ATX fällt um 2,4%


11.05.12 11:04
Erste Bank

Wien (www.aktiencheck.de) - Es fehlen etwas die positiven Impulse, so die Analysten der Erste Bank im Kommentar zur Wiener Börse.

Mit einem Minus von 2,4% habe sich der ATX wie die meisten europäischen Indices diese Woche leicht abwärts bewegt. Anhaltende Sorgen zu Griechenland und Spanien würden das Sentiment belasten und auch die angebrochene schwächere Jahreszeit für Aktien helfe nicht wirklich. Daher dürfte sich an dieser Lage auch kurzfristig nicht viel ändern.

Wochengewinner sei - doch etwas überraschend in einer schwachen Börsenwoche - die Raiffeisen Bank Int. (ISIN AT0000606306 / WKN A0D9SU) mit +5,9% gewesen. Die RBI sei ja eine der Kaufempfehlungen und habe sich - im Unterschied zum ATX - damit von der sinkenden 200-Tage-Linie nach oben hin absetzen können. Die fundamentale Bewertung sei ja ausgesprochen günstig, was nun offenbar doch einige internationale Anleger langsam anerkennen würden. Österreichische Post (+1,2%), Vienna Ins. Group (+0,5%) und Andritz (0,0%) seien die weiteren ATX-Werte gewesen, die sich diese Woche gut geschlagen hätten.

Verloren hätten SBO (-7,0%, allerdings mit Dividendenabschlag), Wienerberger (ISIN AT0000831706/ 852894) (-6,5%, nach den Q1-Zahlen) und Mayr-Melnhof (-5,8%). Wienerberger dürfte sich bei knapp über EUR 8 nun stabilisieren - auf diesem Niveau erscheine die Aktie langsam wieder interessant. Bei Mayr-Melnhof dürften sich Investoren vor einem im Jahresvergleich sinkenden Q1-Ergebnis fürchten. Falls die Aktie noch weiter in Richtung EUR 70 korrigieren sollte, wäre das aber ein guter Einstiegszeitpunkt.

Lenzing (ISIN AT0000644505 / WKN 852927) habe mit den Q1-Zahlen diese Woche gut im Rahmen der Erwartungen gelegen, die Aktie bleibe mittel- und längerfristig ein klarer Kauf. Der aktuell schwache Baumwollpreis führe zu einem guten antizyklischen Einstiegszeitpunkt bei der Aktie. Ebenso attraktiv bleibe die OMV-Aktie nach den sehr guten und klar über den Erwartungen liegenden Q1-Zahlen. Die Analysten könnten das Wochenminus bei der Aktie von 4,9% nicht wirklich nachvollziehen. Palfinger, Telekom Austria und POLYTEC hätten wie erwartet berichtet, wobei ihnen POLYTEC weiter sehr gut gefalle. Bei Telekom Austria fehle ihnen weiterhin die positive Perspektive.

Aufgrund der noch nicht überzeugenden Charttechnik und den weiter kommenden Dividendenabschlägen werde der ATX mit seiner Bodenbildung wohl noch einige Zeit benötigen. Die Analysten würden hoffen, dass die 2.000er Punkte-Markte halten werde, seien sich aber nicht 100%-ig sicher. Kurzfristig biete sich ein Kauf der OMV-Aktie an, die ja am Dienstag nächste Woche die EUR 1,10 Dividende ausschütte und bei ca. EUR 24 schon einige Male ihren Boden gefunden habe. (11.05.2012/ac/a/m)





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