State Street Global Advisors launcht den SPDR STOXX Europe 600 ESG Screened UCITS ETF - ETF-News


01.10.19 11:00
State Street Global Advisors

Boston (www.fondscheck.de) - State Street Global Advisors, die Vermögensverwaltungssparte der State Street Corporation (NYSE: STT), hat am 30.09.2019 die Auflegung des SPDR STOXX Europe 600 ESG Screened UCITS ETF bekannt gegeben, so State Street Global Advisors in der aktuellen Pressemitteilung. Näheres entnehmen Sie bitte dem Wortlaut der folgenden Pressemeldung:

Der ETF ist der erste nachhaltige ETF auf den STOXX Europe 600 und setzt auf transparente Ausschlusskriterien. Über diese soll sichergestellt werden, dass nicht in kontroverse Waffen, Tabak und Kohle, sowie in Unternehmen, die sich nicht zu den zehn Prinzipien des UN Global Compact bekennen, investiert wird. Der Fonds wird ab dem 30. September 2019 auf Xetra (ZPDX: GY), an der Borsa Italiana (600X: IM) und an der Euronext (600X: NA) notiert.

Der STOXX Europe 600 Index ist einer der wichtigsten Referenzindices für paneuropäische Engagements und umfasst sowohl Unternehmen mit großer als auch mittlerer und kleiner Marktkapitalisierung, die sich auf 17 europäische Länder verteilen: Der 2018 aufgelegte STOXX Europe 600 ESG-X Index arbeitet mit Ausschlusskriterien, die auf Daten von Sustainalytics basieren. Sustainalytics ist ein führender Anbieter von ESG-Ratings, der Titel nach den Anlageprinzipien führender Investoren filtert, um so Reputations- und titelspezifische Risiken möglichst zu vermeiden.

Der ETF wartet neben einer TER von 0,12% auch mit der Möglichkeit zum "Fast Exit" auf, wodurch im Falle von ESG-Kontroversen rasch reagiert werden kann. Steigt das ESG-Risiko laut Sustainalytics bei einem Titel des Index auf Stufe 5 (hohes Risiko), wird der Titel zwei Geschäftstage nach dieser Anzeige aus dem Index entfernt.

Rebecca Chesworth, Senior Equity Strategist, SPDR, sagt: "Nachhaltige Geldanlage ist keine Nische mehr, sondern einer der größten Wachstumsbereiche der europäischen ETF-Entwicklung. Als Reaktion auf die steigende Nachfrage der Anleger entwickelt sich auch das Angebot an nachhaltigen ETFs rasant weiter.

Vor diesem Hintergrund sehen wir auch weiterhin Wachstumspotenzial bei der Nachfrage nach nachhaltigen ETFs. Obgleich sich die Verwalter von nahezu 90 Milliarden USD des weltweiten Anlagevermögens den Prinzipien für verantwortliches Investieren der Vereinten Nationen (PRI) und damit auch der Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien bei ihren Anlageentscheidungen verpflichtet haben, sind nur schätzungsweise 20% dieser Vermögenswerte tatsächlich nach Nachhaltigkeitsgesichtspunkten investiert. Dies dürfte sich allerdings schnell ändern, da sich die Anforderungen an die Unterzeichner der PRI, unter anderem zur Offenlegung von Klimarisiken, ab 2020 verschärfen."

Mandy Chiu, Head of ETF Product für die Regionen EMEA und APAC, fügt hinzu: "Da sich die Fondsentwicklung an neue Möglichkeiten und eine neue Nachfrage anpasst, dürfte sich das Angebot an ETFs verbreitern. Ende Januar 2019 lag die Zahl der als nachhaltig eingestuften ETFs und ETPs bei 210. Immer mehr wissenschaftliche Studien belegen eine positive Korrelation zwischen hohen ESG-Scores und Wertentwicklung. Daher gehen wir von einem Anstieg der Zahl nachhaltiger ETFs aus, zumal Europa auch weiterhin Vorreiter bei der Idee der nachhaltigen Geldanlage ist."

Das daraus resultierende Aktienportfolio im neuen SPDR ETF weist einen geringen Tracking Error (in den letzten fünf Jahren annualisierte 0,48%) und ähnliche Eigenschaften der Wertentwicklung wie der STOXX Europe 600 Index auf. Die aktive Gewichtung nach Sektoren liegt jeweils unter 2 Prozent (der Sektor mit der stärksten aktiven Positionierung ist mit -1,68% das Gesundheitswesen, gefolgt vom Finanzwesen mit +1,32%). Derzeit sind 19 Titel von der Strategie ausgeschlossen, da auf sie mindestens eines der vier genannten Kriterien zutrifft. Die zehn größten Ausschlüsse betreffen:

Unternehmen / Ausschlusskategorie / Gewichtung im STOXX Europe 600 Index (in%)

Novartis / UN Global Compact / 2,52%
British American Tobacco / Tabak / 0,90%
Airbus / Kontroverse Waffen / 0,88%
Safran / Kontroverse Waffen / 0,56%
Volkswagen-Vorzüge / UN Global Compact / 0,33%
Imperial Brands / Tabak / 0,27%
BAE Systems / Kontroverse Waffen / 0,23%
Rolls Royce Hldg / Kontroverse Waffen / 0,22%
RWE / Kohle / 0,16%
Atlantia / UN Global Compact / 0,13% (Pressemitteilung vom 30.09.2019) (01.10.2019/fc/n/e)





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