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Studie: Woher stammen die besten Fonds? - Fondsnews


11.08.17 13:14
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Masse statt Klasse: Laut einer aktuellen Analyse sind Deutsche und österreichische Fonds zwar haufenweise auf dem Markt, im Morningstar-Sternerating aber nur guter Durchschnitt, so die Experten von "FONDS professionell".

Die besten Produkte würden aus Ländern stammen, in denen die Fondskosten besonders niedrig lägen.

Die Niederlande, Skandinavien und die Schweiz hätten die besten Fonds. Das gehe aus einer Analyse des Fondsratinghauses Morningstar hervor. Niedrige Kosten und hohe Qualität würden bei niederländischen, skandinavischen und eidgenössischen Produkten offenbar Hand in Hand gehen.

Niederländische Fonds hätten im Schnitt das beste Morningstar-Rating: Ende Juni hätten sie mit durchschnittlich 3,47 von fünf möglichen Sternen geglänzt. Normalerweise tendiere das durchschnittliche Sterne-Rating bei großen Fondsgruppen eher zu einem Wert von drei. Fonds aus Finnland hätten im Schnitt ebenfalls 3,47 Sterne, dänische Produkte würden auf 3,4 kommen. Schweizer Fonds lägen mit 3,39 Sternen nicht weit dahinter.

Den Morningstar-Analysten sei aufgefallen, dass Länder, in denen Fonds besonders günstig seien, auch besonders gut abschneiden würden: In den Niederlanden seien Kickbacks seit einigen Jahren verboten, in der Schweiz seien solche Vergütungsmodelle auf dem Rückzug. "Das hat zur Folge, dass viele Fonds nicht mehr mit Vertriebsgebühren belastet sind, was natürlich der Performance zugutekommt", sage Morningstar-Analyst Ali Masarwah.

Dass in einigen Ländern keine Vertriebskosten auf Fondsebene anfallen würden, bedeute nicht, dass Anleger diese Gebühren gar nicht schultern müssten - sie würden nur außerhalb der Fondshülle anfallen. Der Investmentprozess sei für Anleger deshalb nicht unbedingt günstiger. Der Vertrieb werde allerdings nicht aus den Produktkosten bezahlt. "Das setzt den Vertrieb im Zweifel geringeren Interessenskonflikten aus, als es beim Provisionsvertrieb der Fall ist", sage Masarwah.

Fonds aus Deutschland würden es im durchschnittlichen Rating gerade einmal auf 2,99 Sterne bringen. Österreichische Produkte würden auf 2,85 Sterne kommen. Damit lägen sie hinter italienischen, aber vor spanischen Fonds. Am schlechtesten hätten portugiesische Produkte abgeschnitten. Sie hätten durchschnittlich 2,55 Sterne. (11.08.2017/fc/n/s)