ATX verzeichnet Wochenplus von 0,7%


12.10.12 15:10
Erste Group Research

Wien (www.aktiencheck.de) - Verbund-Empfehlung und Bankenwerte helfen dem ATX zu einer Outperformance, so die Analysten von Erste Group Research.

Trotz des massiven Dividendenabschlags bei IMMOFINANZ (mit immerhin 8,6% ein schwerer ATX-Titel) habe der ATX andere europäische Börsen mit einem Plus von 0,7% outperformen können. Damit sei auch der kurzfristige Aufwärtstrend weiter bestätigt worden.

Wochengewinner sei diesmal der Verbund mit +4,6% gewesen, wobei die Analysten hier nicht ganz unschuldig daran gewesen seien. Sie hätten aufgrund diverser möglicher Kurstrigger (Beteiligungsverkäufe, Schuldenreduktion, etc.) den Verbund in dieser Woche von "halten" auf "kaufen" hochgestuft und das Kursziel auf EUR 19,60 deutlich erhöht. Auch charttechnisch mache die Aktie einen sehr guten Eindruck und könnte durchaus relativ rasch in Richtung 200-Tageslinie (aktuell bei ca. EUR 19,2) aufholen.

Auch die österreichischen Bankenwerte (Erste Group (ISIN AT0000652011 / WKN 909943: +3,7%, Raiffeisen Bank International: +3,4%) würden ihren mittelfristigen Aufwärtstrend fortsetzen und hätten diese Woche mit zu den stärksten ATX-Werten gehört.

Auf der Verliererseite habe (wieder einmal) Wienerberger (-5,0%) gestanden - außer einer Abschwächung des Abwärtstrend könne hier derzeit noch nichts weiteres Positives berichtet werden. IMMOFINANZ wäre ohne den Dividendenabschlag in Summe sogar im Plus gewesen, unbereinigt sei der Kurs um 3,0% gefallen. Hier weise der Kurs doch noch weiteres Aufwärtspotenzial auf und der Dividendenabschlag sollte bald aufgeholt sein. Auch bei Telekom Austria habe es einen weiteren Rücksetzer um 2,5% gesetzt - hier sehe die Charttechnik noch nicht so vielversprechend wie bei Verbund aus.

Interessante News habe es diese Woche von Semperit gegeben, hier sei ein malaysischer Untersuchungshandschuhproduzent übernommen worden, was Semperit nun zur neuen Nr. 2 am Weltmarkt in diesem Segment mache. Da für diese wesentliche Akquisition auch nicht einmal eine Kapitalerhöhung notwendig sei, wirke sich diese deutlich positiv auf die Ergebniszahlen des Unternehmens aus - die Analysten würden bei der Kaufempfehlung bleiben.

International komme nächste Woche die Q3-Berichtssaison ins Laufen. In Österreich stehe vorerst nur das Trading Statement der OMV am Programm. Die Analysten würden in Summe positiv gestimmt bleiben und mit einem Test der 2.200 Punktemarke im ATX in den nächsten Wochen rechnen, wenngleich die Aufwärtsdynamik zuletzt nachgelassen habe und eine weitere zwischenzeitliche Konsolidierung wahrscheinlich sei. (12.10.2012/ac/a/m)






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