Gold ETFs und ETCs als Alternativen zum physischen Goldkauf


04.08.21 22:20
fondscheck.de

Bad Marienberg (www.fondscheck.de) - Vor allem in Krisenzeiten und bei hoher Inflation wenden sich viele Anleger dem Gold als Geldanlage zu. Schon früh in der Menschheitsgeschichte faszinierte Gold die Menschen und wurde für Schmuck, Kultgegenstände und als Zahlungsmittel verwandt. Die ersten Goldmünzen wurden bereits um 610 vor unserer Zeitrechnung geprägt. Lange Zeit waren auch Währungen an Gold gebunden. Die Goldpreisentwicklung kannte seit der Finanzkrise in 2008, ausgelöst durch die Insolvenz der Bank Lehman Brothers eigentlich nur noch einen Weg, und zwar nach oben. Kein Wunder also, dass Gold auch Spekulanten als Anleger anzieht. Hier gibt es weitere Tipps für die Investition in Gold für Anleger.

Bild: Pixabay

Viele Anleger kaufen Gold vor allem physisch. Der Vorteil ist, dass die Anleger damit das Gold besitzen und auch jederzeit darüber verfügen können. Der physische Kauf von Gold hat aber auch ein paar Nachteile. So erhalten Anleger, wenn sie Gold in Form von Barren, Goldmünzen oder Schmuck kaufen niemals den tatsächlichen Goldpreis, sondern müssen zusätzlich auch eine Marge an die Händler und bei Schmuck oftmals auch einen Liebhaberpreis bezahlen.

Beim Verkauf kommt ebenfalls Marge hinzu, sodass der erzielte Preis unter dem tatsächlichen Preis liegt. Dazu kommt das Problem der Lagerung. Gold zu Hause zu lagern kann Diebe anziehen und macht Investitionen in die Sicherheit notwendig. Das Gold im Bankschließfach zu lagern, lassen sich die Institute ebenfalls fürstlich bezahlen. Um diese Probleme zu umgehen, können beispielsweise Anteile an ETFs gekauft werden, die in Gold investieren. Bei Reviewsbird.de gibt es passende Broker, bei denen Anteile an Gold-ETFs erworben werden können.

Börsengehandelte ETFs als neuer Standard?


Der große Vorteil bei der Investition in Gold-ETFs sind die vergleichsweise kleinen Gebühren für den Kauf oder den Verkauf von Anteilen. Hinzu kommt, dass sich der Anleger nicht selbst um die Lagerung des Goldes kümmern muss. Der Nachteil ist, dass die Anleger das Gold nicht physisch besitzen und nur über die Anteile an dem jeweiligen Indexfonds verfügen. Diese können jedoch jederzeit zum tatsächlichen Goldpreis, abzüglich einer kleinen Ordergebühr verkauft werden, wobei durch die ausgebenden ETFs eine Garantie für den Rückkauf gegeben wird. Zu beachten ist, dass in Deutschland keine ETFs auf Gold gehandelt werden dürfen, da es sich rechtlich gesehen hierzulande um keinen Investmentfonds handelt, da nur ein Asset in dem ETF enthalten und somit keine Risikomischung vorhanden ist. Hier haben jedoch die Banken und Emissionshäuser Abhilfe geschaffen und ein ganz ähnliches Produkt, die Gold ETCs entwickelt. Hier finden Anleger aktuelle Fondskurse. Bei den ETCs handelt es sich vom Konstrukt herum Schuldverschreibungen, die ein Anleger kauft. Echte Gold ETCs besichern die Anteile ebenfalls mit dem physischen Kauf von Gold.

Gold ETC der deutschen Börse


Einer der größten in deutschen Gold ETCs ist der "Xetra Gold", der bereits im Kahr 2007 von der Deutschen Börse aufgelegt wurde. Dieser hat heute ein Anlagevolumen von über 11,5 Milliarden Euro, wobei ebenfalls physisch Gold zur Unterlage gekauft wird. Der Preis für einen Anteil beträgt heute gut 49 €. In den letzten drei Jahren ist der Preis damit um gut 46 % gestiegen. Der Kauf von ETC-Anteilen an Xetra Gold ist sparplanfähig. Das heißt, Anleger können auch ihre staatliche Sparzulage beziehungsweise vermögensbildende Leistungen des Arbeitgebers in das Investment mit einbringen. (04.08.2021/fc/n/e)