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AC Spectrum Fund: 06/2012-Bericht, Performance lag bei -5,85%
12.07.12 09:24
Aquila Capital
Hamburg (www.fondscheck.de) - Die Performance des AC Spectrum Funds (ISIN LU0614925856 / WKN A1JJN6, Tranche EUR A; ISIN LU0614925930 / WKN A1JJN7, Tranche EUR B) betrug im Juni minus 5,85%, so die Experten von Aquila Capital.
Dabei habe der erste Handelstag an die sehr guten Ergebnisse des Vormonats angeknüpft. Der Gewinn von fast zwei Prozent sei in der folgenden Woche jedoch fast vollständig wieder zurückgegeben worden. In den darauf folgenden zweieinhalb Wochen habe sich der Nettoinventarwert bei tendenziell geringen Schwankungen um knapp 1,5% reduziert. Nach einem kräftigen Gewinn am vorletzten Handelstag habe der Fonds nur ein halbes Prozent unter dem Stand vom Monatsanfang geschlossen. Die überraschenden und extremen Marktbewegungen am 29. Juni 2012 hätten mit einem hohen Tagesverlust das Monatsergebnis deutlich ins negative Territorium geführt.
Die schlechtesten Trend-Ergebnisse hätten die im Vormonat mit dieser Strategie besonders erfolgreichen Bonds und Devisen sowie der Energiesektor geliefert. Kurzfristige Zinsen und Metalle hätten innerhalb der Trendstrategie am besten abgeschnitten. Korrelationssignale hätten besonders erfolgreich im Agrarsektor umgesetzt werden können, im Aktien- und Energiesektor hätten sie hingegen zu deutlichen Verlusten geführt. Der Agrarsektor habe am meisten von den Signalen der Carry-Strategie profitiert.
Der Juni sei wiederum von raschen Wechseln der Marktstimmung geprägt gewesen. Die früh im Monat eingetretene Stimmungsverbesserung habe auf den Hoffnungen auf zusätzliche stimulierende Maßnahmen seitens der Notenbanken sowie auf positiven Erwartungen an den EU Gipfel basiert. Die Freude über den griechischen Wahlausgang habe nur kurz gewährt und sei bereits am folgenden Montagnachmittag einer wachsenden Besorgnis um Spaniens Banken gewichen. Die Ankündigung, dass die Operation Twist ohne ein explizites Bekenntnis zu einem QE 3 verlängert werde, habe die Investoren dann deutlich verstimmt. Dementsprechend seien die Erwartungen an den EU-Gipfel in den folgenden Tagen auf ein Minimum geschrumpft.
Umso markanter habe der überverkaufte Markt auf positive Verhandlungsergebnisse aus Brüssel reagiert. Zusätzlich angetrieben durch Short Covering hätten Devisen-, Aktien- und Rohstoffmärkte am letzten Handelstag des Monats signifikante Kursavancen verzeichnet. Im Umfeld dieser Entwicklungen hätten die Energie- und Agrarmärkte im Juni die markantesten Marktbewegungen aufgewiesen. US-Aktien hätten ihren besten Juni seit 1999 verzeichnet.
Bei den Staatsanleihen sei zunächst die im Vormonat so ertragreiche Long-Positionierung bestehen geblieben. Als die Fortsetzung der Phase steigender Kurse ausgeblieben sei, seien die Long-Positionen reduziert und in wenigen Fällen, wie zum Beispiel beim 30-Jahre-Treasury, sogar in Shorts gewechselt worden. Die im Juni rückläufigen Kurse hätten in den meisten Kontrakten zu einem Verlust geführt, einzig im 30-Jahre-Treasury und im 10-jährigen japanischen Bond seien positive Erträge entstanden. Bei geringer Nettoexposure seien die am 29. Juni 2012 leicht nachgebenden Bondpreise ohne große Auswirkungen auf das Nettoergebnis geblieben.
Bei den Aktienindices sei die geographisch differenzierte Positionierung aufgefallen. Einer in der Mehrzahl der Tage deutlichen Short-Position in Europa und Asien habe eine mehrheitliche Long-Positionierung in den USA gegenübergestanden. Bei insgesamt positiver Kursentwicklung der Aktienbörsen hätten denn auch der CAC 40 und der EURO STOXX 50 am deutlichsten zu den Verlusten in diesem Sektor beigetragen. Bei einer Netto-Short-Position von 21% habe der vehemente Kursanstieg am 29. Juni 2012 etwas mehr als 60 Basispunkte gekostet.
Im Energiesektor hätten die bereits seit Anfang Mai bestehenden Netto-Short-Positionen von den ab Monatsmitte wieder fallenden Preisen für Öl, Heizöl und Benzin profitiert. Die angesichts des Preisverfalls weiter vergrößerten Positionen hätten gegen Monatsende einen Gewinn von über 1% akkumuliert. Dieser Ertrag sei am 29. Juni 2012 durch explodierende Preise für Öl (+7,9%), Heizöl (+5,9%) und Benzin (+5,5%) in einen knapp 1%igen Verlust gewandelt worden. In dem im Monatsverlauf deutlich gestiegenen Erdgas-Kontrakt sei der AC Spectrum Fund etwas zu spät in eine Long-Position gewechselt, woraus ein negativer Monatsbeitrag resultiert habe.
Der Euro habe fast den gesamten Monat über schwächer tendiert. Aus einer überverkauften Position heraus habe er am 29. Juni 2012 deutlich reagiert und sich 1,7% von seinem am Vortag erreichten 3-Wochen-Tief abgesetzt. Drei Viertel der Monatsperformance dieses Sektors sei auf den letzten Handelstag zurückzuführen. Die Rohstoffwährungen und der Yen hätten dem widrigen Umfeld getrotzt und mit positivem Gewinnbeitrag abgeschlossen.
Eine größtenteils Netto-Short gehaltene Position im Metallsektor habe die schwache Verfassung in diesem Marktsegment reflektiert. Mit in der letzten Handelswoche weiter ausgebauten Positionen habe dieser Sektor einen positiven Monatsbeitrag erwirtschaftet, der dann wiederum am 29. Juni 2012 ins Negative gewandelt worden sei.
Sojabohnen seien der wichtigste Gewinnträger im Agrarsektor gewesen, dessen Märkte wieder starken Schwankungen unterlegen hätten. Der früh im Monat erfolgte Wechsel auf eine Long-Position habe sich bei Sojabohnen ausgezahlt. Der Kursanstieg dieses Monats sei nur kurz durch eine Konsolidierung nach dem Bericht des US-Landwirtschaftsministeriums vom 12. Juni 2012 unterbrochen worden.
Die Ausnutzung der in VAR ausgedrückten Risikobudgets habe sich zunächst weiter erhöht und damit den im Mai begonnenen Anstieg fortgesetzt. Mit dem Ende des ersten Monatsdrittels habe sich diese Entwicklung umgekehrt. Das kurz- wie auch das langfristige Risikobudget sei zunehmend weniger ausgenutzt worden. Erst in den letzten Handelstagen hätten die Energie- und Metallpositionen wieder zu einem deutlichen Anstieg der Ausnutzungsziffern geführt.
In den Juli starte der AC Spectrum Fund mit moderaten Netto-Long-Positionen in Zinsen, Staatsanleihen sowie einer großen Netto-Long-Position im US-Dollar. Im Energie- und im Aktiensektor bleibe die Positionierung weiterhin ausgeprägt Short. Weitere Netto-Short-Positionen bestünden im Agrarsektor. Die Position in Metallen sei netto fast flat. (12.07.2012/fc/a/f)
Dabei habe der erste Handelstag an die sehr guten Ergebnisse des Vormonats angeknüpft. Der Gewinn von fast zwei Prozent sei in der folgenden Woche jedoch fast vollständig wieder zurückgegeben worden. In den darauf folgenden zweieinhalb Wochen habe sich der Nettoinventarwert bei tendenziell geringen Schwankungen um knapp 1,5% reduziert. Nach einem kräftigen Gewinn am vorletzten Handelstag habe der Fonds nur ein halbes Prozent unter dem Stand vom Monatsanfang geschlossen. Die überraschenden und extremen Marktbewegungen am 29. Juni 2012 hätten mit einem hohen Tagesverlust das Monatsergebnis deutlich ins negative Territorium geführt.
Die schlechtesten Trend-Ergebnisse hätten die im Vormonat mit dieser Strategie besonders erfolgreichen Bonds und Devisen sowie der Energiesektor geliefert. Kurzfristige Zinsen und Metalle hätten innerhalb der Trendstrategie am besten abgeschnitten. Korrelationssignale hätten besonders erfolgreich im Agrarsektor umgesetzt werden können, im Aktien- und Energiesektor hätten sie hingegen zu deutlichen Verlusten geführt. Der Agrarsektor habe am meisten von den Signalen der Carry-Strategie profitiert.
Der Juni sei wiederum von raschen Wechseln der Marktstimmung geprägt gewesen. Die früh im Monat eingetretene Stimmungsverbesserung habe auf den Hoffnungen auf zusätzliche stimulierende Maßnahmen seitens der Notenbanken sowie auf positiven Erwartungen an den EU Gipfel basiert. Die Freude über den griechischen Wahlausgang habe nur kurz gewährt und sei bereits am folgenden Montagnachmittag einer wachsenden Besorgnis um Spaniens Banken gewichen. Die Ankündigung, dass die Operation Twist ohne ein explizites Bekenntnis zu einem QE 3 verlängert werde, habe die Investoren dann deutlich verstimmt. Dementsprechend seien die Erwartungen an den EU-Gipfel in den folgenden Tagen auf ein Minimum geschrumpft.
Umso markanter habe der überverkaufte Markt auf positive Verhandlungsergebnisse aus Brüssel reagiert. Zusätzlich angetrieben durch Short Covering hätten Devisen-, Aktien- und Rohstoffmärkte am letzten Handelstag des Monats signifikante Kursavancen verzeichnet. Im Umfeld dieser Entwicklungen hätten die Energie- und Agrarmärkte im Juni die markantesten Marktbewegungen aufgewiesen. US-Aktien hätten ihren besten Juni seit 1999 verzeichnet.
Bei den Staatsanleihen sei zunächst die im Vormonat so ertragreiche Long-Positionierung bestehen geblieben. Als die Fortsetzung der Phase steigender Kurse ausgeblieben sei, seien die Long-Positionen reduziert und in wenigen Fällen, wie zum Beispiel beim 30-Jahre-Treasury, sogar in Shorts gewechselt worden. Die im Juni rückläufigen Kurse hätten in den meisten Kontrakten zu einem Verlust geführt, einzig im 30-Jahre-Treasury und im 10-jährigen japanischen Bond seien positive Erträge entstanden. Bei geringer Nettoexposure seien die am 29. Juni 2012 leicht nachgebenden Bondpreise ohne große Auswirkungen auf das Nettoergebnis geblieben.
Im Energiesektor hätten die bereits seit Anfang Mai bestehenden Netto-Short-Positionen von den ab Monatsmitte wieder fallenden Preisen für Öl, Heizöl und Benzin profitiert. Die angesichts des Preisverfalls weiter vergrößerten Positionen hätten gegen Monatsende einen Gewinn von über 1% akkumuliert. Dieser Ertrag sei am 29. Juni 2012 durch explodierende Preise für Öl (+7,9%), Heizöl (+5,9%) und Benzin (+5,5%) in einen knapp 1%igen Verlust gewandelt worden. In dem im Monatsverlauf deutlich gestiegenen Erdgas-Kontrakt sei der AC Spectrum Fund etwas zu spät in eine Long-Position gewechselt, woraus ein negativer Monatsbeitrag resultiert habe.
Der Euro habe fast den gesamten Monat über schwächer tendiert. Aus einer überverkauften Position heraus habe er am 29. Juni 2012 deutlich reagiert und sich 1,7% von seinem am Vortag erreichten 3-Wochen-Tief abgesetzt. Drei Viertel der Monatsperformance dieses Sektors sei auf den letzten Handelstag zurückzuführen. Die Rohstoffwährungen und der Yen hätten dem widrigen Umfeld getrotzt und mit positivem Gewinnbeitrag abgeschlossen.
Eine größtenteils Netto-Short gehaltene Position im Metallsektor habe die schwache Verfassung in diesem Marktsegment reflektiert. Mit in der letzten Handelswoche weiter ausgebauten Positionen habe dieser Sektor einen positiven Monatsbeitrag erwirtschaftet, der dann wiederum am 29. Juni 2012 ins Negative gewandelt worden sei.
Sojabohnen seien der wichtigste Gewinnträger im Agrarsektor gewesen, dessen Märkte wieder starken Schwankungen unterlegen hätten. Der früh im Monat erfolgte Wechsel auf eine Long-Position habe sich bei Sojabohnen ausgezahlt. Der Kursanstieg dieses Monats sei nur kurz durch eine Konsolidierung nach dem Bericht des US-Landwirtschaftsministeriums vom 12. Juni 2012 unterbrochen worden.
Die Ausnutzung der in VAR ausgedrückten Risikobudgets habe sich zunächst weiter erhöht und damit den im Mai begonnenen Anstieg fortgesetzt. Mit dem Ende des ersten Monatsdrittels habe sich diese Entwicklung umgekehrt. Das kurz- wie auch das langfristige Risikobudget sei zunehmend weniger ausgenutzt worden. Erst in den letzten Handelstagen hätten die Energie- und Metallpositionen wieder zu einem deutlichen Anstieg der Ausnutzungsziffern geführt.
In den Juli starte der AC Spectrum Fund mit moderaten Netto-Long-Positionen in Zinsen, Staatsanleihen sowie einer großen Netto-Long-Position im US-Dollar. Im Energie- und im Aktiensektor bleibe die Positionierung weiterhin ausgeprägt Short. Weitere Netto-Short-Positionen bestünden im Agrarsektor. Die Position in Metallen sei netto fast flat. (12.07.2012/fc/a/f)



