Erweiterte Funktionen

Globaler und europäischer ETF Markt - Flow Report Dezember & Gesamtjahr 2019 - ETF-News


14.01.20 15:18
Amundi

Paris (www.fondscheck.de) - 2019 flossen dem globalen ETF-Markt netto 495 Mrd. Euro zu, so die Experten von Amundi ETF.

Im Dezember 2019 seien es 82 Mrd. Euro gewesen. Wie im gesamten vierten Quartal hätten auch im Dezember Aktien-ETFs im Fokus gestanden.

Die Nachfrage sei sowohl für Aktien als auch für Anleihen positiv geblieben. Aktien hätten 2019 Zuflüsse von insgesamt 250 Mrd. Euro und im Dezember 64 Mrd. Euro verzeichnet. Anleihen seien 2019 228 Mrd. Euro und im Dezember 18 Mrd. Euro zugeflossen.

Der Dezember sei vor allem durch Zuflüsse in Aktien-ETFs mit Anlageschwerpunkt Nordamerika geprägt gewesen (+32,7 Mrd. Euro), gefolgt von ETFs auf Schwellenländer (+14,4 Mrd. Euro) und globalen Aktien-ETFs (+11 Mrd. Euro). Auch Bond-ETFs seien weiterhin gefragt gewesen. Im Fokus hätten vor allem Aggregate-Engagements (+7,6 Mrd. Euro) und ETFs auf Unternehmensanleihen (+6,8 Mrd. Euro) gestanden.

Auch in Europa hätten Aktien-ETFs im Dezember im Fokus gestanden. Ihnen seien 13 Mrd. Euro zugeflossen. 2019 seien es insgesamt 49 Mrd. Euro gewesen.

Wie auf globaler Ebene hätten sich Anleger im Dezember auf US-Aktien-ETFs (+4,2 Mrd. Euro) konzentriert, gefolgt von ETFs auf Schwellenländeraktien (+3 Mrd. Euro).

ESG-Aktien-ETFs seien mit Netto-Neugeldern von fast 2,5 Mrd. Euro im Dezember weiterhin gefragt gewesen.

Auch Smart-Beta-ETFs hätten weiterhin Zuflüsse (+1,5 Mrd. Euro) verzeichnet, wobei ETFs auf Value- (+726 Mio. EUR) und Size-Strategien (+583 Mio. Euro) besonders gefragt gewesen seien. Minimum-Volatility-ETFs hätten hingegen Rückgaben hinnehmen müssen (-649 Mio. Euro).

Bei Sektor-ETFs hätten vor allem Produkte auf den Finanzsektor (+544 Mio. Euro) und das Gesundheitswesen (+272 Mio. Euro) im Fokus gestanden.

Auch Bond-ETFs hätten 2019 weiterhin Neugelder angezogen (+55 Mrd. Euro). Im Dezember seien es 4,5 Mrd. Euro gewesen.

Dabei hätten die Flows in ETFs auf Unternehmensanleihen (+2,06 Mrd. Euro) und Staatsanleihen (+2,02 Mrd. Euro) fast gleichauf gelegen. Im Jahresverlauf hätten Anleger hingegen Unternehmensanleihen (+28,6 Mrd. Euro) gegenüber Staatsanleihen (+22 Mrd. Euro) präferiert.

Bei Unternehmensanleihen hätten Anleger die Eurozone bevorzugt, die im Dezember 608 Mio. Euro und im Jahresverlauf +13 Mrd. Euro an neuen Mitteln angezogen habe.

Bei ETFs auf Staatsanleihen hätten Anleger im vergangenen Monat ihr Augenmerk auf kurzfristige US-Engagements gerichtet, die 648 Mio. Euro eingesammelt hätten. Im Jahresverlauf hätten ETFs auf Schwellenländer-Bonds mit Zuflüssen von 7,8 Mrd. Euro vorn gelegen. (News vom 13.01.2020) (14.01.2020/fc/n/e)