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Welche Risiken gibt es beim Online Handel mit Aktien?


21.10.20 16:00
fondscheck.de

Bild: 3844328/Pixabay

Bad Marienberg (www.fondscheck.de) - Neue finanzielle Technologien sind zweifellos förderliche Innovationen. Die gesammelten Erfahrungen einer ganzen neuen Generation, die mit Banken und finanziellen Operationen handelt, beruhen ausschließlich auf der Verwendung digitaler Plattformen.

Einerseits bringt das reichliche Angebot an neuen Programmen viele Verbesserungen für Börsengeschäfte und Bankdienstleistungen: schnellere Operationen, benutzerfreundliche Menüs und die Gelegenheit, Probleme überall und zu jeder Zeit direkt per Handy zu lösen.

Andererseits ist die technische Innovation niemals perfekt. Durch die Online-Abwicklung vieler Tätigkeiten setzt man sich gewissen Risiken aus. Man bedenke, dass Cyberverbrechen exponentiell zunehmen und sogar große Finanznachrichtenagenturen, Kreditbüros wie Equifax und Banken wie JP Morgan Chase sind Opfer von Hackerangriffen geworden.

Im folgenden Beitrag werden wir die größten Sicherheitsrisiken besprechen und hilfreiche Sicherheitsmaßnahmen im Online Handel mit Aktien auflisten.

1. Risiko: Öffentliche Wi-Fi Netzwerke


Ein wichtiger Aktienkurs in Ihrem Portfolio schmilzt dahin, Sie sind weit von zu Hause weg und das Handynetz ist schwach. Manchmal ist ein gutes gratis Wi-Fi Netzwerk einem Geschenk des Himmels ähnlich - zum Beispiel a m Flughafen oder im Zug.

Dennoch gibt es immer eine Kehrseite: Hacker sind häufig Beobachter öffentlicher Netzwerke. Der Preis der schnellen Verwendung dieser Netze für finanzielle Transaktionen ist oft höher als der Gewinn, besonders wenn Daten und Geld plötzlich von Ihrem Gerät abgezogen werden.

2. Risiko: Phishing-Gefahr


Organisierte Kriminelle führen täglich Phishing-Angriffe gegen Investoren weltweit durch. Phishing ist eine Art des Internetbetruges, der eine falsche Version einer Seite erstellt, um die Internetbenutzer zu täuschen.

Datendiebstahl ist ein gewöhnliches Ergebnis eines erfolgreichen Phishing-Angriffes. Wenn die Daten eines Maklerkontos gestohlen werden, dann kann der Investor alles verlieren.

Der Erfolg des Phishings hängt von der Unachtsamkeit des Investors ab. Eine Art des Phishings sind falsche Emails, die aber mit authentischen Emails zum Verwechseln ähnlich sein können. Diese sind leicht zu vermeiden, denn seriöse Plattformen bitten niemals ihre Kunden, ihr persönliches Passwort preiszugeben.

Außerdem sind manche Phishing-Maschen abhängig von Klicks auf falsche Webseiten-Links, die normalerweise fast genau wie die originellen Links aussehen. Deswegen ist es ein gutes Internetverhalten, die wichtigsten Finanzseiten für häufige Konsultationen in der Internet-Lesezeichenleiste zu speichern.

3. Risiko: Zweifelhafte Finanzmakler


Das vielfältige Angebot finanzieller Vermögenswerte ist für den Wettbewerbserfolg mancher Makler verantwortlich. Das Angebot innovativer Produkte wie Bitcoin und Ethereum ist attraktiv für neue Investoren. Tatsächlich bringen diese Kryptowährungen interessante Möglichkeiten für Finanzportfolios, aber das Auftreten vieler Betrugsfälle mit digitalen Trade-Plattformen empfiehlt Vorsicht.

Die augenscheinliche Stabilität einer Firma kann irreführend sein. Der Wirecard-Skandal ist das jüngste Beispiel der ständigen Risiken einer Finanzinstitution. Nicht alle Maklerplattformen haben gute Absichten und jede Transaktion könnte von Hackern beobachtet werden, die sich, siehe Phishing, als Makler ausgeben. Was also tun?

1. Maßnahme: VPN

Der Begriff VPN steht für "Virtuelles Privates Netzwerk". Doch was ist ein VPN? Kurz erklärt ist ein VPN dafür zuständig, die eigene Internetverbindung zu verschlüsseln, indem die eigene IP-Adresse unsichtbar gemacht wird. Dies schützt den Nutzer und bietet verschiedene Vorteile:

  • Die Internetverbindung wird direkt mit den VPN-Servern hergestellt, die Ihre Identität per IP-Masking schützen
  • Möchte man auf öffentlichen Netzwerken handeln, schützt ein VPN außerdem vor Hackern, die das öffentliche Netzwerk zur Datenbeschaffung nutzen könnten
  • Ein VPN "verheimlicht" außerdem den Standort - das Handeln im Internet ist also fast unsichtbar

Ein VPN kann beim täglichen Handeln also sehr nützlich sein. Um es zusammenzufassen: Die Handelsaktivitäten werden auf einem dedizierten VPN-Server durchgeführt, der nicht nur die eigene IP-Adresse maskiert, sondern auch den Standort nicht freigibt und somit einen sicheren Schutz vor Hackern und Schnüfflern bietet.

2. Maßnahme: 2FA

2FA steht für die "Zwei-Faktor-Authentifizierung". Diese Ressource ist in manchen Internet-Banking, Zahlungsabwicklungen und Finanzmakler-Apps verfügbar als zusätzliche oder standardmäßige Schutzmaßnahme.
2FA ist ein einfacher, aber effektiver Schutzfaktor: das Einfügen eines zusätzlichen Schrittes zur Passwortbestätigung kann Hackerangriffe verhindern. Jeder Plattformbetreiber bietet verschiedene Möglichkeiten, diese Authentifizierung durchzuführen, per Handy, digitaler Tastatur und anderen Alternativen.

3. Maßnahme: Verschiedene Passwörter

Eine sehr einfache, aber dennoch effektive Methode zum Schützen der eigenen Daten beim Handeln von Aktien ist die Nutzung verschiedener und vor allem starker Passwörter. Ist man auf mehreren Seiten unterwegs, dann sollte man für jede Seite ein eigenes einzigartiges Passwort nutzen und diese, wenn möglich, in einem Offline-Passwort-Manager speichern. Die Speicherung ermöglicht ein einfaches Zugreifen auf die verschiedenen Passwörter und, wiederum, das Erstellen schwierig zu knackender Passwörter.

Generell sollte man sich aber schwierig zu knackende Passwörter selbst ausdenken. Dazu zählen Passwörter mit Zahlen und Buchstaben, die mehr oder minder zufällig zusammengewürfelt sind. Auch die Nutzung von mehreren Sonderzeichen wie "!" oder "@" hilft. Zudem gilt: Je länger, desto besser.

Fazit


Ein Sicherheitsrisiko gibt es beim Handeln im Internet immer, aber es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, das eigene tägliche Handeln abzusichern und niemanden "hineinzulassen", der nicht hineingehört. Man sollte mit den eigenen Finanzen nicht fahrlässig umgehen und auf jeden Fall für eine Absicherung mit