Morningstar macht bei 20 Fondsflaggschiffen den Kostencheck - Fondsnews


22.02.19 11:30
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Die Fondsratinggesellschaft Morningstar hat 20 milliardenschwere Fondsflaggschiffe auf ihre Gesamtkostenbelastung hin untersucht, so die Experten von "FONDS professionell".

Dabei würden sich die Analysten auf die neue Kennzahl "Representative Cost" stützen, die das Haus jüngst vorgestellt habe. Diese umfasse nahezu alle Gebührenposten, die bei der Anlage in Fonds anfallen würden - inklusive Erfolgsprämien und Transaktionskosten. Die neue Kennzahl ermögliche damit erstmals einen wirklich vollständigen Blick auf die Entgelte und Ausgaben, die ein Fondsanleger zu stemmen habe.

Die Morningstar-Experten würden bei ihrer Auswertung zu einem zweigeteilten Ergebnis kommen. Einige der Portfolio-Dickschiffe am Markt würden eine erhebliche Differenz zwischen der grundlegenden Management-Gebühr und der allumfassenden Representative Cost aufweisen. "Die Ergebnisse unserer Auswertung deuten an, dass vor allem Performance Fees und Transaktionskosten auch Fonds mit moderat anmutenden laufenden Kosten zu regelrechten Gebührenfressern machen können", fasse Morningstar-Chefredakteur Ali Masarwah die Erkenntnisse zusammen.

So weise etwa das Flaggschiff von Union Investment, der Privatfonds Kontrolliert (ISIN DE000A0RPAM5 / WKN A0RPAM), eine Management-Gebühr von zunächst moderat anmutenden 1,2 Prozent aus. Am Ende zahle der Anleger aber 2,59 Prozent - eine Differenz von stolzen 1,39 Prozentpunkten. Der Erfolgsfonds DWS Concept Kaldemorgen wiederum weise als Basissatz 1,5 Prozent aus, am Ende würden aber 2,7 Prozent zu Buche schlagen, ein Aufschlag von immerhin 1,2 Prozentpunkten.

Bei anderen Schwergewichten sei die Spanne indes recht gering. Der Allianz Europe Equity Growth beispielsweise wirke mit einer Management-Fee von 1,8 Prozent im Vergleich zu seinen Konkurrenten auf den ersten Blick recht teuer, schneide aber mit einer Representative Cost von 1,87 Prozent günstig ab. Ein ähnliches Bild zeige sich bei anderen Milliardenfonds wie dem DWS Top Dividende, dem DWS Deutschland oder dem UniGlobal.

Die Experten von Morningstar wollten Missverständnissen vorbeugen. "Die Auswertung sagt nichts über die Angemessenheit der Kosten aus", erläutere Masarwah. "Auch wenn die Fondskosten eine ganz entscheidende Rolle spielen, gibt es noch andere Kriterien zu beachten, die über Erfolg oder Scheitern eines Fonds entscheiden." Dazu zähle etwa der Portfoliomanager und sein Team, der Investmentprozess oder wie schlüssig die vergangenen Renditen zum Anlagekonzept des Portfolios passen würden.

M&G Optimal income Euro A-H Acc
Privatfonds: Kontrolliert
DWS Top Dividende LD
Carmignac Patrimoine A EUR Acc
BGF Global Allocation A2
FvS SiCAV Multiple Opportunities R
Nordea 1 - Stable Return BP EUR
INVESCO Pan European Hi Inc A EUR Acc
iShares EURO STOXX 50 (DE) (ISIN DE0005933956 / WKN 593395)
UniEuroRenta
DWS Concept Kaldemorgen EUR LC
Allianz Europe Equity Growth AT EUR (ISIN LU0256839274 / WKN A0KDMU)
DWS Deutschland LC (ISIN DE0008490962 / WKN 849096)
Xtrackers EURO STOXX 50 ETF 1C
UniGlobal (ISIN DE0008491051 / WKN 849105)
iShares MSCI Europe ETF EUR Dist
Ethna-AKTIV A
SLI Global Abs Ret Strats A Acc EUR
Carmignac Investissement A EUR Acc
Magellan C (News vom 21.02.2019)

(Quelle: Morningstar Direct, Stand: 31.01.2019) (22.02.2019/fc/n/s)





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