Scope: Immofonds veräußern Objekte mit Verlust


02.12.13 09:07
FundResearch

München (www.fondscheck.de) - Die Ratingagentur Scope hat alle elf offenen Immobilienfonds analysiert, die sich in der Abwicklung befinden, berichten die Experten von "FundResearch".

Ein besonderes Augenmerk habe dabei auf den bislang erfolgten Verkäufen gelegen. Die Wertentwicklung und die Risiken der verbleibenden Bestandsobjekte seien ebenfalls untersucht worden.

Insgesamt hätten die Fonds, seit dem Zeitpunkt, an dem ihre Auflösung bekannt gegeben worden sei, 126 Objekte verkauft. Gewinne hätten dabei nicht erzielt werden können. Im Gegenteil: Der Verkaufspreis habe durchschnittlich 12,5 Prozent unterhalb des Verkehrswertes zum Zeitpunkt der Auflösungsbekanntgabe gelegen. "Mit Fortschreiten der Abwicklungsfrist nehmen die Wertverluste zu", so die Scope-Analysten. "Während sich der durchschnittliche Unterschied zwischen Verkaufspreis und gutachterlichem Verkehrswert im ersten Jahr nach Auflösungsbekanntgabe noch in Grenzen hält (-6,9 Prozent), liegt er im zweiten und dritten Jahr bereits bei -18,5 Prozent bzw. -22,2 Prozent."

Aktuell seien Scope zufolge noch 381 Objekte im Bestand der elf Fonds. Seit der Entscheidung zur Abwicklung hätten sie im Durchschnitt 4,5 Prozent an Wert verloren. Die Ratingagentur erwarte im Zuge der Veräußerung weitere Wertkorrekturen in Höhe von durchschnittlich fünf Prozent. "Die Portfolios der Fonds unterscheiden sich allerdings deutlich", so die Analysten. "Bei einigen Fonds ist mit weiteren Abschlägen von bis zu 15 Prozent zu rechnen."

Die risikoärmsten Portfolios hätten nach Ansicht von Scope der KanAm grundinvest, der CS Euroreal, der TMW Immobilien Weltfonds sowie der SEB ImmoInvest. Höhere Risiken bestünden bei den drei DEGI-Fonds Global Business, International (ISIN DE0008007998 / WKN 800799) und German Business sowie dem AXA Immoselect.

Die Analyse von Scope zeige, dass eine hohe Vermietungsquote vor Abschlägen bei der Veräußerung schütze. "Dies gilt sowohl bei bereits verkauften als auch bei Bestandsobjekten", so die Analysten. "Vor allem bei Objekten mit Leerständen von mehr als 42 Prozent fielen die Abschläge zweistellig aus." Weniger ausschlaggebend sei der Einfluss der Objektgröße auf die Wertentwicklung. Im Durchschnitt hätten Immobilien aller Größenklassen zwischen 8,1 Prozent und 9,3 Prozent an Wert verloren. Nur bei sehr großen Objekten mit einem Wert von 200 bis 500 Millionen Euro sei der Verlust mit einem Prozent geringer gewesen. (News vom 29.11.2013) (02.12.2013/fc/n/s)





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