BB African Opportunities (Lux)-Fonds: 03/2022-Bericht, Performanceplus von 1,9% - Fondsanalyse


06.05.22 12:00
Bellevue Asset Management

Küsnacht (www.fondscheck.de) - Der BB African Opportunities (Lux)-Fonds (ISIN LU0433847240 / WKN A0RP3D, EUR B) hat zum Ziel, ein langfristig attraktives und kompetitives Kapitalwachstum zu erwirtschaften, so die Experten der Bellevue Asset Management AG.

Er eigne sich daher besonders für Investoren mit einem Anlagehorizont von mindestens 5 bis 7 Jahren, die ihr Portfolio durch Anlagen in Aktien in aufstrebenden Schwellenländern diversifizieren wollten. Der Fonds weise die für Schwellenländer-Aktien typischen Anlagerisiken auf.

Der Fonds strebe die Erzielung eines langfristigen Kapitalwachstums an. Der Fonds investiere vorwiegend in börsennotierte Unternehmen in den aufstrebenden Ländern Afrikas. Es seien dies insbesondere Länder Nordafrikas und der Sub-Sahara, die von zunehmendem Strukturwandel, Wirtschaftsreformen, Infrastrukturinvestitionen und hohen Rohstoffvorkommen profitieren würden. Der Fonds investiere aber auch in attraktive Anlageopportunitäten in Südafrika. Erfahrene Schwellenländerspezialisten, die mitunter selbst aus der Region stammen würden, würden auf profitable groß- und mittelkapitalisierte Unternehmen fokussieren, die von der starken Wachstumsdynamik der Region in besonderem Masse profitieren würden. Mittels eines fundamentalen Bottom-up und Top-down-Ansatzes würden die Spezialisten die attraktivsten Unternehmen auswählen und aus 50 bis 70 Titeln ein über Länder und Sektoren breit diversifiziertes Portfolio konstruieren. Der Fonds berücksichtige ESG-Faktoren bei der Umsetzung der Anlageziele.

Die weltweiten Rohstoffpreise hätten über dem Niveau vor dem russischen Einmarsch in der Ukraine verharrt. Dadurch seien die Marktentwicklungen der Netto-Rohstoffimporteure und -exporteure auf dem gesamten Kontinent weiter auseinandergedriftet. Gemessen an den Renditen in Dollar seien südafrikanische Aktien und Rohstofftitel von Unternehmen, die auf kleineren Märkten wie Sambia oder Ghana aktiv seien, durch andere führende afrikanische Indices in Ägypten, Marokko und Kenia überschattet worden, die den März in negativem Terrain beendet hätten. Ungeachtet des Negativbeitrags der drei letztgenannten Länder habe der Fonds letzten Monat einen Wertzuwachs erzielt und die Indices in Schwellenländern und Frontier-Märkten übertroffen

Die aktuellen Zahlen aus Südafrika hätten weitere Signale für eine rohstoffbasierte makroökonomische Erholung geliefert. So seien die Einzelhandelsumsätze und die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe Anfang des Jahres auf Vor-Pandemie-Niveau zurückgekehrt. Der kräftige Rückgang der Bergbauproduktion Ende 2021 habe sich umgekehrt. Auslöser seien wahrscheinlich die seit Jahresbeginn beobachteten Preissteigerungen bei Kohle, Eisenerz und Platin gewesen, die die Exporterlöse und Steuereinnahmen beflügelt hätten. Höhere Lebensmittel- und Ölpreise dürften die Inflation in Südafrika dieses Jahr über den oberen Rand des Zielbands der Notenbank von 6% befördern. Vor diesem Hintergrund und angesichts der weltweit strafferen Finanzierungsbedingungen habe das Institut seinen Leitzins zum dritten Mal in Folge auf 4,25% angehoben. Die Aktienkurse seien um 0,8% gefallen. Der Rand, der von den hohen Rohstoffpreisen kräftig profitiere, habe dagegen gegenüber dem USD um 5% aufgewertet.

Die Auswirkungen der Krise zwischen der Ukraine und Russland hätten die Herausforderungen mit Blick auf die ägyptische Zahlungsbilanz verschärft und würden eine koordinierte Reaktion der zuständigen Stellen vor Ort erfordern, um die wachsenden Ungleichgewichte zu bewältigen.

In einer außerplanmäßigen Sitzung habe die Notenbank ihren Leitzins um 100 Bp. auf 9,75% erhöht und das Ägyptische Pfund (EGP) gegenüber dem USD um 14% auf EGP 18,2 abwerten lassen. Dieser Schritt dürfte den Aufwärtsdruck auf die Gesamtinflation verstärken, die im Februar mit 8,8% gegenüber dem Vorjahr bereits ein Zweijahreshoch erreicht habe. Zudem habe die Regierung ein EGè 130 Mrd. schweres Sozialpaket zum Schutz besonders Bedürftiger geschnürt. Gleichzeitig habe sie Steueranreize für Investitionen institutioneller Anleger an den lokalen Aktien- und Anleihemärkte verabschiedet. Ob es mit den Maßnahmen gelingen werde, Investorenkapital anzulocken, bleibe abzuwarten. Das gelte vor allem für den Aktienmarkt, da liquide Mittel im Inland in Hinterlegungsscheine der staatlichen Banken fließen würden. Am Tag der Abwertung
hätten die National Bank of Egypt und die Bank Misr einjährige Hinterlegungsscheine mit einer Rendite von 18% ausgegeben, die innerhalb von drei Tagen über EGP 100 Mrd. (USD 2,7 Mrd.) angelockt hätten.

Die Länder des Golf-Kooperationsrats (GCC) wollten dem Land mit Investitionen in Höhe von mehreren Milliarden Dollar in die ägyptische Wirtschaft unter die Arme greifen. Ein besonders deutliches Zeichen der Unterstützung für Ägypten habe Saudi-Arabien gesetzt, indem es USD 5 Mrd. auf das Konto der Ägyptischen Zentralbank eingezahlt habe, um seine Devisenreserven aufzustocken. Der IWF und Ägypten hätten formelle Gespräche über ein neues Hilfspaket geführt, ohne nähere Angaben zum Zeitplan oder Inhalt des geplanten Programms zu machen. Der EGX 30 habe im März 1% zugelegt. Die Marktkurse seien nach der Abwertung um 8% gestiegen und hätten die Verluste aus der ersten Monatshälfte wettgemacht.

In Nigeria habe die Rationierung des US-Dollars zunehmend die Wirtschaftsaktivitäten belastet. Die Knappheit von Treibstoffen und anderen Gütern habe sich zugespitzt, gleichzeitig hätten Banken neue Obergrenzen für USD-Transaktionen ihrer Kunden festgesetzt. Die Kapitalzuflüsse seien 2021 mit USD 6,7 Mrd. auf ein Fünfjahrestief gerutscht. Das zeige deutlich, dass die heterodoxe Politik der Zentralbank in den letzten Jahren kontraproduktiv gewesen sei und Nigeria den Zugang zu USD-Kapital erschwere. Der Aktienindex habe den letzten Monat 1% tiefer beendet.

Weiter im Osten Afrikas seien kenianische Aktien trotz guter Ergebnisse der Banken um 2,8% gefallen. Deren optimistische Einschätzung zu den kurzfristigen Aussichten für die kenianische Wirtschaft hätten keine Kauflust entfacht, vor allem nicht bei lokalen Instituten.

Marokkanische Anleger hätten sich den zweiten Monat in Folge am Aktienmarkt zurückgehalten, der daraufhin 1,9% nachgegeben habe.

Die Experten der Bellevue Asset Management AG verringerten das Engagement des Fonds in Ägypten Anfang 2022, kurz vor der Abwertung der Währung im März von 21,5% auf 14,1%. Dadurch hätten sie die Auswirkungen der kräftigen EGP-Abwertung letzten Monat abfedern können. Die Währung scheine sich zwar bei einem Kurs von EGP 18,0 bis 18,5 gegenüber dem USD eingependelt zu haben. Allerdings sei noch unklar, ob sich das Ägyptische Pfund weiterhin nur aufgrund der Marktkräfte anpassen werde. Die Experten der Bellevue Asset Management AG werden die weitere Entwicklung aufmerksam beobachten und die Rückkehr von Investoren an den lokalen Aktienmarkt im Auge behalten. Das langfristige Potenzial ihrer auf das strukturelle Wachstum in Afrika ausgerichteten Kernpositionen stehe für uns nicht in Frage. Gleichzeitig hätten sie ihre Rohstoffallokation erhöht, um von der positiven Dynamik zu profitieren. (Stand vom 31.03.2022) (06.05.2022/fc/a/f)





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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
160,867 € 161,583 € -0,716 € -0,44% 29.06./21:59
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
LU0433847240 A0RP3D 193,78 € 159,46 €