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19.11.13 12:08
Offene Immobilienfonds: Weitere Wertkorrekturen erwartet
Scope Analysis

Berlin (www.fondscheck.de) - Scope hat alle elf offenen Immobilienfonds in Auflösung analysiert, so die Analysten von Scope Analysis.

Dabei seien alle bislang erfolgten Verkäufe betrachtet worden. Darüber hinaus habe Scope auch die Wertentwicklung und die Risiken der verbleibenden Bestandsobjekte untersucht. Die Kernergebnisse der Studie:

Seit Bekanntgabe der Auflösung hätten die elf Fonds in Abwicklung insgesamt 126 Objekte veräußert. Im Durchschnitt habe der Verkaufspreis 12,5% unterhalb des Verkehrswertes zum Zeitpunkt der Auflösungsbekanntgabe gelegen. Mit Fortschreiten der Abwicklungsfrist würden die Wertverluste zunehmen. Während sich der durchschnittliche Unterschied zwischen Verkaufspreis und gutachterlichem Verkehrswert im ersten Jahr nach Auflösungsbekanntgabe noch in Grenzen halte (-6,9%), liege er im zweiten und dritten Jahr bereits bei -18,5% bzw. -22,2%.

Die 381 noch im Bestand der Fonds befindlichen Objekte hätten seit Auflösungsentscheidung im Durchschnitt 4,5% an Wert verloren. Im Zuge der Veräußerung dieser Objekte erwarte Scope weitere Wertkorrekturen in Höhe von durchschnittlich rund 5% auf die Verkehrswerte zum Zeitpunkt der Auflösungsbekanntgabe. Die Portfolios der Fonds hätten sich allerdings deutlich unterschieden, so dass bei einigen Fonds mit weiteren Abschlägen von bis zu 15% zu rechnen sei.

Scope habe für alle 381 noch in den Portfolios befindlichen Objekten ein Risiko-Scoring durchgeführt. Dabei sei auf die wichtigsten Immobilienrisiken abgestellt worden. Die risikoärmsten Immobilienportfolios hätten:

- KanAm grundinvest-Fonds (ISIN DE0006791809 / WKN 679180)
- CS EUROREAL (ISIN DE0009805002 / WKN 980500)
- TMW Immobilien Weltfonds (ISIN DE000A0DJ328 / WKN A0DJ32)
- SEB ImmoInvest (ISIN DE0009802306 / WKN 980230)

Besonders hohe Risiken in den Restportfolios sehe Scope bei:

- DEGI GLOBAL BUSINESS (ISIN DE000A0ETSR6 / WKN A0ETSR)
- DEGI INTERNATIONAL (ISIN DE0008007998 / WKN 800799)
- DEGI GERMAN BUSINESS (ISIN DE000A0J3TP7 / WKN A0J3TP)
- AXA Immoselect (ISIN DE0009846451 / WKN 984645)

Die größten Wertverluste - sowohl bei bereits verkauften als auch bei Bestandsobjekten - hätten Immobilien in Japan (-49,4%), in den Niederlanden (-14,9%), in Spanien (-14,5%) und in USA (-10,8) verzeichnet.

Objekte mit hohen Vermietungsquoten (über 97%) hätten erwartungsgemäß geringere Verluste zu verzeichnen als Objekte mit niedrigeren Vermietungsquoten. Dies gelte sowohl bei bereits verkauften als auch bei Bestandsobjekten. Vor allem bei Objekten mit Leerständen von mehr als 42% seien die Abschläge zweistellig ausgefallen.

Der Einfluss der Objektgröße - sowohl bei bereits verkauften als auch im Bestand - auf die Wertentwicklung sei dagegen nicht durchschlagend: Im Durchschnitt hätten die Objekte fast aller Größenklassen zwischen 8,1% und 9,3% an Wert verloren. Lediglich die sehr großen Objekte (200 bis 500 Mio. Euro) hätten mit einem Minus von nur 1% besser abgeschnitten. (19.11.2013/fc/n/s)


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