ATX springt über die 2.000er-Marke


20.01.12 17:00
Erste Bank

Wien (aktiencheck.de AG) - Dem ATX gelang mit Schlusskurs Donnerstag in dieser Woche der psychologisch wichtige Sprung auf knapp über die 2.000er-Marke, so die Analysten der Erste Bank.

Im Wochenvergleich bedeute das ein Plus von 4,5%. Die Gründe dafür seien gar nicht so leicht auszumachen. Es dürfte sich einfach auch der Trend zurück zur Aktie durchsetzen, wo ja die Dividendenrenditen zum Teil noch immer deutlich über den Staatsanleiherenditen der jeweiligen Länder liegen würden - so auch bei vielen Werten an der Wiener Börse. Aber natürlich hätten auch erfolgreiche Bondauktionen in Europa, die Hoffnung auf eine Griechenland-Einigung mit den Gläubigern und die ersten Zeichen einer Entspannung der Lage in Ungarn geholfen.

Auf Einzelwertbasis hätten Zumtobel (+17,8% - ohne besondere News), voestalpine (+8,8% - eine Fortsetzung der starken Bewegung zum Jahresanfang), die Bankenwerte (Erste Group Bank: +13,6%, Raiffeisen Bank International: +7,1%) und IMMOFINANZ (+5,3%) stärker angezogen. Bei den Banken dürfte auch positiv wirken, dass die (etwas zweifelhaften) Kapitalbestimmungen der europäischen Bankenaufsicht (EBA) per Juni 2012 immer wahrscheinlicher ohne Kapitalerhöhung erfüllt werden könnten.

Die Analysten würden - bei allen verbundenen Risiken - bei ihrer Kaufempfehlung für Raiffeisen Bank International mit dem Kursziel EUR 30 bleiben. IMMOFINANZ sei sowieso schon längere Zeit auf ihrer absoluten Favoritenliste. Je näher die EUR 0,15 KESt-freie Dividende im Herbst rücke, desto interessanter werde wohl auch die IMMOFINANZ-Aktie für viele Anleger werden.

Auf der Verliererliste hätten diese Woche CA Immobilien (-3,0%), Schoeller-Bleckmann (ISIN AT0000946652 / WKN 907391) (-2,1%) und EVN (-0,4%) gestanden. Bei CA Immobilien habe es negative Brokerkommentare gegeben, hier könnten dann im Laufe der nächsten Wochen Details zur Dividende den Kurs wieder etwas unterstützen. Rein charttechnisch wirke die Aktie allerdings angeschlagen. Bei Schoeller-Bleckmann habe es ein klassisches "Sell-on-good-News" gegeben. Nach den sehr guten vorläufigen Zahlen 2011 hätten Gewinnmitnahmen eingesetzt. Das Unternehmen sei ausgezeichnet, die Bewertung der Aktie ebenso - die Analysten würden zurückhaltend bleiben und die Aktie sei deshalb nicht unter ihren derzeitigen Favoriten.

Die Aussichten würden für die nächsten Monate positiv bleiben. Um davon zu profitieren, biete sich das aktuell in der Zeichnungsphase befindliches "Top of Erste Group Research-Zertifikat III" der Analysten an. Hier investiere man automatisch über eine Laufzeit von fünf Jahren in ihre Research-Topempfehlungen in Österreich. Es gebe auch wieder ein marktneutrales Zertifikat ("Erste Group Research Alpha Zertifikat III"), das rein die Outperformance der Analysten gegen den ATX als Performance ausweise. (20.01.2012/ac/a/m)





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