Bellevue Emerging Markets Healthcare (Lux)-Fonds: 03/2022-Bericht, Wertrückgang von 3,2% - Fondsanalyse


25.04.22 15:00
Bellevue Asset Management

Küsnacht (www.fondscheck.de) - Der Bellevue Emerging Markets Healthcare (Lux)-Fonds (ISIN LU1585229187 / WKN A2DPA0, B EUR) hat zum Ziel, langfristig eine attraktive Anlagerendite zu erwirtschaften, so die Experten der Bellevue Asset Management AG.

Er eigne sich daher besonders für Anleger mit einem Anlagehorizont von mindestens 5 Jahren, die ihr Portfolio gezielt durch Anlagen im Gesundheitssektor in Asien diversifizieren wollten und bereit seien, die für diesen Sektor üblichen Aktienrisiken zu tragen.

Der Fonds strebe die Erzielung eines langfristigen Kapitalwachstums an. Der Bellevue Emerging Markets Healthcare Fonds investiere in Unternehmen, die ihren Sitz oder den überwiegenden Anteil ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit insbesondere in den Gesundheitsmärkten der aufstrebenden Länder hätten. Dazu würden Generika-, Pharma- und Biotechnologiefirmen wie auch Medizintechnik- und Dienstleistungsunternehmen gehören. Erfahrene Branchenspezialisten würden sich auf profitable Unternehmen fokussieren, die bereits über ein reiferes Produktportfolio verfügen würden. Die Titelauswahl basiere auf fundamentaler Unternehmensanalyse. Die Selektion der Unternehmen erfolge ausschließlich Bottom-up und benchmarkunabhängig. Der Fonds berücksichtige ESG-Faktoren bei der Umsetzung der Anlageziele.

Der MSCI World habe sich von den Abschlägen im Februar erholen können und im Berichtsmonat März gemessen in USD rund 2,7% an Wert zugelegt. Trotz dieser deutlichen Gegenbewegung bleibe die Unsicherheit und folglich die Volatilität an den Finanzmärkten außerordentlich hoch. Die durch anhaltende Lieferengpässe und den Kriegshandlungen in der Ukraine ausgelösten Preisanstiege sowohl bei Produkten als auch bei den Rohstoffen würden die Notenbanken zwingen, immer stärker an der Zinsschraube zu drehen. Dadurch seien die Anleihen weltweit unter starken Preisdruck gekommen, was wiederum zur Flucht in Realwerte wie zum Beispiel Aktien geführt habe.

Im April würden die Unternehmen über den Geschäftsverlauf des 1. Quartals berichten. Dabei werde es interessant zu verfolgen, wie sich die Inflation auf die Geschäftsausblicke auswirke. Die Aktienmärkte der Schwellenländer würden im Monatsvergleich gut 2% tiefer notieren. Die Gesundheitswerte dieser Region hätten zwar mit knapp 1% etwas weniger verloren, sich dem allgemein negativen Trend aber nicht entziehen können.

Die US-Börsenaufsichtsbehörde (SEC) habe eine vorläufige Liste von fünf als ADRs in den USA kotierten chinesischen Unternehmen veröffentlicht, die erstmals unter den "Holding Foreign Companies Accountable Act" (HFCAA) fallen würden, darunter drei chinesische Biotechunternehmen: BeiGene, Zai Lab und HUTCHMED. Falls eine Firma drei Jahre hintereinander auf der Liste sei, drohe die Dekotierung von der Börse. Zudem könne die SEC einen Handelsstopp von bis zu zwölf Monaten erwirken. Die SEC verlange die vollständige Offenlegung der Bücher, die Chinas Gesetzgebung den Firmen verbiete. Mit Ausnahme von Legend Biotech haben die Experten der Bellevue Asset Management AG alle chinesischen ADRs verkauft und, wo möglich, die Positionen in Hongkong wieder aufgebaut.

Legend Biotech prüfe zurzeit eine Zweitkotierung in Hongkong wie auch eine Verlegung der Revisionsgesellschaft nach New Jersey. Die Chance sei relativ groß, dass die Firma als US-Gesellschaft eingestuft werde, da sich der globale Hauptsitz in New Jersey befinde, 75% der Betriebskosten in den USA anfallen würden und der rechtliche Sitz auf den Kaimaninseln liege (die operative Tochtergesellschaft sei in Delaware eingetragen).

Die Besorgnis über eine schnellere Abkopplung zwischen China und den USA, ausgelöst durch den Krieg in der Ukraine und die Warnung der SEC vor ADR-Delistings, habe den Verkaufsdruck auf viele chinesische Aktien in der ersten März-Hälfte verstärkt. Auch die größte chinesische Gesundheitsfirma, Wuxi Biologics, sei abgestraft worden und habe einen Tiefstand von HKD 40 erreicht. Hervorragende Finanzergebnisse hätten der Aktie in der zweiten Monatshälfte zu einem kräftigen Aufschwung verholfen. Im Jahr 2021 seien die Einnahmen im Vergleich zum Vorjahr um über 80% gestiegen, während sich der Gewinn pro Aktie fast verdoppelt habe. 156 neue Moleküle seien zusätzlich auf die Plattform gekommen. 18 davon seien durch die "Win-theMolecule"-Strategie direkt von der Konkurrenz gewonnen worden. Wuxi Biologics habe erneut bewiesen, dass seine Fundamentaldaten völlig intakt seien. Die Experten der Bellevue Asset Management AG haben die Übertreibung ausgenutzt und die Position Mitte März weiter aufgestockt.

Im abgelaufenen Monat seien Fosun Pharma, Zhifei, Mindray, Pharmaron und Tigermed neu ins Portfolio aufgenommen worden. Zudem seien Wuxi Biologics, Beigene und Metropolis ausgebaut worden. Nicht mehr im Portfolio vertreten seien I-Mab, Rede D’Or, Sul America, Sino Biopharm und Jinxin Fertility, während die Positionen Legend Biotech, Hypera und Hapvida reduziert worden seien.

Zu den Emerging Markets würden die dynamischsten Wachstumsländer der Welt gehören, in denen mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebe. Bis 2050 dürfte der Anteil der asiatischen Schwellenländer an der Weltwirtschaftsleistung ebenfalls mehr als 50% ausmachen. Volkswirtschaften mit steigenden Einkommen würden ihr Wachstumsmodell weg vom Industrie- hin zum Dienstleistungssektor verändern. Mit der wachsenden Mittelschicht steige die Nachfrage nach moderner Medizin. Gesundheit stehe vermehrt weit vorne auf der Wunschliste. Milliardeninvestitionen in Infrastruktur, neue Technologien und Forschung würden die Modernisierung des Gesundheitswesens vorantreiben. Die Menschen würden dadurch breiteren Zugang zu einer besseren Gesundheitsversorgung erhalten. Die Nachfrage steige zusätzlich durch eine rasch voranschreitende Überalterung. Allein in China würden in 30 Jahren 400 bis 500 Millionen Menschen über 60 Jahre alt sein, die vermehrt moderne Gesundheitsdienstleistungen und Medikamente benötigen würden.

Neben Asien würden sich vermehrt interessante Beteiligungschancen an Nutznießern des stark wachsenden privaten Gesundheitsmarktes in Brasilien eröffnen. Da das öffentliche Gesundheitssystem in Brasilien in punkto Qualität und Wartezeiten für zahlreiche bessergestellte Brasilianer nicht mehr akzeptabel sei, würden diese vermehrt neue Angebote im privaten Sektor beanspruchen. Spitalketten in einem eigenen vertikal voll integrierten Ökosystem seien nur ein einziges Beispiel von Profiteuren dieser nachhaltigen Entwicklung. Der Fonds biete einen defensiven Zugang zum überdurchschnittlichen Wachstum der Schwellenländer. Die Experten der Bellevue Asset Management AG investieren in die gesamte Wertschöpfungskette des Gesundheitswesens, von Spitalketten, Medikamenten- und Geräteherstellern über Forschung bis hin zu Digital-Health-Gesellschaften. (Stand vom 31.03.2022) (25.04.2022/fc/a/f)





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