HSBC geht mit dt. ETF-Geschäft in die Offensive


08.10.10 17:26
FONDS professionell

Wien (aktiencheck.de AG) - Die HSBC-Gruppe verstärkt ihre ETF-Offensive in Deutschland, berichten die Experten von "FONDS professionell".

Vom 8. bis zum 15. Oktober 2010 würden neun Exchange Traded Funds (ETFs) neu an der Deutschen Börse in Frankfurt gelistet. Die Indexfonds würden jeweils die Kursentwicklung eines großen internationalen Aktienindizes nachbilden. Gleichzeitig starte HSBC in Deutschland eine neue Vertriebsinitiative und biete das aktive Market Making auch für ETFs von Drittanbietern an.

"Mit dem Börsenlisting unserer ETF-Palette in Deutschland bauen wir unser bestehendes Angebot an Investmentlösungen aus und begegnen so der steigenden Nachfrage von institutionellen und privaten Investoren sowie aus dem Wealth Management", erkläre Heiner Weber, Mitglied der Geschäftsführung von HSBC Global Asset Management (Deutschland) GmbH. Weitere Produkte auf Länder- oder Branchenindices seien Weber zufolge in Planung. "Auch wenn die Auflegung der ersten ETFs in Deutschland bereits zehn Jahre zurückliegt, rechnen wir mit einem weiteren Wachstum. Denn während in den USA bereits ein Anteil von sechs Prozent des Investmentfondsmarktes auf ETFs entfällt, sind dies in Europa erst zwei Prozent - hier steckt also noch Potenzial", betone Weber.

"ETFs sind ein ideales Basisinvestment, weil Anleger mit nur einem Vehikel die wichtigsten Unternehmen des jeweiligen Aktienmarkts abdecken können", erkläre Weber. Die Palette der neu in Frankfurt gelisteten ETFs umfasse den HSBC EURO STOXX 50 ETF, den HSBC FTSE 100 ETF, den HSBC MSCI Brazil ETF, den HSBC MSCI EM Far East ETF, den HSBC MSCI Europe ETF, den HSBC MSCI Japan ETF, den HSBC MSCI Pacific Ex Japan, den HSBC MSCI USA ETF und den HSBC S&P 500 ETF.

Alle gelisteten ETFs würden sich durch geringe Kosten auszeichnen: Die Gesamtkostenquote liege zwischen 0,15 Prozent per annum und maximal 0,60 Prozent per annum. Darüber hinaus würden die ETFs mit ihrer transparenten Struktur kombiniert mit der leichten Handelbarkeit und Liquidität punkten. "ETFs bilden einen bestimmten Index nach", erläutere Weber. "Das heißt: Die Entwicklung des Indexes kann den ETF stark beeinflussen. ETFs sind also den gleichen Marktrisiken ausgesetzt wie die Basisindizes, etwa Konjunkturschwankungen oder politischen Veränderungen."

Parallel zum Ausbau ihrer eigenen Produktpalette börsennotierter Indexfonds habe die HSBC in Deutschland Lars Hofer per 1. Oktober zu ihrem Vertriebsleiter für Exchange Traded Fundsder HSBC und von Drittanbietern in Deutschland und Österreich ernannt. Hofer verfüge über langjährige Erfahrung im Handel und Vertrieb von Kapitalmarktprodukten. Nach Stationen bei Citigroup und Lehman Brothers sei er bereits 1998 in die Dienste der HSBC getreten, wo er bis heute verschiedene Vertriebsaufgaben in Deutschland verantwortet habe - zuletzt als Vertriebsleiter für strukturierte Retailprodukte.

"Mit dem Start einer eigenständigen ETF-Vertriebsinitiative und dem gleichzeitigen Start eines aktiven Market Makings für Sekundärmarktprodukte plant die HSBC ihr Profil in diesem attraktiven Produktsegment europaweit, insbesondere aber in Deutschland, zu schärfen und das Geschäftsfeld börsennotierter ETFs insgesamt signifikantauszubauen", würden Jeremy Gutbrod, Leiter HSBC Trinkaus Equity Sales Trading, und Mark Rodino, Leiter HSBC ETF Sales Europe, an die Hofer zukünftig berichten werde, sagen. (08.10.2010/fc/n/n)






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