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2015 bringt Gegenwind für Anleger
17.02.15 14:19
Janus Capital International
London (www.fondscheck.de) - Die Investoren müssen sich im laufenden Börsenjahr auf niedrige Renditen und starke Kursschwankungen an den internationalen Finanzmärkten einstellen, so die Experten von Janus Capital International.
Fundamental gesehen biete die robuste US-Wirtschaft in diesem Umfeld Anlegern die besten Aussichten. Gute Anlagechancen bestünden darüber hinaus im Gesundheitssektor, konsumnahen Branchen und innovationsorientierten Unternehmen, die von der voranschreitenden Digitalisierung industrieller Prozesse und dem Internet der Dinge profitieren würden. Zu dieser Einschätzung würden die Experten des US-Vermögensverwalter Janus in ihrem jährlichen Roundtable-Gespräch kommen.
"Es gibt eine hohe Verunsicherung von Investoren rund um den Globus - etwa über den geldpolitischen Kurs der US-Notenbank oder die deflationären Tendenzen in der Eurozone", sage Myron Scholes, Chief Investment Strategist bei Janus, und empfehle: "Angesichts drohender neuer ökonomischer Schocks sollten sich die Anleger daher nicht darauf fokussieren, hohe Renditen zu erzielen." Scholes Kollege Nick Cherny, Chief Investment Officer bei der Tochtergesellschaft VelocityShares, weise darauf hin, dass der Anstieg des CBOE-Volatilitäts-Index ein Signal dafür sei, dass die Stimmung an den Märkten sehr nervös sei und die Börsen auf jedes neue politische oder wirtschaftliche Ereignis umgehend reagieren würden.
"Wir erleben das größte Experiment der jüngeren Wirtschaftsgesichte, bei dem die großen Notenbanken in den vergangenen Jahren nahezu unbegrenzt Liquidität in die Märkte gepumpt haben", sage Ashwin Alankar, Global Head of Asset Allocation & Risk Management bei Janus. "Wir wissen nicht, wie dieses Experiment enden wird, aber was wir wissen, ist, dass dadurch große wirtschaftliche und monetäre Ungleichgewichte entstanden sind, was das Risiko für Investoren erheblich vergrößert hat."
Dazu komme, dass der geldpolitische Kurs der großen Notenbanken nach Einschätzung der Janus-Experten in 2015 zunehmend auseinanderdriften werde. "Während die FED signalisiert hat, ihre geldpolitischen Lockerungsmaßnahmen zurückführen, haben sich die Europäische Zentralbank und die Bank von Japan entschlossen, die Notenpresse anzuwerfen", beobachte Janus-Fondsmanager Bill Gross. "Dennoch werden die Zinssätze in allen entwickelten Volkswirtschaften 2015 nahe der Nulllinie bleiben. Selbst, ob die FED ihre Sätze zum Jahresende anheben wird, ist angesichts fallender Ölpreise und der Dollarstärke nur schwer zu sagen."
Die Janus-Experten würden daher Investoren raten, das Risikoprofil ihrer einzelnen Depotpositionen zu überprüfen und ihr Portfolio über alle Anlageklassen hinweg noch stärker zu diversifizieren - auch, weil sich das fundamentale Umfeld verschlechtert habe. "Viele Volkswirtschaften in Euroland, aber auch Japan und Brasilien werden sich anstrengen müssen, nicht in eine Rezession zu rutschen", sage Gross. Die Ausnahme würden dabei die USA bleiben.
"Während das Wachstum im Rest der Welt schwach bleibt, erleben die Vereinigten Staaten einen desinflationären Boom, der auf einem solidem Fundament steht", erläutere Janus-Experte Ashwin Alankar, "denn er basiert auf einer steigenden Produktivität und geringem Inflationsdruck." Für die US-Wirtschaft würden die Janus-Experten 2015 ein reales Wachstum von 0,7 Prozent prognostizieren. "Die Performance von Aktien ist in diesem wirtschaftlichen Umfeld aus geringer Inflation und vergleichsweise hohe realen Zinssätzen erfahrungsgemäß am besten."
Dabei bestünden nicht nur in den USA, sondern nach Ansicht von Janus-Fondsmanager Wahid Chammas auch in Europa gute Anlagechancen bei ausgesuchten Unternehmen. "Die Investoren sollten unterscheiden zwischen den lahmenden Volkswirtschaften in Euroland und der individuellen Geschäftsentwicklung europäischer Konzerne. Viele dieser Unternehmen erzielen nur einen Bruchteil ihre Umsäze innerhalb Europas, gleichzeitig sind viele dieser Aktien ausgesprochen günstig bewertet."
Aber auch Japan stehe nach Ansicht von Yoshito Tsubota, Senior Portfolio Manager, vor einem Comeback: "Die geldpolitischen Lockerungsmaßnahmen der Bank von Japan, der schwache Yen und der niedrige Ölpreis werden der Wirtschaft des Landes einen Schub verleihen."
Die Janus-Experten würden Investoren raten, bei ihren Aktieninvestments Titel, deren Bewertungen auf hohem Wachstum basiere, zu meiden und stattdessen den Anteil hochqualitativer Blue-Chips wie etwa Oracle, Procter & Gamble oder Glaxo Smith Klein zu erhöhen. "Diese Unternehmen sind aufgrund ihrer guten Marktposition sehr wettbewerbsfähig und damit stark genug, auch in einem sich verschlechternden makroökonomischen Umfeld stabile Gewinne zu erzielen", sage Janus-Fondsmanager Gregory Kolb.
Weiterhin gute Chancen bestünden darüber hinaus nach Einschätzung von Janus-Experte Andy Acker im Gesundheistssektor. "Geradezu dramatische Fortschritte in der Genforschung und eine alternde Babyboomer-Generation sind zwei Faktoren, die das Wachstum in diesem Bereich weiterhin massiv vorantreiben werden", sei Acker überzeugt. "Dazu ist das Internet der Dinge einer der Bereich, von denen wir glauben, dass er in den kommenden Jahren erhebliche Wachstums- und damit Anlagechancen bietet", ergänze sein Kollege Tsubota.
Gute Einstiegsmöglichkeiten würden sich schlussendlich auch bei konsumnahen Aktien ergeben. "Die niedrigeren Preise für Nahrungsmittel und Energie entlasten die privaten Konsumenten, die nun mehr Geld für andere Digne ausgeben können", erkläre Janus-Fondsmanager Guy Scott heraus, "davon werden vor allem europäische Branchenunternehmen profitieren, denen es zuletzt schwer gefallen ist, die Konsumgüternachfrage zu stimulieren." (17.02.2015/fc/a/m)
Fundamental gesehen biete die robuste US-Wirtschaft in diesem Umfeld Anlegern die besten Aussichten. Gute Anlagechancen bestünden darüber hinaus im Gesundheitssektor, konsumnahen Branchen und innovationsorientierten Unternehmen, die von der voranschreitenden Digitalisierung industrieller Prozesse und dem Internet der Dinge profitieren würden. Zu dieser Einschätzung würden die Experten des US-Vermögensverwalter Janus in ihrem jährlichen Roundtable-Gespräch kommen.
"Es gibt eine hohe Verunsicherung von Investoren rund um den Globus - etwa über den geldpolitischen Kurs der US-Notenbank oder die deflationären Tendenzen in der Eurozone", sage Myron Scholes, Chief Investment Strategist bei Janus, und empfehle: "Angesichts drohender neuer ökonomischer Schocks sollten sich die Anleger daher nicht darauf fokussieren, hohe Renditen zu erzielen." Scholes Kollege Nick Cherny, Chief Investment Officer bei der Tochtergesellschaft VelocityShares, weise darauf hin, dass der Anstieg des CBOE-Volatilitäts-Index ein Signal dafür sei, dass die Stimmung an den Märkten sehr nervös sei und die Börsen auf jedes neue politische oder wirtschaftliche Ereignis umgehend reagieren würden.
"Wir erleben das größte Experiment der jüngeren Wirtschaftsgesichte, bei dem die großen Notenbanken in den vergangenen Jahren nahezu unbegrenzt Liquidität in die Märkte gepumpt haben", sage Ashwin Alankar, Global Head of Asset Allocation & Risk Management bei Janus. "Wir wissen nicht, wie dieses Experiment enden wird, aber was wir wissen, ist, dass dadurch große wirtschaftliche und monetäre Ungleichgewichte entstanden sind, was das Risiko für Investoren erheblich vergrößert hat."
Dazu komme, dass der geldpolitische Kurs der großen Notenbanken nach Einschätzung der Janus-Experten in 2015 zunehmend auseinanderdriften werde. "Während die FED signalisiert hat, ihre geldpolitischen Lockerungsmaßnahmen zurückführen, haben sich die Europäische Zentralbank und die Bank von Japan entschlossen, die Notenpresse anzuwerfen", beobachte Janus-Fondsmanager Bill Gross. "Dennoch werden die Zinssätze in allen entwickelten Volkswirtschaften 2015 nahe der Nulllinie bleiben. Selbst, ob die FED ihre Sätze zum Jahresende anheben wird, ist angesichts fallender Ölpreise und der Dollarstärke nur schwer zu sagen."
"Während das Wachstum im Rest der Welt schwach bleibt, erleben die Vereinigten Staaten einen desinflationären Boom, der auf einem solidem Fundament steht", erläutere Janus-Experte Ashwin Alankar, "denn er basiert auf einer steigenden Produktivität und geringem Inflationsdruck." Für die US-Wirtschaft würden die Janus-Experten 2015 ein reales Wachstum von 0,7 Prozent prognostizieren. "Die Performance von Aktien ist in diesem wirtschaftlichen Umfeld aus geringer Inflation und vergleichsweise hohe realen Zinssätzen erfahrungsgemäß am besten."
Dabei bestünden nicht nur in den USA, sondern nach Ansicht von Janus-Fondsmanager Wahid Chammas auch in Europa gute Anlagechancen bei ausgesuchten Unternehmen. "Die Investoren sollten unterscheiden zwischen den lahmenden Volkswirtschaften in Euroland und der individuellen Geschäftsentwicklung europäischer Konzerne. Viele dieser Unternehmen erzielen nur einen Bruchteil ihre Umsäze innerhalb Europas, gleichzeitig sind viele dieser Aktien ausgesprochen günstig bewertet."
Aber auch Japan stehe nach Ansicht von Yoshito Tsubota, Senior Portfolio Manager, vor einem Comeback: "Die geldpolitischen Lockerungsmaßnahmen der Bank von Japan, der schwache Yen und der niedrige Ölpreis werden der Wirtschaft des Landes einen Schub verleihen."
Die Janus-Experten würden Investoren raten, bei ihren Aktieninvestments Titel, deren Bewertungen auf hohem Wachstum basiere, zu meiden und stattdessen den Anteil hochqualitativer Blue-Chips wie etwa Oracle, Procter & Gamble oder Glaxo Smith Klein zu erhöhen. "Diese Unternehmen sind aufgrund ihrer guten Marktposition sehr wettbewerbsfähig und damit stark genug, auch in einem sich verschlechternden makroökonomischen Umfeld stabile Gewinne zu erzielen", sage Janus-Fondsmanager Gregory Kolb.
Weiterhin gute Chancen bestünden darüber hinaus nach Einschätzung von Janus-Experte Andy Acker im Gesundheistssektor. "Geradezu dramatische Fortschritte in der Genforschung und eine alternde Babyboomer-Generation sind zwei Faktoren, die das Wachstum in diesem Bereich weiterhin massiv vorantreiben werden", sei Acker überzeugt. "Dazu ist das Internet der Dinge einer der Bereich, von denen wir glauben, dass er in den kommenden Jahren erhebliche Wachstums- und damit Anlagechancen bietet", ergänze sein Kollege Tsubota.
Gute Einstiegsmöglichkeiten würden sich schlussendlich auch bei konsumnahen Aktien ergeben. "Die niedrigeren Preise für Nahrungsmittel und Energie entlasten die privaten Konsumenten, die nun mehr Geld für andere Digne ausgeben können", erkläre Janus-Fondsmanager Guy Scott heraus, "davon werden vor allem europäische Branchenunternehmen profitieren, denen es zuletzt schwer gefallen ist, die Konsumgüternachfrage zu stimulieren." (17.02.2015/fc/a/m)


