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BRIC die Zukunft hat begonnen
07.12.07 10:05
Lyxor Asset Management
Paris (aktiencheck.de AG) - Die viel beschriebenen BRIC-Länder umfassen neben Russland und Brasilien auch die asiatischen Länder Indien und China, also die am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften der Welt, so die Experten von Lyxor Asset Management.
Hinlänglich bekannt aus der Presse dürften die Wachstums- und Großmachtambitionen von China sein. Nicht so geläufig dürfte sein, dass Indien sogar China bezüglich der Wirtschaftsleistung in 15 Jahren überholt haben könnte. Fest stehe aber, dass sowohl Indien als auch China bei gleich bleibenden Wachstumsraten binnen weniger Jahrzehnte zu den größten Volkswirtschaften der Erde aufsteigen würden. Mit Brasilien sei der Star in Lateinamerika unter den BRIC-Ländern vertreten und Russland knüpfe mithilfe seiner immensen Rohstoffvorkommen an vergangene glanzvollere Zeiten an. Für Anleger sollte dies Grund genug sein, einen genauen Blick auf diese Börsen zu werfen, denn hier biete sich die Möglichkeit, bei einem guten Einstieg, beispielsweise über ETFs, vom weiteren Aufschwung dieser Länder zu profitieren.
2 von 5 Menschen auf der Erde seien heute Inder oder Chinesen. In der indischen Hauptstadt Bombay - die nun Mumbay heiße - würden 19 Mio. Menschen leben und damit fast so viele wie auf dem gesamten australischen Kontinent oder in Skandinavien. Seitdem Indien am 14. August 1947 nach fast hundertfünfzigjähriger britischer Kolonialzeit seine Souveränität wiedererlangt habe, habe es das Land in fast unvergleichbarer Geschwindigkeit geschafft, weltweit an Bedeutung zu gewinnen. Damals hätten in Indien 350 Mio. Menschen gelebt, heute seien es über 1,1 Mrd.
Im Gegensatz zu China kenne man in Indien auch nicht das Problem einer alternden Bevölkerung, denn 50% aller Inder seien unter 25 Jahren. Viele globale Unternehmen würden ihre Unterstützungsprozesse nach Indien auslagern und um gut ausgebildete indische Fachkräfte konkurrieren. Die Kombination aus "der Werkstatt der Welt" in China mit dem technologischen Wissen Indiens würde diese beiden Staaten unschlagbar machen.
Natürlich gebe es neben den Gemeinsamkeiten auch deutliche Unterschiede, wie zum Beispiel der Gegensatz aus Zentralregierung auf Seiten Chinas und demokratisch gewählter Volksvertretung in Indien. Doch beide Länder hätten erkannt, dass eine gut funktionierende Handelsbeziehung für beide Seiten vorteilhaft sei. Längst sei Indien für China ein bedeutender Absatzmarkt geworden. In Indien werde die konsumfreudige Mittelschicht, die vor allem in den Großstädten zu finden sei, auf 250 Mio. Menschen geschätzt - ein Absatzpotenzial, das jenem Gesamteuropas entspreche. Auch im Rohstoffbereich wolle und könne China nicht auf Indien verzichten. Indien sei heute ein wichtiger Rohstofflieferant für China, besonders bei Metallen und Nahrungsmitteln.
Der Vielvölkerstaat Indien begründe sein wirtschaftliches Wachstum größtenteils auf dem IT- und Rohstoffsektor. Bei der Industrie und Infrastruktur sei Indien jedoch weiterhin ein zurückgebliebenes Entwicklungsland. Gerade hier lägen die enormen Chancen und das vorhandene Entwicklungspotenzial. In Indien und China entstünden heute in einem Monat so viele neue Straßen, Autobahnen und Gebäude, wie in ganz Europa in einem Jahr.
Brasilien müsse sich vor der Entwicklung der asiatischen Staaten nicht verstecken. Das lateinamerikanische Land sei der weltgrößte Produzent von Kaffee, Sojabohnen, Eisenerz sowie Zuckerrohr und spiele auch bei Mais, Erdgas, Erdöl, Kohle sowie dem regenerativen Treibstoff Ethanol weltweit eine bedeutende Rolle. Schon in den 70er Jahren habe die brasilianische Regierung auf so genannte Flex-Fuel-Fahrzeuge gesetzt, die sowohl mit Benzin als auch mit Ethanol oder mit einer Benzin-Ethanol-Mischung betrieben werden könnten. Heute sei Brasilien inmitten der Debatten um den Klimawandel weltweit führend in diesem Bereich und exportiere sein Ethanol sogar in großen Mengen in die USA.
Russland sei ein "Öl- und Gas-Riese". Das östlich von Europa gelegene und an China angrenzende Riesenreich verfüge über immense Bodenschätze. Der Wirtschaftsaufschwung in Russland beflügle den Konsum, wenngleich bisher nur den einer relativ kleinen aber sehr reichen Ober- und Mittelschicht. Auch hier sei der notwendige Infrastrukturausbau und die anstehende Modernisierung für die hohen Auslandsinvestitionen in Russland verantwortlich.
Anleger könnten das Wettrennen des chinesischen Drachens mit dem indischen Elefanten, aber auch die Rückkehr Russlands auf die Weltbühne sowie die steigende Nachfrage nach Rohstoffen aus Brasilien für gewinnbringende Investments nutzen. Denn die Kapazitäten zur Förderung von Rohstoffen seien in den letzten Jahrzehnten für 1,2 Mrd. Menschen in den Industrieländern geschaffen worden, nicht für die dreifache Anzahl, die jetzt durch den Wirtschaftsboom der aufstrebenden BRIC-Staaten hinzukämen.
3,6 Mrd. hätten die Absicht, ihren Lebensstandard sukzessive an den westlichen anzupassen, was jede Menge Investitionen und Konsum bedeute. Immense Mengen würden beispielsweise an Beton, Stahl, Energie und anderen Metallen benötigt, um das Schienennetz in Indien zu modernisieren oder Straßen und Autobahnen für das Milliardenvolk neu aufzubauen. All dies bilde gute Vorraussetzungen für langfristige Investments. (07.12.2007/fc/a/m)
Hinlänglich bekannt aus der Presse dürften die Wachstums- und Großmachtambitionen von China sein. Nicht so geläufig dürfte sein, dass Indien sogar China bezüglich der Wirtschaftsleistung in 15 Jahren überholt haben könnte. Fest stehe aber, dass sowohl Indien als auch China bei gleich bleibenden Wachstumsraten binnen weniger Jahrzehnte zu den größten Volkswirtschaften der Erde aufsteigen würden. Mit Brasilien sei der Star in Lateinamerika unter den BRIC-Ländern vertreten und Russland knüpfe mithilfe seiner immensen Rohstoffvorkommen an vergangene glanzvollere Zeiten an. Für Anleger sollte dies Grund genug sein, einen genauen Blick auf diese Börsen zu werfen, denn hier biete sich die Möglichkeit, bei einem guten Einstieg, beispielsweise über ETFs, vom weiteren Aufschwung dieser Länder zu profitieren.
2 von 5 Menschen auf der Erde seien heute Inder oder Chinesen. In der indischen Hauptstadt Bombay - die nun Mumbay heiße - würden 19 Mio. Menschen leben und damit fast so viele wie auf dem gesamten australischen Kontinent oder in Skandinavien. Seitdem Indien am 14. August 1947 nach fast hundertfünfzigjähriger britischer Kolonialzeit seine Souveränität wiedererlangt habe, habe es das Land in fast unvergleichbarer Geschwindigkeit geschafft, weltweit an Bedeutung zu gewinnen. Damals hätten in Indien 350 Mio. Menschen gelebt, heute seien es über 1,1 Mrd.
Im Gegensatz zu China kenne man in Indien auch nicht das Problem einer alternden Bevölkerung, denn 50% aller Inder seien unter 25 Jahren. Viele globale Unternehmen würden ihre Unterstützungsprozesse nach Indien auslagern und um gut ausgebildete indische Fachkräfte konkurrieren. Die Kombination aus "der Werkstatt der Welt" in China mit dem technologischen Wissen Indiens würde diese beiden Staaten unschlagbar machen.
Der Vielvölkerstaat Indien begründe sein wirtschaftliches Wachstum größtenteils auf dem IT- und Rohstoffsektor. Bei der Industrie und Infrastruktur sei Indien jedoch weiterhin ein zurückgebliebenes Entwicklungsland. Gerade hier lägen die enormen Chancen und das vorhandene Entwicklungspotenzial. In Indien und China entstünden heute in einem Monat so viele neue Straßen, Autobahnen und Gebäude, wie in ganz Europa in einem Jahr.
Brasilien müsse sich vor der Entwicklung der asiatischen Staaten nicht verstecken. Das lateinamerikanische Land sei der weltgrößte Produzent von Kaffee, Sojabohnen, Eisenerz sowie Zuckerrohr und spiele auch bei Mais, Erdgas, Erdöl, Kohle sowie dem regenerativen Treibstoff Ethanol weltweit eine bedeutende Rolle. Schon in den 70er Jahren habe die brasilianische Regierung auf so genannte Flex-Fuel-Fahrzeuge gesetzt, die sowohl mit Benzin als auch mit Ethanol oder mit einer Benzin-Ethanol-Mischung betrieben werden könnten. Heute sei Brasilien inmitten der Debatten um den Klimawandel weltweit führend in diesem Bereich und exportiere sein Ethanol sogar in großen Mengen in die USA.
Russland sei ein "Öl- und Gas-Riese". Das östlich von Europa gelegene und an China angrenzende Riesenreich verfüge über immense Bodenschätze. Der Wirtschaftsaufschwung in Russland beflügle den Konsum, wenngleich bisher nur den einer relativ kleinen aber sehr reichen Ober- und Mittelschicht. Auch hier sei der notwendige Infrastrukturausbau und die anstehende Modernisierung für die hohen Auslandsinvestitionen in Russland verantwortlich.
Anleger könnten das Wettrennen des chinesischen Drachens mit dem indischen Elefanten, aber auch die Rückkehr Russlands auf die Weltbühne sowie die steigende Nachfrage nach Rohstoffen aus Brasilien für gewinnbringende Investments nutzen. Denn die Kapazitäten zur Förderung von Rohstoffen seien in den letzten Jahrzehnten für 1,2 Mrd. Menschen in den Industrieländern geschaffen worden, nicht für die dreifache Anzahl, die jetzt durch den Wirtschaftsboom der aufstrebenden BRIC-Staaten hinzukämen.
3,6 Mrd. hätten die Absicht, ihren Lebensstandard sukzessive an den westlichen anzupassen, was jede Menge Investitionen und Konsum bedeute. Immense Mengen würden beispielsweise an Beton, Stahl, Energie und anderen Metallen benötigt, um das Schienennetz in Indien zu modernisieren oder Straßen und Autobahnen für das Milliardenvolk neu aufzubauen. All dies bilde gute Vorraussetzungen für langfristige Investments. (07.12.2007/fc/a/m)


