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Aktien weiterhin bevorzugt
03.04.12 16:04
Swisscanto
Zürich (www.aktiencheck.de) - Die verbesserte Wirtschaftslage und die gestiegenen Inflationserwartungen deuten an, dass eine Zinswende näher rückt, so die Experten von Swisscanto.
Unter diesen Bedingungen seien Aktien umso mehr die bevorzugte Anlageklasse. Die Renditen, die mit Aktien im ersten Quartal hätten erzielt werden können, seien so hoch gewesen wie seit über einem Jahrzehnt nicht mehr. Noch sei fraglich, ob dies die bisher risikoscheuen Investoren zu einem Umdenken bewegen könne. Die Restrukturierung der griechischen Staatsschulden habe jedenfalls die Märkte etwas beruhigen können. Da die Erholung der US-Wirtschaft fortschreite und die Rezession in der Eurozone als leicht einzustufen sei, seien von konjunktureller Seite vorerst keine negativen Überraschungen zu erwarten. Auch die letzten Zahlen aus China würden auf eine langsame Abschwächung des Wachstums, ein "Soft Landing", hindeuten. Nur der Ölpreis, der markant höher notiere als noch Ende 2011, könnte für eine trübere Marktstimmung sorgen.
Trotz der insgesamt positiven Kursentwicklung in den vergangenen Wochen würden die Aktienmärkte insgesamt günstig bewertet bleiben, und dies gelte für europäische Aktien, insbesondere Substanztitel von kleinkapitalisierten Unternehmen in besonderem Maß. Das Übergewicht von Aktien bleibe deshalb bestehen, aber innerhalb ihrer Aktienstrategie würden die Experten Änderungen vornehmen. Neu würden im Grundsatz Substanztitel gegenüber Wachstumstiteln bevorzugt. Bei den Sektoren dürften Titel aus dem Energiesektor davon profitieren, dass die politischen Spannungen zwischen USA/Israel und Iran andauern und für weiterhin hohe Erdölpreise sorgen. Untergewichtet hingegen würden Aktien aus dem Telekomsektor.
Bei den langfristigen Zinsen sollten sich die Investoren langsam auf eine Anpassung nach oben einstellen. Auslöser für diese Wende könnten die andauernd bessere Konjunkturlage, die gestiegenen Inflationserwartungen oder die Verschiebung von Geldern weg von Staatsanleihen erster Qualität hin zu riskanteren Anlagen sein. Aus diesem Grund würden die Experten darauf achten, dass die Duration in den Anleihen-Portfolios insgesamt leicht unterdurchschnittlich sei. Innerhalb der Anleihen-Strategie würden sie Papiere aus dem High-Yield-Bereich als interessant erachten, da der Unternehmenssektor eine leichte Rezession ohne namhafte Ausfälle überstehen dürfte. Schweizer Immobilien hätten im direkten Vergleich mit eidgenössischen Staatsanleihen nach wie vor deutliche Renditevorteile, weshalb die Experten das Übergewicht beibehalten würden.
Bei den Währungen verstärken die Experten von Swisscanto ihr Übergewicht des US-Dollars gegenüber dem Schweizer Franken. Die amerikanische Währung sei nicht nur unterbewertet, sondern biete in diesem direkten Vergleich auch einen Zinsvorteil. Die Norwegische Krone sei eine energie-sensitive Währung, die jeweils von höheren Ölpreisnotierungen profitiere. (03.04.2012/ac/a/m)
Unter diesen Bedingungen seien Aktien umso mehr die bevorzugte Anlageklasse. Die Renditen, die mit Aktien im ersten Quartal hätten erzielt werden können, seien so hoch gewesen wie seit über einem Jahrzehnt nicht mehr. Noch sei fraglich, ob dies die bisher risikoscheuen Investoren zu einem Umdenken bewegen könne. Die Restrukturierung der griechischen Staatsschulden habe jedenfalls die Märkte etwas beruhigen können. Da die Erholung der US-Wirtschaft fortschreite und die Rezession in der Eurozone als leicht einzustufen sei, seien von konjunktureller Seite vorerst keine negativen Überraschungen zu erwarten. Auch die letzten Zahlen aus China würden auf eine langsame Abschwächung des Wachstums, ein "Soft Landing", hindeuten. Nur der Ölpreis, der markant höher notiere als noch Ende 2011, könnte für eine trübere Marktstimmung sorgen.
Bei den langfristigen Zinsen sollten sich die Investoren langsam auf eine Anpassung nach oben einstellen. Auslöser für diese Wende könnten die andauernd bessere Konjunkturlage, die gestiegenen Inflationserwartungen oder die Verschiebung von Geldern weg von Staatsanleihen erster Qualität hin zu riskanteren Anlagen sein. Aus diesem Grund würden die Experten darauf achten, dass die Duration in den Anleihen-Portfolios insgesamt leicht unterdurchschnittlich sei. Innerhalb der Anleihen-Strategie würden sie Papiere aus dem High-Yield-Bereich als interessant erachten, da der Unternehmenssektor eine leichte Rezession ohne namhafte Ausfälle überstehen dürfte. Schweizer Immobilien hätten im direkten Vergleich mit eidgenössischen Staatsanleihen nach wie vor deutliche Renditevorteile, weshalb die Experten das Übergewicht beibehalten würden.
Bei den Währungen verstärken die Experten von Swisscanto ihr Übergewicht des US-Dollars gegenüber dem Schweizer Franken. Die amerikanische Währung sei nicht nur unterbewertet, sondern biete in diesem direkten Vergleich auch einen Zinsvorteil. Die Norwegische Krone sei eine energie-sensitive Währung, die jeweils von höheren Ölpreisnotierungen profitiere. (03.04.2012/ac/a/m)


