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Wertpapierkredite als günstige Alternative


07.05.15 12:43
fondscheck.de

Bad Marienberg (www.fondscheck.de) - Nicht nur Verbraucher benötigen für den Konsum hin und wieder zusätzliche Liquidität, auch Anleger stehen ab und zu vor der Herausforderung, dass ein lukrativer Deal lockt, aber kein freies Kapital zur Verfügung steht. Ein klassischer Ratenkredit mag eine Option sein, ist im Zusammenhang mit Wertpapierkäufen aber eher eine Ausnahme. Deutlich interessanter sehen die Konditionen für einen Wertpapierkredit aus. Was den Banken im Rahmen des Lombardgeschäftes recht ist, kann privaten Investoren nur billig sein. Für einen Wertpapierkredit gelten jedoch bestimmte Voraussetzungen.

Das Wertpapier bestimmt die Darlehenshöhe

Anleger wissen, dass Wertpapier nicht gleich Wertpapier ist und sich in Chancen und Risiken deutlich voneinander unterscheiden. Dies gilt auch bei einem Wertpapierkredit. Der Anleger verpfändet sein Depot an die Bank, die eingebuchten Titel gelten als Sicherheit. Je nach Sicherheit fällt entsprechend der Beleihungswert für die Papiere aus. Geldmarktpapiere, hier in der Regel Fonds, können bis zu 90 Prozent beliehen werden. Rentenpapiere von Emittenten bester Bonität laufen mit bis zu 80 Prozent des Kurswertes aus, Aktien mit bis zu 60 Prozent. Es ist nicht zwingend vorgegeben, dass der Depotinhaber mit dem Darlehen nur wieder Wertpapiere erwerben darf. Als kurzfristige Refinanzierung fällt ein Wertpapierkredit beispielsweise deutlich günstiger aus als ein Dispo. Langfristig stecken in einem Wertpapierkredit allerdings auch Risiken. Geben die Börsen nach, behält es sich die Bank vor, das Depot neu zu bewerten. Liegt der Kurswert unter dem ausgereichten Wertpapierkredit, muss der Depotinhaber innerhalb einer sehr kurzen Frist, häufig nur eine oder zwei Wochen, die Differenz ausgleichen. Das heißt, es müssen entweder weitere Papiere beliehen oder der Kredit entsprechend zurückgeführt werden. Als kurzfristige Lösung bietet sich ein Wertpapierkredit auf jeden Fall an.

Rahmen-, Dispo- oder Ratenkredit?

Wer jedoch über kein Wertpapierdepot verfügt, muss sich zwangsläufig nach einer anderen Geldquelle umsehen. Der Dispokredit ist dabei die teuerste und damit zweifelhafteste Lösung. Von den Banken nicht gerne ausgereicht, weil von den Margen deutlich niedriger und den Verbraucher damit signifikant günstiger, ist der Rahmenkredit. Hier steht auf einem Kreditkonto ein Kreditrahmen zur Verfügung, innerhalb dessen sich der Kreditnehmer bewegen kann. Damit ähnelt der Rahmenkredit ein wenig dem Dispo, allerdings führt der Bankkunde jeden Monat eine fest vereinbarte Rate zurück. Zinsen fallen nur für den tatsächlich in Anspruch genommenen Betrag an. Wer jedoch über einen höheren Betrag verfügen möchte, um eine größere Investition zu tätigen, ist eindeutig mit einem klassischen Ratenkredit am besten bedient. In diesem Fall macht es allerdings Sinn, nicht gleich zur Hausbank zu gehen, sondern im Rahmen eines Kreditvergleiches, beispielsweise auf dem Fachportal www.kredite.org, die einzelnen Anbieter gegenüberzustellen. Die Unterschiede und damit vor allem das Einsparpotenzial bei den Zinsen ist gewaltig. (07.05.2015/fc/n/m)