Wasserfonds - Zwei neue Produkte im vergangenen Jahr gestartet - Fondsnews


21.03.19 14:30
Scope Analysis

Berlin (www.fondscheck.de) - Am 22. März ist Weltwassertag, so die Experten von Scope Analysis.

Er solle die Aufmerksamkeit auf die kritische Wasserversorgung in weiten Teilen der Welt lenken. Wasser werde auch für Investoren ein zunehmend interessantes Thema. Deutsche Anleger hätten derzeit 17 Wasserfonds zur Auswahl.

Wasser werde immer mehr zu einer strategisch wichtigen Ressource. In vielen Regionen der Welt sei die Versorgungslage schon heute angespannt bis kritisch. Rund ein Drittel der Menschen leide unter "Wasserstress" - das heiße, dass die Wasserversorgung für einige Monate im Jahr stark gefährdet sei.

Nach Schätzungen der Vereinten Nationen (UN) werde sich durch das Bevölkerungswachstum und den zunehmenden Wohlstand bis 2050 die Zahl der Menschen, die unter Wasserstress leiden würden, mindestens verdoppeln. Zudem wirke sich die Klimaerwärmung in vielen Regionen negativ auf die Wasserverfügbarkeit aus. Millionen von Menschen seien von Wassermangel bedroht.

Die bestehenden Wasserinfrastrukturen seien vielerorts stark veraltet und erneuerungsbedürftig. Intelligente Wassermanagementsysteme müssten entwickelt werden, um Verluste bei der Wasserverteilung zu reduzieren. Der Investitionsbedarf dementsprechend hoch.

Mit dem Investitionsbedarf steige auch die Nachfrage nach Wasserreinigungs- und Abwasseraufbereitungstechnologien. Immer wichtiger würden auch Meerwasserentsalzungsanlagen. Für Anleger interessant: Mit sogenannten Wasserfonds könnten sie an Lösungen für diese Herausforderung partizipieren.

Anleger, die in das Thema Wasser investieren möchten, hätten in Deutschland derzeit 17 Investmentfonds zur Auswahl. Scope fasse sie in der Peergroup "Aktien Wasser" zusammen. Die Fonds dieser Gruppe müssten überwiegend in Unternehmen investiert sein, die Technologien, Produkte oder Dienstleistungen für die Wertschöpfungskette Wasser anbieten würden.

Die 17 Fonds würden per Ende Februar 2019 ein Vermögen von rund 10,4 Mrd. Euro verwalten. Davon würden 85% (rund 8,8 Mrd. Euro) auf aktiv gemanagte Produkte entfallen. Die zwei passiven Produkte (ETF) würden entsprechend 1,6 Mrd. Euro halten.

Immerhin 14 der 17 Wasserfonds würden bereits über einen Track Record von mehr als fünf Jahren verfügen. Die durchschnittliche Performance nach Kosten über fünf Jahre liege bei 7,4% p.a. Die Bandbreite reiche von 4,4% p.a. (JSS Sustainable Equity - Water) bis zu 10,4% p.a. (Lyxor World Water UCITS ETF). Zum Vergleich: Der MSCI World Index habe 10,7% erzielt.

Seit 2018 stünden zwei neue Fonds für Anleger zur Verfügung. Zum einen der von Allianz Global Investors aufgelegte, aktiv verwaltete Aktienfonds Allianz Global Water. Seit der Auflage im August 2018 habe der Fonds bereits auf ein Volumen von knapp 64 Mio. Euro anwachsen können. Der erst seit November 2018 investierbare Fidelity Funds - Sustainable Water & Waste werde ebenfalls aktiv gemanagt und weise ein Startkapital von rund 25 Mio. Euro auf.

Mit einem Fondsvolumen von rund 4,4 Mrd. Euro sei der Pictet - Water (ISIN LU0104884860 / WKN 933349) der mit Abstand größte Wasserfonds. Das vom Schweizer Asset Manager Pictet bereits im Jahr 2000 aufgelegte Produkt sei auch gleichzeitig der älteste Fonds dieser Peergroup. Allerdings verfüge der Pictet - Water seit 1.9.2017 über ein sogenanntes "Soft Close", d.h. der Fonds sei für neue Anleger nicht frei zugänglich. Der Fonds investiere in rund 50 bis 80 Aktien in den Teilsegmenten Wasserversorgung (35% des Fonds), Wassertechnologie (55%) und Umweltdienste (10%). (21.03.2019/fc/n/s)






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