Aramea Aktien Select Fonds: 04/2022-Bericht, Wertminderung von 2,2% - Fondsanalyse


13.05.22 14:30
Aramea Asset Management

Hamburg (www.fondscheck.de) - Der Aramea Aktien Select ist ein Aktienfonds, welcher sich auf das Stock Picking von europäischen Aktien fokussiert, so die Experten von Aramea Asset Management.

Ziel sei ein von Fundamentalanalyse geprägter Investmentansatz, der innerhalb des europäischen Anlageuniversums in Einzeltitel investiere, welche ein überdurchschnittliches Rendite-Risikoprofil aufweisen würden. Im Zuge der aktiven Strategie solle langfristig ein attraktiver Wertzuwachs erwirtschaftet werden. Derivate Instrumente könnten sowohl zur Absicherung- als auch zu Investitionszwecken eingesetzt werden.

Der April sei für Risikoassets ein sehr durchwachsener Monat gewesen. Vor allem US-Aktien seien stark unter die Räder geraten. Der S&P 500 habe mit 8,8% so viel innerhalb eines Monats verloren wie zuletzt im März 2020. Für den Technologieindex NASDAQ sei es sogar mehr als 13% abwärts gegangen. Europäische Aktien hätten sich vergleichsweise stabil gehalten und nur etwas mehr als 1% abgegeben.

Hintergrund für den Gegenwind an den Aktienmärkten sei abermals der Renditeanstieg bei Staatsanleihen gewesen - zuvorderst bei US-Treasuries, was auch die erneute Underperformance von Technologiewerten erklärt habe. Die zehnjährige US-Staatsanleiherendite sei auch angesichts eines neuen Jahreshochs bei den Inflationsraten auf nahezu 3% geklettert. Damit habe sich das Zinsniveau in den USA seit Jahresbeginn ziemlich genau verdoppelt und auch der Renditerückgang seit Ausbruch der Finanzkrise sei bereits um weit mehr als 50% wettgemacht worden. Deutsche Staatsanleihen hätten sich ebenfalls hohem Verkaufsdruck ausgesetzt gesehen, sodass die Renditen ebenfalls angestiegen seien.

Die Spreads an den Rentenmärkten hätten sich analog zur Entwicklung an den Aktienmärkten ausgeweitet und seien etwa für den ITRAXX Europe 5 Jahre auf den höchsten Stand seit Mai 2020 geklettert.

Neben dem Zinsanstieg belaste auch die Lage in der Ukraine die Stimmung an den Märkten. Vieles deute Ende April auf eine längere militärische Auseinandersetzung hin. Das Damoklesschwert eines Lieferstopps für Gas baumele derweil weiter über der europäischen Wirtschaft. Die Preise für europäisches würden entsprechend hochgradig erratisch bleiben. Auch die Lockdowns in China im Rahmen der dortigen "Zero-Covid"-Strategie hätten sich negativ auf die Wertentwicklung von Risikoaktiva ausgewirkt. Die Neuinfektionszahlen würden zwar in Shanghai sinken - allerdings gebe es andernorts im Land immer wieder neue Ausbrüche, sodass die chinesische Wirtschaft nicht recht in Schwung komme und das Wachstumsziel von 5,5% für das Gesamtjahr in zumindest gefühlt weite Ferne rücke.

Die hohe Risikoaversion am Markt und der hohe Transatlantikspread hätten auch die europäische Gemeinschaftswährung gegenüber dem US-Dollar weiter in die Knie gezwungen. EUR/USD sei im April sogar auf den tiefsten Stand seit 2017 gefallen. Der Ölpreis habe seine hohen Schwankungen der Vormonate etwas reduzieren können. Er notiere jedoch weiterhin deutlich oberhalb der Marke von 100 US-Dollar pro Barrel (Brent). Das Tauziehen zwischen den negativen Nachfrageeffekten, die sich durch die Lage in China ergeben würden, sowie den Auswirkungen auf das Angebot durch den Krieg in der Ukraine hätten sich in etwa die Waage gehalten. (Stand vom 30.04.2022) (13.05.2022/fc/a/f)






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