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Aktien - politische Börsen
18.09.12 12:20
MFS Investment Management
Boston (www.aktiencheck.de) - In den kommenden Wochen werden die europäische Staatsschuldenkrise, das schwächere Wachstum in China sowie die drohenden automatischen Haushaltskürzungen und die Präsidentschaftswahlen in den USA die Aktienmärkte bestimmen, so die Experten von MFS Investment Management.
Die Erwartung einer weiteren Lockerung der Geldpolitik in den USA, Europa und China habe die Aktienkurse allmählich steigen lassen. Dazu Sanjay Nataraja, Institutional Portfolio Manager bei MFS: "Die Geldpolitik hat zwar geholfen, die Risikoprämien von Aktien zu senken. Jedoch löst dies nicht die langfristigen Strukturprobleme wie niedrige Investitionen, hohe Arbeitslosigkeit und die Folgen des noch nicht abgeschlossenen Schuldenabbaus. Weitere Anpassungen sind notwendig."
Wachstumswerte hätten Substanzwerte von der Spitze verdrängt, defensive Aktien lägen jetzt vor Zyklikern und amerikanische Papiere vor Aktien aus anderen Ländern. Die entscheidende Frage werde sein, ob das so bleibe. Da sich die Konjunkturdaten verbessern würden, spreche viel dafür, dass Investoren in den kommenden Monaten zyklische Papiere wieder entdecken würden, vor allem wenn sie besonders niedrig bewertet seien.
Europäische Industrie- und Finanzwerte aus dem Euroraum hätten sich bereits stark entwickelt. Amerikanischen Aktien dagegen könnte es schwer fallen, ihre überdurchschnittliche Entwicklung fortzusetzen. Die Momentumindikatoren würden nachgeben, es entstünden technische Ungleichgewichte, und über zwei Drittel der Unternehmen würden mit ihren Gewinnmitteilungen die Erwartungen übertreffen. Amerikanische Aktien würden allmählich teuer erscheinen. In den Kursen europäischer Aktien sei hingegen nach wie vor eine sehr ungünstige Entwicklung der europäischen Schuldenkrise berücksichtigt. Es bleibe abzuwarten, ob das jüngste Wertpapierankaufprogramm der EZB für kurzlaufende Anleihen die Investoren zu Umschichtungen in europäische Aktien bewegen werde.
"Alles in allem rechnen wir zwar mit einer leichten Verbesserung der Konjunkturdaten, mahnen aber dennoch weiter zur Vorsicht. Wir sind skeptisch, ob die Kursgewinne nachhaltig sind. Insbesondere weil die Volatilität - gemessen am Volatilitätsindex des Chicago Board of Trade (VIX) auf ein Fünfjahrestief gefallen ist. Wir halten daher weiter Ausschau nach Qualitätsunternehmen, die das wirtschaftspolitisch hochkomplexe Umfeld gut verkraften können." (18.09.2012/ac/a/m)
Die Erwartung einer weiteren Lockerung der Geldpolitik in den USA, Europa und China habe die Aktienkurse allmählich steigen lassen. Dazu Sanjay Nataraja, Institutional Portfolio Manager bei MFS: "Die Geldpolitik hat zwar geholfen, die Risikoprämien von Aktien zu senken. Jedoch löst dies nicht die langfristigen Strukturprobleme wie niedrige Investitionen, hohe Arbeitslosigkeit und die Folgen des noch nicht abgeschlossenen Schuldenabbaus. Weitere Anpassungen sind notwendig."
Europäische Industrie- und Finanzwerte aus dem Euroraum hätten sich bereits stark entwickelt. Amerikanischen Aktien dagegen könnte es schwer fallen, ihre überdurchschnittliche Entwicklung fortzusetzen. Die Momentumindikatoren würden nachgeben, es entstünden technische Ungleichgewichte, und über zwei Drittel der Unternehmen würden mit ihren Gewinnmitteilungen die Erwartungen übertreffen. Amerikanische Aktien würden allmählich teuer erscheinen. In den Kursen europäischer Aktien sei hingegen nach wie vor eine sehr ungünstige Entwicklung der europäischen Schuldenkrise berücksichtigt. Es bleibe abzuwarten, ob das jüngste Wertpapierankaufprogramm der EZB für kurzlaufende Anleihen die Investoren zu Umschichtungen in europäische Aktien bewegen werde.
"Alles in allem rechnen wir zwar mit einer leichten Verbesserung der Konjunkturdaten, mahnen aber dennoch weiter zur Vorsicht. Wir sind skeptisch, ob die Kursgewinne nachhaltig sind. Insbesondere weil die Volatilität - gemessen am Volatilitätsindex des Chicago Board of Trade (VIX) auf ein Fünfjahrestief gefallen ist. Wir halten daher weiter Ausschau nach Qualitätsunternehmen, die das wirtschaftspolitisch hochkomplexe Umfeld gut verkraften können." (18.09.2012/ac/a/m)


