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Bei den Anlegern geht die Angst um
19.06.12 12:13
Comgest
Paris (www.fondscheck.de) - "Wir halten Aktien grundsätzlich für sehr attraktiv, andere Anlagelassen, insbesondere deutsche und US-amerikanische Staatsanleihen, sind dagegen unserer Meinung nach stark überbewertet", meint Vincent Strauss, CEO und Fondsmanager bei Comgest.
Nach der Internet-Blase Ende der 90er Jahre erlebe man heute Preisübertreibungen bei Vermögenswerten, die als wenig riskant gelten würden. Schatzbriefe, Sparbücher und selbst Immobilien seien für Anleger nicht mehr rentabel. Die Risikoprämie für US-Aktien sei gegenwärtig mit 8,2% so hoch, wie seit Anfang der 70er Jahre nicht mehr. Dazu Céline Piquemal-Prade, Fondsmanagerin für globale Aktien bei Comgest: "Wir empfehlen die Rückkehr zu einem fundamentalen Anlageansatz. Da die Dividendenrenditen nun weltweit deutlich über den Anleiherenditen liegen, rechnen wir in den nächsten fünf Jahren tatsächlich mit einer Outperformance der Aktienmärkte."
Das Comgest Investment-Team sehe Zeichen einer Verbesserung der Weltwirtschaftslage. In den USA wachse der Kreditmarkt und die Unternehmensinvestitionen seien wieder gestiegen - zwei positive Signale von der anderen Seite des Atlantiks. Auch in China sei eine deutliche Zunahme der Kreditvergabe zu verzeichnen. Ein solcher Anstieg habe in der Vergangenheit immer einen Aufschwung der Industrieproduktion in den darauf folgenden Monaten nach sich gezogen. Aktien seien deshalb heute sehr attraktiv. Allerdings werde kein allgemeiner Anstieg der Aktienkurse erwartet. Vielmehr gehe man davon aus, dass die Hausse einer Steigerung der Gewinne zu verdanken sein werde.
Die Unternehmensmargen seien gegenwärtig auf ihrem historischen Höchststand. In den nächsten Quartalen würden sie dem klassischen Modell folgend unter Druck geraten. Vincent Strauss erkläre: "Wir befinden uns in der zweiten Phase eines Konjunkturzyklus, in der die Unternehmen investieren und Personal einstellen und in der die Konkurrenz sehr aktiv ist. Das lässt wenig Raum für eine Ausweitung der Margen. Daher wird das Wachstum durch die Umsätze erzeugt werden müssen."
Während außerdem das Wachstum in den letzten zwölf Jahren vor allem den Schwellenländern und den Rohstoffen zu verdanken gewesen sei, finde nun ein grundlegender Wandel statt. Da China für sein Wachstum weniger Rohstoffe benötige, seien der Energie- und der Rohstoffsektor in den letzten zwölf Monaten deutlich ausgebremst worden. Dies wiederum hätte diejenigen Volkswirtschaften in Mitleidenschaft gezogen, die stark von Rohstoffexporten abhängig seien. Das Fondsmanagement von Comgest berücksichtige diese nachhaltige Veränderung und investiere daher weder in den Energie- noch in den Rohstoffsektor.
Wo also sei das Wachstum zu finden? Céline Piquemal-Prade erläutere: "Die Unternehmen in unseren globalen Portfolios profitieren von traditionellen Wachstumstrends in Technologie, Industrie und Konsum, die es ihnen erlauben sollten, aus dieser Änderung der Wirtschaftslage beträchtlichen Nutzen zu ziehen." So würden 35% der von Comgest ausgewählten Unternehmen von der wachsenden Mittelschicht in den Schwellenländern profitieren - wie etwa Cinemark, Suzuki und Heineken. Weitere 35% seien innovative Unternehmen, z.B. Biomarin, Google oder Iliad. 15% schließlich hätten Ausgaben und Produktivität optimiert (Fanuc, Keyence, Capita) und 12% von der alternden Gesellschaft profitiert (Hoya, Medtronic, Johnson & Johnson).
Diese Unternehmen dürften in den Augen des Comgest-Portfoliomanagements ihre Gewinne 2012 um durchschnittlich 12% erhöhen. Dagegen werde in diesem Jahr weltweit nur eine Steigerung der Unternehmensgewinne um 10% erwartet. Trotz des höheren Gewinnwachstums weise das globale Comgest-Portfolio für 2013 ebenso wie der Vergleichsindex MSCI AC World ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 11 auf.
Und wo stehe Europa heute? Etwa am Beginn einer neuen "Nifty-Fifty"-Ära, wie manche Beobachter behaupten würden? Das Europa-Aktienteam von Comgest könne dies weder ausschließen noch bestätigen. Der Portfoliomanager des Comgest Fonds Growth Europe, Laurent Dobler, sei optimistisch: "Unsere Europa-Aktienfonds konnten die Märkte seit mehr als 18 Monaten deutlich outperformen. Im Jahr 2011 beispielsweise erzielten diese eine positive Performance von 2%, während der MSCI Europe Index um 8% nachgab."
Die Fondspreise hätten inzwischen ihren Spitzenwert vom Juli 2007 übertroffen und ein neues historisches Hoch erreicht. Nach der Marktkonsolidierung hätten die europäischen Comgest-Fonds Ende Mai seit Anfang des Jahres immer noch eine Zuwachsrate von 11% verzeichnet, während der MSCI Europe Total Return-Index um 0,4% nachgegeben habe. "In den vergangen drei Jahren hat sich unser Quality-Growth-Ansatz mit einer jährlichen Wertentwicklung unseres Europa-Aktienportfolios von über 15% mit großem Erfolg in einem schwierigen Marktumfeld bewiesen", habe Laurent Dobler gesagt. (19.06.2012/fc/a/m)
Nach der Internet-Blase Ende der 90er Jahre erlebe man heute Preisübertreibungen bei Vermögenswerten, die als wenig riskant gelten würden. Schatzbriefe, Sparbücher und selbst Immobilien seien für Anleger nicht mehr rentabel. Die Risikoprämie für US-Aktien sei gegenwärtig mit 8,2% so hoch, wie seit Anfang der 70er Jahre nicht mehr. Dazu Céline Piquemal-Prade, Fondsmanagerin für globale Aktien bei Comgest: "Wir empfehlen die Rückkehr zu einem fundamentalen Anlageansatz. Da die Dividendenrenditen nun weltweit deutlich über den Anleiherenditen liegen, rechnen wir in den nächsten fünf Jahren tatsächlich mit einer Outperformance der Aktienmärkte."
Das Comgest Investment-Team sehe Zeichen einer Verbesserung der Weltwirtschaftslage. In den USA wachse der Kreditmarkt und die Unternehmensinvestitionen seien wieder gestiegen - zwei positive Signale von der anderen Seite des Atlantiks. Auch in China sei eine deutliche Zunahme der Kreditvergabe zu verzeichnen. Ein solcher Anstieg habe in der Vergangenheit immer einen Aufschwung der Industrieproduktion in den darauf folgenden Monaten nach sich gezogen. Aktien seien deshalb heute sehr attraktiv. Allerdings werde kein allgemeiner Anstieg der Aktienkurse erwartet. Vielmehr gehe man davon aus, dass die Hausse einer Steigerung der Gewinne zu verdanken sein werde.
Die Unternehmensmargen seien gegenwärtig auf ihrem historischen Höchststand. In den nächsten Quartalen würden sie dem klassischen Modell folgend unter Druck geraten. Vincent Strauss erkläre: "Wir befinden uns in der zweiten Phase eines Konjunkturzyklus, in der die Unternehmen investieren und Personal einstellen und in der die Konkurrenz sehr aktiv ist. Das lässt wenig Raum für eine Ausweitung der Margen. Daher wird das Wachstum durch die Umsätze erzeugt werden müssen."
Wo also sei das Wachstum zu finden? Céline Piquemal-Prade erläutere: "Die Unternehmen in unseren globalen Portfolios profitieren von traditionellen Wachstumstrends in Technologie, Industrie und Konsum, die es ihnen erlauben sollten, aus dieser Änderung der Wirtschaftslage beträchtlichen Nutzen zu ziehen." So würden 35% der von Comgest ausgewählten Unternehmen von der wachsenden Mittelschicht in den Schwellenländern profitieren - wie etwa Cinemark, Suzuki und Heineken. Weitere 35% seien innovative Unternehmen, z.B. Biomarin, Google oder Iliad. 15% schließlich hätten Ausgaben und Produktivität optimiert (Fanuc, Keyence, Capita) und 12% von der alternden Gesellschaft profitiert (Hoya, Medtronic, Johnson & Johnson).
Diese Unternehmen dürften in den Augen des Comgest-Portfoliomanagements ihre Gewinne 2012 um durchschnittlich 12% erhöhen. Dagegen werde in diesem Jahr weltweit nur eine Steigerung der Unternehmensgewinne um 10% erwartet. Trotz des höheren Gewinnwachstums weise das globale Comgest-Portfolio für 2013 ebenso wie der Vergleichsindex MSCI AC World ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 11 auf.
Und wo stehe Europa heute? Etwa am Beginn einer neuen "Nifty-Fifty"-Ära, wie manche Beobachter behaupten würden? Das Europa-Aktienteam von Comgest könne dies weder ausschließen noch bestätigen. Der Portfoliomanager des Comgest Fonds Growth Europe, Laurent Dobler, sei optimistisch: "Unsere Europa-Aktienfonds konnten die Märkte seit mehr als 18 Monaten deutlich outperformen. Im Jahr 2011 beispielsweise erzielten diese eine positive Performance von 2%, während der MSCI Europe Index um 8% nachgab."
Die Fondspreise hätten inzwischen ihren Spitzenwert vom Juli 2007 übertroffen und ein neues historisches Hoch erreicht. Nach der Marktkonsolidierung hätten die europäischen Comgest-Fonds Ende Mai seit Anfang des Jahres immer noch eine Zuwachsrate von 11% verzeichnet, während der MSCI Europe Total Return-Index um 0,4% nachgegeben habe. "In den vergangen drei Jahren hat sich unser Quality-Growth-Ansatz mit einer jährlichen Wertentwicklung unseres Europa-Aktienportfolios von über 15% mit großem Erfolg in einem schwierigen Marktumfeld bewiesen", habe Laurent Dobler gesagt. (19.06.2012/fc/a/m)
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