JPM Highbridge Statistical Market Neutral attraktiv


22.02.07 11:42
J.P. Morgan Asset Management

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Mit dem JPM Highbridge Statistical Market Neutral Fund (ISIN LU0273792142 / WKN A0LHKW) können nun auch nichtinstitutionelle deutsche Anleger von der Erfahrung von Highbridge Capital Management profitieren, so J.P. Morgan Asset Management in seiner aktuellen Pressemeldung. Näheres entnehmen Sie bitte dem folgenden Wortlaut der Pressemitteilung:

Seit 2004 ist J.P. Morgan Asset Management mehrheitlich an diesem Spezialisten für alternative Investments wie beispielsweise Hedgefonds beteiligt. "Wir haben erkannt, dass auch Privatinvestoren Bedarf an alternativen Anlagemöglichkeiten wie marktneutralen Strategien haben. Um dies umsetzen zu können, nutzen wir mit diesem Fonds die Flexibilität der UCITS III-Richtlinien aus", erläutert Boudewijn Hoogenraad, Geschäftsleiter bei J.P. Morgan Asset Management in Frankfurt. Der Fonds strebt positive Erträge in jedem Marktumfeld an. Dafür nutzt er die Hedgefondsstrategie der statistischen Arbitrage bei gleichzeitiger marktneutraler Aufstellung.

Die "Market Neutral"-Strategie reduziert das Marktrisiko, auch Beta genannt. Dies wird erreicht, indem eine klassische "Long Position" (Kauf einer Aktie) durch eine "Short Position" (Leerverkauf einer anderen Aktie) ausgeglichen wird. Somit hat das Portfolio keine tatsächliche Marktposition eingenommen und ist von Marktbewegungen unabhängig - was insbesondere bei fallenden Märkten von Interesse ist. Da Leerverkäufe in Deutschland lediglich institutionellen Anlegern vorbehalten sind, nutzt das Fondsmanagement derivative Finanzinstrumente wie Total Return Swaps, um die "Short Positionen" einzugehen.

"UCITS III ermöglicht uns eine größere Flexibilität: Bisher konnten Investmentfonds solche Instrumente lediglich im Rahmen des Risikomanagements zu Absicherungszwecken nutzen - nun dürfen alle Derivate zu Investitionszwecken als Teil der Anlagepolitik eingesetzt werden", unterstreicht Hoogenraad. Als eine der ersten Gesellschaften setzt J.P. Morgan Asset Management dies konsequent für den Bereich der alternativen Investmentstrategien um. Die Anleger profitieren dabei von den langjährigen Erfahrungen und der globalen Expertise, die die Spezialisten von Highbridge seit 1992 auf- und ausgebaut haben.

Die marktneutrale Strategie setzt auf Gewinne, die sich aus relativen Unterschieden zwischen den verschiedenen Preiskomponenten von Finanzwerten ergeben. Durch ausgleichende Long- und Short-Positionen bei Werten, die die Fondsmanager für unter- bzw. überbewertet halten, können sie das Marktrisiko absichern und von den Kursbewegungen der einzelnen Titel profitieren.

Diesem Konzept liegt die Handelsstrategie der statistischen Arbitrage zugrunde, gemäß der eine Aktie stets gegen einen historischen Gleichgewichtspreis strebt. Mit mathematischen Modellen lassen sich dabei Ineffizienzen identifizieren: Weicht der Wert eines Titels ungewöhnlich stark von einem relativen Wert oder theoretischen Preis ab, ist die Möglichkeit einer Arbitrage gegeben. Durch entsprechende Systeme werden die Preisanomalien vorhersehbar und lassen sich vom Fondsmanagement ausnutzen.

Das Statistical Arbitrage-Team von Highbridge besteht aus Mathematikern, Statistikern, Computerspezialisten, Investmentanalysten und Händlern. Basierend auf dem Know-how aus diesen unterschiedlichen Disziplinen wurde ein aus vier Komponenten bestehender computerbasierter quantitativer Prozess entwickelt, der das Portfolio im Fünf-Minuten-Takt neu konstruiert: Im ersten Schritt ermittelt das Prognosesystem durch die Beobachtung verschiedener aktienspezifischer Faktoren die relevanten Ertragsmuster. Ein Faktormodell differenziert im nächsten Schritt die verschiedenen Risikoquellen.

Auf dieser Basis ermittelt ein Optimierungsmodell aus den Daten zu Aktienertrag, Risikofaktoren, aber auch Transaktionskosten und Marktauswirkung die Portfoliokonstruktion: Es zeigt, welche Kombination aus Aktien den Ertrag maximiert, das Einzelwertrisiko minimiert und das Portfoliorisiko langfristig ausgleicht.

So entwickelt das Modell systematisch ein optimales Portfolio aus Long und Short-Positionen mit den besten risikoadjustierten Erträgen bei gleichzeitiger Marktneutralität. Dazu findet alle fünf Minuten eine Neugewichtung der Asset Allocation statt, die eine kurze Haltedauer der einzelnen Position und eine hohe Umschlagshäufigkeit des Portfolios bewirkt. Da jede einzelne Transaktion häufig nur ein geringes Ertragsvolumen hat, ist es wichtig, eine Vielzahl von Trades effizient und kostengünstig abwickeln zu können. Im letzten Schritt ist deshalb ein Order Management System installiert, das kontinuierlich die Marktkonditionen evaluiert, um die Transaktionen konsteneffizient abwickeln zu können.

Im Echtzeitaustausch zwischen dem Optimierungsmodell und den elektronischen Marktplattformen lassen sich Abwicklungskosten und Marktauswirkung direkt überblicken - schließlich hat Highbridge über alle gemanagte Portfolios hinweg täglich einen Umsatz von über 1 Milliarde US-Dollar.

Durch diesen schnellen und flexiblen Prozess reagiert der JPM Highbridge Statistical Market Neutral Fund bereits, wenn andere Manager die Informationen erst noch umsetzen müssen. Die Rolle des Fondsmanagers ist in diesem Fonds neu definiert: Dieser ist nicht in die einzelne Aktienauswahl eingebunden, denn diese erfolgt allein auf Basis der computerbasierten Programme - die naturgemäß eine viel größere Datenmenge in kürzester Zeit verarbeiten können. Das Management kontrolliert vielmehr das quantitative Modell, das parallel kontinuierlich weiter optimiert wird.

Durch die Vielzahl von Positionen, die breit über Branchen und Sektoren verteilt sind, ist das Risiko im JPM Highbridge Statistical Market Neutral Fund breit diversifiziert, zumal das Risikomodell unerwünschte Risikoquellen ausschließen kann. Dies verschafft Anlagevorteile - und das bei überschaubaren Kosten und einem Risiko, das mit 4 Prozent Volatilität ähnlich wie bei klassischen Rentenanlagen - beispielsweise noch unter dem Lehman Aggregate Bond Index - liegt.

Das Investment in diese alternative Anlageform ermöglicht eine weitere Portfoliodiversifizierung, die für Private Banking und Family Offices, Dachfondsmanager, aber auch Privatanleger mit einem umfassenden Portfolio Vorteile bietet. So unterliegt die Volatilität eines klassisches "long only" Portfolios dem Marktrisiko. Dieses Risiko wird in der Market Neutral-Strategie abgesichert, denn die Erträge erfolgen ausschließlich aus der Alphagenerierung. Der JPM Highbridge Statistical Market Neutral Fund zielt auf ein Beta kleiner als 0,2, das momentan sogar bei 0,02 liegt, und ist damit wirklich marktneutral. Damit ist eine geringe Korrelation zu anderen Investments gegeben.

Boudewijn Hoogenraads Fazit: "Als echter Absolute Return-Fonds strebt der JPM Highbridge Statistical Market Neutral Fund positive Erträge in jedem Marktumfeld an. Aber insbesondere in volatilen und fallenden Märkten sollte die marktneutrale Strategie von Vorteil sein." (22.02.2007/fc/n/s)