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Nachgehakt: Die Pläne der Plattformen und Pools für 2020 - Teil 2 - Fondsnews


18.12.19 14:30
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Der FONDS professionell KONGRESS rückt immer näher, so die Experten von "FONDS professionell".

Im Januar würden sich wieder mehr als 220 Aussteller in Mannheim präsentieren. Die Redaktion habe die teilnehmenden Fondsplattformen und Pools nach ihren Plänen und Vorhaben für das neue Jahr befragt.

Die Fondsplattformen und Maklerpools, die sich am 29. und 30. Januar auf dem FONDS professionell KONGRESS in Mannheim präsentieren würden, hätten ihre Pläne für das Jahr 2020 bekanntgegeben. Im Vordergrund stünden hier vor allem die Digitalisierung und Optimierung von Beratungsprozessen.

Die Redaktion habe von den Gesellschaften aber schon vorab wissen wollen, welche Projekte sie im Einzelnen für das kommende Jahr planen würden. FONDS professionell ONLINE stelle die Vorhaben der Aussteller in einer mehrteiligen Reihe en detail vor. Die Experten von "FONDS professionell" antworten auf die Frage, was die Plattformen und Pools mit den Firmennamen F bis Z planen.

Was würden die Plattformen und Maklerpools, die am FONDS professionell KONGRESS teilnehmen würden, für 2020 planen? Die Redaktion habe nachgefragt:

F-Fex: Offene Robo-Advisor-Plattform
Die F-Fex aus dem hessischen Bad Homburg habe im Jahr 2019 drei intelligente B2B-Robo-Advisory-Tools herausgebracht, die die Konzeption, Steuerung und den Vertrieb von fondsbasierten Anlagekonzepten enorm vereinfachen sollten. Versicherer, Banken, Finanzvertriebe, Vermittler und Vermögensverwalter sollten mit diesen Tools in wenigen Schritten eigene Investmentstrategien als digitale Lösung abbilden und diese mithilfe der inkludierten Beratungsstrecke sehr einfach und effizient online als auch über die webbasierte, individuelle Kundenkommunikation vermarkten können.

Im neuen Jahr 2020 solle es dann in den F-Fex-Tools neben den bereits implementierten Optimierungsstrategien weitere per Mausklick anwählbare Allokationsbausteine geben. Hier nenne die Gesellschaft ein Black-Littermann-Modell und Factor Investing als Beispiele. Für die Onlinevermarktung eigener Fonds und Investmentstrategien solle es neue Möglichkeiten zur Integration der Tools in die eigene Website geben.

FFB - FIL Fondsbank: Im Wandel erfolgreich sein
Die zu Fidelity International gehörende FFB sei eine spezialisierte deutsche Fondsbank, die sich auf Dienstleistungen rund um Anleger und ihre Vermögensziele konzentriere. Die FFB habe sich zum Ziel gesetzt, dass ihre Partner auch in Zeiten des Wandels erfolgreich bleiben würden. Das Unternehmen lege 2020 sein Augenmerk deshalb auf die Weiterentwicklung des digitalen Angebots und den Ausbau der Portfoliolösungen. Darüber hinaus wolle die FFB Berater mit effizienten Services und individuellen Gestaltungsmöglichkeiten unterstützen. Mit der optimierten Darstellung von Depotentwicklung und Performance würden die Aktivitäten abgerundet.

Die FFB betreue derzeit laut eigenen Angaben über 600.000 Kundendepots und ein Vermögen von 22,3 Milliarden Euro. Sie wolle zudem ihre Position im Fondsbankenmarkt weiter stärken und ab Januar 2020 das Retailgeschäft von Metzler Fund Xchange übernehmen. Seit Herbst 2013 biete die FFB ihre Services auch in Österreich an.

Fondsdepot Bank: Fondsplattformen im Wandel
Durchgängige Prozesse, die den Kundenbedürfnissen Rechnung tragen würden, stünden bei der Fondsdepot Bank im neuen Jahr im Mittelpunkt. Hier dürften 2020 einfache Lösungen für komplizierte Themen gefragt sein, etwa die Erfüllung von ESG-Kriterien. Als Fondsplattform wolle die Fondsdepot Bank sich diesen Aufgaben mit der technologischen Expertise der Mutter DXC Technology stellen.

Die zunehmende Preissensitivität sollte außerdem die Nachfrage nach Clean-Shares und ETFs antreiben. Um Vermittlern auch zukünftig Erträge zu ermöglichen, wolle die Fondsdepot Bank hier entsprechende Lösungen anbieten. Zudem investiere das Unternehmen in Beratungstechnologien für das Haftungsdach. Die PSD2-Anforderungen seien beispielsweise durch die Einführung von "pushTAN" erfüllt worden. Durch die Weiterentwicklung von Anwendungsschnittstellen möchte die Fondsdepot Bank Produkte und Services schneller bei Partnern einbinden können.

Fonds Finanz: Investmentberatung - Next Level
Der in München ansässige Maklerpool Fonds Finanz möchte die Investmentberatung mit dem Portfolio­optimierer 3.0 auf ein neues Level heben. Der in das Advisor's Studio integrierte Optimierer schreibe nicht einfach historische Wertentwicklungen fort, sondern setze auf differenzierte und aus der aktuellen Marktsituation abgeleitete Ertragsprognosen der US-Firma Research Affiliates.

Durch die Kombination der aussichtsreichsten Anlageklassen und ihrer am nachhaltigsten outperformenden Fonds sollten für Kunden optimal diversifizierte Portfolios mit der maximal möglichen Ertragserwartung für das jeweilige Risikobudget entstehen. Die vom eigenen unabhängigen Research zur Verfügung gestellten Lösungsansätze würden unter anderem im Bereich Nachhaltigkeit ausgebaut. Anfang August 2020 gehe Advisor's Studio mit einer Umsetzung der neuen FinVermV live. Schulungsangebote und Workshops würden Vermittler auf alle Neuerungen vorbereiten.

Fondskonzept: Die 360-Grad-Lösung für Makler
Mit dem Ausbau der Finance-Cloud komplettiere Fondskonzept ihre All-in-One-Softwarelösung bestehend aus Endkundenzugang, personalisierter App, Maklerwebseite, Fondsshop, Vergleichsrechner und Maklerverwaltungsprogramm. Mit ihrem technischen Angebot möchte Fondskonzept die komplette Prozesskette einer Kundenbeziehung zu Ende denken. Dies beginne bei anlass- und produktbezogenen Kampagnen im CRM, setze sich fort mit einem hybriden Beratungsansatz und münde in einen geräteunabhängigen Überblick über alle Vermögens- und Finanzanlagen inklusive einer Schnittstelle zu den Bankkonten des Endkunden.

Die Etablierung der eigenen Vermögensverwaltung "WealthKonzept", die Öffnung des Haftungsdachs in Deutschland und die Etablierung der Maklerrente seien neben dem deutlichen Ausbau der Ressourcen im Versicherungsbereich wichtige Bausteine für das kommende Geschäftsjahr 2020.

Fondsnet: 25 Jahre Service und Kompetenz
Auch im Jubiläumsjahr möchte Fondsnet seine Partner mit persönlicher Beratung und Infrastrukturlösungen unterstützen. Der Vor-Ort-Service werde mit dem nunmehr vierten Vertriebsbetreuer Andreas Heiming weiter ausgebaut. Bei der bundesweiten Jubiläumsroadshow lade Fondsnet seine Partner zum Informations- und Gedankenaustausch ein. Daneben sollten die Partner auch 2020 von substanziellen IT-Weiterentwicklungen profitieren.

Neben sehr flexiblen Vermögensverwaltungslösungen wie der VV-Beratungsstrecke gehe mit dem erweiterten Formularmanagement nun auch die volldigitale Depoteröffnung bei mehreren Banken (mit oder ohne Vermögensverwaltung) an den Start. Mit dem Portfolio Planner werde die Reihe der Portfoliotools darüber hinaus komplettiert. Außerdem plane der Maklerpools aus Erftstadt, die Investitionen in die Assekuranzplattform zu erhöhen sowie die Services für Honorarberater auszuweiten.

Fundsaccess: Fit machen für die neue FinVermV
Das Jahr 2020 werde bei Fundsaccess ganz im Zeichen der neuen FinVermV stehen. Während bestehende Mandanten automatisch mit der neuen Generation des Beratungsprozesses von Fundsaccess versorgt würden respektive worden seien, hätten Neukunden wie Banken, Versicherungen, Vertriebe, Maklerpools die Möglichkeit, sich zukünftig rund um das Thema Kapitalanlage vollständig servicieren zu lassen, egal ob es sich dabei um Geschäftsanbahnung, Verkaufsprozesse oder Bestandskundenbetreuung handele. Das alles natürlich rechtskonform über alle Verkaufsphasen, betone das Haus.

Unerheblich sei dabei, ob in der jeweiligen Mandantenapplikation mehrere Banken konsolidiert, neben Investmentfonds auch AIF, Produkte wie Vermögensverwaltungen oder sogar Fondspolicen abgebildet werden sollten. Die Darstellung erfolge demnach geräteunabhängig, Orderprozesse könnten zeitgemäß digital abgeschlossen und an die gewünschte Transaktionsbank übergeben werden.

JDC: Kein Ersatz für persönliche Beratung
Auch 2020 werde das Thema Digitalisierung die Vertriebsbranche beherrschen, sei Jung, DMS & Cie. überzeugt. Die konsequente Verfolgung der Konzernstrategie "Advisortech", also Technik für Berater und nicht gegen sie, stehe weiter an oberster Stelle. So werde das Unternehmen seine Webapp "allesmeins" weiter optimieren und um neue für Berater und deren Kunden nützliche Tools erweitern.

Zudem plane Jung, DMS & Cie. den Ausbau seiner Vermögensverwaltungslösungen "Fine Folios" mit weiteren Anlagestrategien. Denn es habe sich gezeigt, dass in Zeiten von Mifid II und FinVermV standardisierte Vermögensverwaltungen für Berater und deren Kunden zunehmend Sinn machen würden. Die Gesellschaft setze mit ihrer Plattformtechnologie also voll auf die Digitalisierung des Beratungsprozesses. Allerdings nicht als Ersatz für persönliche Beratung, sondern ganz im Gegenteil, wie das Haus weiter betone, zur Unterstützung der täglichen Arbeit der angeschlossenen Berater und Vermittler.

Netfonds: Technik und Unabhängigkeit für Berater
Netfonds möchte auch 2020 eine gute IT-Infrastruktur und kompetenten Beraterservice für fachkundige Finanzberater anbieten. Dabei forciere das Unternehmen besonders das Leistungsspektrum für Private Banker, Fondsmanager und Vermögensverwaltungen. "Alles aus einer Hand" sei dabei das Motto der Netfonds AG. Mit der 360-Grad-Sicht der Netfonds Gruppe solle der Endkunde umfassend und einfach betreut werden, egal ob eine automatisierte Beratungsstrecke, Financial Planning, gute Mitarbeiter im Hintergrund zur Unterstützung oder eine Versicherung benötigt würden.

Mit "finfire", so heiße die neue IT-Plattform der Netfonds Gruppe, sollten die Synergien der komplexen Daten genutzt werden. Das System basiere auf einem zentralen Datenspeicher für schnellen Zugriff auf aktuelle Bestands-, Transaktions- und regulatorische Daten im Investment- und Versicherungsbereich. Das sei bisher einmalig und bringe allen Beteiligten erhebliche Effizienz- und Servicevorteile, betone Netfonds.

Quirin Privatbank: Maklervertrieb starte
Die Quirin Privatbank sei die erste Bank in Deutschland, die Anleger ausschließlich gegen Honorar berate. Das Anlagekonzept des Hauses sei prognose- und spekulationsfrei und setze auf wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse der Finanzmarktforschung. Hiervon sollten ab sofort auch unabhängige Beraterinnen und Berater nach Paragraf 34 d, f und h der Gewerbeordnung profitieren, indem sie ihren Mandanten die Vermögensverwaltung namens "Markt" in fünf Anlagestrategien je nach persönlichem Rendite-Risiko-Profil anbieten könnten.

Bei der Vertriebsunterstützung biete die Quirin Privatbank neben exklusiven Schulungen und einer modernen Vertriebsunterstützung, die online, telefonisch und vor Ort durchgeführt werde, sowie der Begleitung von Kundenevents vor allem den Zugang zu Kapitalmarktexperten, schlanke Prozesse und eine monatliche Vergütung. Statt "Regulatorik frisst Vertrieb" wolle die Gesellschaft ihren Kooperationspartnern mehr Zeit für die Kundenberatung schenken.

Top Ten Financial Network: Komplettservice
Auch im Jahr 2020 wolle die Top Ten Financial Network die Bedürfnisse ihrer Partner in den Vordergrund stellen und sie für die vielseitigen Anforderungen am Beratermarkt mit Lösungen versorgen. Dazu gehöre ein Komplettservice bei Investments: Neben der standardisierten Fondsvermögensverwaltung über die DFP Deutsche Finanz Vermögensverwaltung biete die Gesellschaft auch unabhängigen Finanzberatern eine Heimat, ob im Pool oder im Haftungsdach.

Mit der hauseigenen IT-Lösung wolle Top Ten Financial Network Partnern dabei helfen, den steigenden organisatorischen Aufwand zu bewältigen, um effizient und vor allem technisch unterstützt arbeiten zu können. Selbst Fondsgründer würden über die MK Lux einen Ansprechpartner im Top Ten Financial Network finden. Ziel des Hauses sei es, die Unterstützung im Berateralltag stets zu verbessern, um so den administrativen Aufwand des Beraters zu reduzieren.

V-Bank: Online-VV und Steuerreporting
Die 2008 gegründete V-Bank stelle Kunden die Technik für eine Online-Vermögensverwaltung zur Verfügung. Damit sollten bestehende Kunden besser betreut, der Mandantenstamm um Kinder und Enkelkinder ausgebaut und über den V-Check Marktplatz neue Kunden gewonnen werden. Im Bereich des Steuerreportings weite das Haus seine digitalen Services aus. Neben juristischen Personen könne die V-Bank zukünftig über Fintegra auch für Privatpersonen ein erweitertes automatisiertes Steuerreporting (PSR) liefern. Im klassischen Bereich solle unter anderem die Unterstützung bei der Nachfolgeplanung weiter ausgebaut werden. Hier sei das erste Jahr gut verlaufen, berichte die V-Bank.

Insgesamt plane das Münchner Kreditinstitut, in den kommenden Jahren sein Service- und Dienstleistungsangebot abzurunden, zu digitalisieren und seinen Geschäftspartnern und deren Mandanten in gebündelter Form zugänglich zu machen. (18.12.2019/fc/n/s)