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06.12.19 15:21
Vermögensverwalter: Aktive Fondsmanager bieten ein Bild des Jammers - Fondsnews
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Ob europaweit oder global, bei deutschen oder US-Aktien: Aktive Aktienfondsmanager hinken dem breiten Markt hinterher, so die Experten von "FONDS professionell".

Sie würden offenbar mit den politisch getriebenen Börsen nicht klarkommen, sage Vermögensverwalter Marc-Oliver Lux - und rate Anlegern zu ETFs.

Aktiv verwaltete Aktienfonds seien deutlich schlechter als ihr Ruf, zeige eine aktuelle Analyse des Indexanbieters S&P Dow Jones Indices. "Kaum ein Profi schafft es noch, den Markt zu schlagen", fasse Marc-Oliver Lux, Vorstand der Vermögensverwaltung Dr. Lux & Präuner, das Ergebnis zusammen. Auf Sicht von zwölf Monaten seien 83 Prozent der aktiv verwalteten deutschen Aktienfonds hinter dem S&P Germany zurückgeblieben. Damit habe sich die Erfolgsquote gegenüber früheren Leistungsvergleichen noch einmal deutlich verschlechtert: Ein Jahr zuvor hätten auf Zwölf-Monats-Sicht "nur" 60 Prozent der aktiven Fonds schlechter abgeschnitten als der Index.

Europaweit falle die Bilanz aktiver Fonds geradezu desaströs aus. 90 Prozent der Manager hätten den Markt zuletzt nicht schlagen können. Bei US-Fonds hätten sogar 98 Prozent der Manager versagt. "Am brutalsten scheitern jedoch jene Profis, die vom Vermögen der Kunden globale Aktien kaufen", sage Lux. Bei international investierenden aktiven Aktienfonds würden auf Sicht von zehn Jahren fast 99 Prozent der Produkte dem Markt hinterherhinken. "Offensichtlich haben die Experten mit den politischen und von Notenbanken getriebenen Börsen Probleme", kommentiere der Vermögensverwalter.

Vielen Fondsprofis fehle auch in "normalen" Marktphasen der Mut, durch gezielte Wetten den Kostennachteil aktiver Fonds gegenüber ETFs auszugleichen. Viele aktive Fonds würden mehr oder weniger einen Index abbilden - so würden sie nach Kosten automatisch schlechter abschneiden als Indexfonds.

Lux habe Verständnis für die Nöte der Fondsmanager. "Wer große Abweichungen von der Messlatte in seinem Fonds aufbaut und danebenliegt, kann schnell seine Karriere ruinieren", sage er. Anleger würden beim Vermögensaufbau aber besser fahren, wenn sie für ihr Basisinvestment auf Indexfonds setzen würden. "Damit ist man in den Rennlisten zwar nicht unbedingt ganz vorne, läuft aber auch nicht Gefahr, schlechter abzuschneiden als der Markt." (News vom 05.12.2019) (06.12.2019/fc/n/s)


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