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ebase-Umfrage: Knapp 40% der Deutschen erwarten eine wachsende Bedeutung nachhaltiger Anlagen


10.01.19 14:00
ebase

Aschheim (www.fondscheck.de) - Das Thema nachhaltige Kapitalanlagen kommt immer mehr in der Mitte der Gesellschaft an und wird zukünftig, getrieben durch mehrere Faktoren, weiter an Bedeutung gewinnen, so die Experten von ebase.

Einerseits rücke das Thema zunehmend in den Fokus der Politik. So habe seit der Veröffentlichung des Aktionsplans "Financing Sustainable Growth" der Europäischen Kommission im letzten Jahr die Diskussion über eine nachhaltige Ausgestaltung des Finanzsystems an Fahrt aufgenommen. Dabei gehe es unter anderem darum, wie institutionelle Anleger Nachhaltigkeitskriterien in ihren Anlageentscheidungen berücksichtigen sollten und wie entsprechende Faktoren, ergänzend zu den MiFID-II-Anforderungen, in der Kundenberatung gewürdigt werden sollten.

Anderseits wachse gleichzeitig das Interesse der Anleger an nachhaltigen Anlagen deutlich, wie die Ergebnisse der repräsentativen Umfrage "Nachhaltige Kapitalanlagen 2019" unter 1.000 Personen des Marktforschungsinstitut Toluna im Auftrag der European Bank for Financial Services (kurz: ebase®) aus Aschheim bei München zeigen würden. "Knapp 40% der Deutschen sind der Meinung, dass das Thema nachhaltige Kapitalanlage in den nächsten zwölf Monaten weiter an Bedeutung gewinnen wird, nur deutlich weniger als 10% gehen davon aus, dass die Bedeutung eher zurückgeht", halte ebase-Geschäftsführer, Rudolf Geyer, fest.

Die Tatsache, dass sich nachhaltige Anlagen auf dem Vormarsch befänden, sei dabei ein bundesweiter Trend. "Wie die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, gibt es kein Bundesland, in dem erwartet wird, dass die Bedeutung nachhaltiger Anlagen sinkt", ergänzt Geyer. Dabei würden insbesondere Personen unter 40 Jahren sowie solche mit hohen Einkommen mit einer zunehmenden Relevanz des Themas rechnen.

"Dass das Thema nicht nur abstrakt an Bedeutung gewinnt, sondern auch tatsächlich ein immer wichtigerer Faktor bei den Anlageentscheidungen wird, zeigt sich daran, dass mehr als 50% der Deutschen entsprechende Kriterien bei zukünftigen Anlagen berücksichtigen wollen", füge Geyer an. Dabei würden knapp 15% sogar so weit gehen, dass sie nur noch in solche Anlagen investieren möchten, die den eigenen Nachhaltigkeitsanforderungen entsprächen. Rund 25% möchten bei dem überwiegenden Teil ihrer Anlagen Nachhaltigkeitskriterien mit berücksichtigen und weitere knapp 20% bei einem Teil ihrer Anlagen. Nur weniger als 45% würden angeben, dass das Thema Nachhaltigkeit bei der Geldanlage nicht entscheidend sei. "Damit hat Nachhaltigkeit eindeutig schon heute einen wichtigen Stellenwert in der Kapitalanlage der Deutschen und tritt als weitere Dimension neben Rendite, Risiko und Liquidität", so Geyer.

Auch bei den ebase-Kunden waren und sind nachhaltig anlegende Fonds sehr gefragt, so die Experten von ebase. Im vergangenen Jahr hätten die ebase-Kunden ihre Bestände in nachhaltig investierende Fonds deutlich ausgebaut. Dabei hätten die Mittelzuflüsse die Mittelabflüsse in fast allen Monaten übertroffen.

"Da wir davon überzeugt sind, dass nachhaltige Geldanlagen ein wichtiges gesellschaftliches Thema, politisch gewünscht und zudem bei den Kunden zunehmend gefragt sind, haben wir uns schon vor längerer Zeit intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt", ergänze Geyer.

Um den Nachhaltigkeitsanforderungen der Kunden Rechnung zu tragen, biete ebase den Kunden und Geschäftspartnern die Möglichkeit, bei der Fondsauswahl unterschiedliche Nachhaltigkeitskriterien, wie beispielsweise "frei von Atomenergie" oder "frei von Gentechnik", zu berücksichtigen. Damit könne bereits heute der von der EU-Kommission für die Zukunft aufgestellten Forderung einer Berücksichtigung der Nachhaltigkeitspräferenzen bei der Anlageentscheidung Rechnung getragen werden. Hierfür stehe bei der Fondssuche ein spezieller Filter zur Verfügung. "Damit schaffen wir für unsere Kunden die Möglichkeit, diejenigen Fonds zu identifizieren, die ihren persönlichen Nachhaltigkeitspräferenzen entsprechen", erkläre Geyer. Dadurch werde dem Anleger, dem Ziel einer kontinuierlichen Qualitätsverbesserung gemäß, ein weiterer wichtiger Mehrwert geboten. (10.01.2019/fc/n/s)