabei vor allem Verlustrisiken fallen.

Nach Abschluss der Berechnungen würden Fonds in ihren jeweiligen Kategorien klassifiziert und die Sterne so vergeben, dass zehn Prozent mit fünf Sternen versehen würden und alle weiteren Sterne absteigend 22,5 Prozent, 35 Prozent, 22,5 Prozent bis hin zu einem Stern, wiederum mit zehn-Prozent-Anteil, eingeordnet würden. Da das Morningstar-Rating monatlich aktualisiert werde, könne das Fonds-Ranking in diesem Rhythmus auch Änderungen in der "Sterne-Zahl" aufweisen.

Um Fonds wirklich vergleichbar zu machen, erfolge die Bewertung bei FWW Fondsrating immer innerhalb eines bestimmten Segments, wie beispielsweise der Anlageregion oder dem Anlageschwerpunkt. Bewertet würden alle Fonds mit einer Laufzeit von mindestens einem Jahr. Das Ranking selbst werde in Zeiträume von einem Jahr, drei und fünf Jahren unterschieden. Dadurch sollten Anleger neben der kurzfristigen auch die langfristige Performance erkennen.

Das FWW-Fondsrating basiere auf zwei entscheidenden Kennzahlen: Der Rendite und der Volatilität. Umso besser die Performance eines Fonds im Verhältnis zu seinem Risiko sei, desto besser werde der Fonds bewertet. Einmal pro Jahr führe das FWW Fondsmeter seine Fondsbewertung durch. Fonds, die zu den besten zehn Prozent eines Segments gehören würden, würden drei Plus-Zeichen erhalten. Die zweiten zehn Prozent würden zwei Plus-Zeichen erhalten, die dritten zehn Prozent ein Plus-Zeichen.

Citywire Fondsrating bewerte Fonds nicht nur nach ihrer derzeitigen Performance sondern auch nach ihrer individuellen Erfolgsgeschichte und generiere dabei Ratings und Rankings. Um ein Performance-Ranking zu erstellen, würden Fonds zunächst ihren Peer-Groups zugeordnet. Dabei werde das absolute Ergebnis in Bezug auf eine bestimmte Benchmark bewertet.

Für das Ranking würden im Gegensatz dazu nur Fondsmanager bewertet. Ausschlaggebend sei dabei das Maß des Risikos, das der Fondsmanager eingehe. In das Citywire Fondrating würden sowohl die Einschätzung des Fondsmanagers als auch die Performance des Fonds über einen Zeitraum von drei Jahren einfließen. Nur fünf Prozent aller tätigen Fondsmanager würden von Citywire ein AAA, das beste Rating erhalten. Doch auch ein A- oder AA-Rating zähle noch als überdurchschnittlich.

Die Grundlage des Sauren Fondsmanager-Ratings bilde ein ausschließlich personenbezogenes Rating und solle Aufschluss über die Qualität des Fonds geben. Verschiedene Faktoren würden bei der Bewertung des Fondsmanager eine Rolle spielen: Seine Anlagephilosophie, Erfolge aus der Vergangenheit, persönlicher Eindruck sowie seine Fähigkeit, überdurchschnittliche Erfolge erzielen zu können.

Alle diese Faktoren würden in persönlichen Gesprächen ermittelt. Außerdem würden die Höhe des gemanagten Fondsvolumens, die Investmentphilosophie sowie die Bedeutung des gesamten Teams mit einfließen. Fondsmanager, die von SAUREN als erfolgreich eingeschätzt würden, würden als Auszeichnung ein Gütesiegel erhalten, das von einer bis zu drei Goldmedaillen reiche.

Auch der Finanzen-Verlag (Euro, Euro am Sonntag, Börse-Online) und FondsConsult hätten eigene Fondsbewertungen, die Euro-FondsNote. Sie bewerte bereits seit dem Jahr 2002 Fonds über einen Zeitraum von vier Jahren. Neben quantitativen Kriterien, die zu 70 Prozent gewichtet würden, würden auch qualitative Kriterien mit einem Gewicht von 30 Prozent in die Bewertung einfließen. Und genau in diesem Punkt hebe sich die Euro-FondsNote von vergleichbaren Ratings ab.

Dieses Verfahren wolle damit aus der Masse der in Deutschland angebotenen Fonds die nachhaltig erfolgreichsten in den verschiedenen Kategorien identifizieren und vor allem von den kurzfristigen Überfliegern unterscheiden helfen. Benotet werde von 1=sehr gut bis 5=ungenügend. Berater würden durch eine ständige Aktualisierung z.B. im FINANZEN FundAnalyzer (FVBS) über zeitnahe Auf- und Abwertungen informiert. (11.05.2016/fc/n/s)