Berenberg-1590-Ertrag-Universal 11'2011-Bericht


13.12.11 10:44
Berenberg Bank

Hamburg (aktiencheck.de AG) - Der Berenberg-1590-Ertrag-Universal orientiert sich an der Zinsmeinung des Berenberg-Investmentkomitees und führt die entsprechenden Anpassungen in Abhängigkeit vom Kapitalmarktgeschehen durch, berichten die Analysten der Berenberg Bank.

Der Fonds investiere schwerpunktmäßig in Rentenpapiere guter Bonität (mindestens Investmentgrade), offene Immobilienfonds und Deep-Discount-Strukturen. Bei der Auswahl der Investments würden grundsätzlich eine quantitative und qualitative Prüfung vorgenommen.

Im November sei es zu einer weiteren Zuspitzung der Währungskrise in Europa gekommen. Die Aussichten für die Euro-Zone und die Schuldenstaaten hätten sich trotz neuer Regierungschefs und verstärkter Sparankündigungen in Griechenland, Italien und Spanien zusehends verschlechtert. Italien habe dreijährige Anleihen nur zu einem enorm hohen Zins von 7,89 Prozent platzieren können.

Darüber hinaus würden auch bislang gesunde europäische Staaten als gefährdet gelten. Bei einer Auktion neuer deutscher Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren und einem niedrigen Zinssatz von 1,98 Prozent sei die Bundesfinanzagentur auf etwa einem Drittel der Papiere sitzen geblieben. Bei einem Angebot im Volumen von sechs Milliarden Euro hätten nur Anleihen im Wert von 3,64 Milliarden Euro einen neuen Besitzer gefunden.

Nach einer langen Abwärtsbewegung habe der DAX in den letzten Handelstagen seine Verluste nahezu ausgleichen können und mit -0,85% bei 6.089 Punkten geschlossen. Der STOXX 50 (-0,18%) und der S&P 500 (-0,22%) hätten den Berichtsmonat ebenfalls leichter beendet. Diese Aufholjagd sei auf den gemeinsamen Eingriff der EZB, US-Notenbank und weiterer Zentralbanken in den Geldmarkt zurückzuführen, die dem Finanzsystem mehr Liquidität in US-Dollar zur Verfügung stellen würden, um damit die derzeit angespannte Situation zu mildern. Der Euro habe während des Berichtsmonats gegenüber dem US-Dollar verloren, kurzzeitig bei 1,32 notiert und zum Monatsende bei 1,34 geschlossen.

Der Zinssatz des 3-Monats-Euribor, zu dem sich Banken untereinander Liquidität verschaffen würden, stehe mit 1,49% deutlich über den in 2010 markierten Tiefstständen. Die Leitzinsen würden vermutlich - mit einer kurzen Unterbrechung - weiter erhöht werden. Die Emittenten von Anleihen seien hinsichtlich der Bonität und des Bekanntheitsgrads eher unterdurchschnittlich. Die Risikoprämien für Unternehmensanleihen hätten sich aufgrund der sich zuspitzenden Schuldenkrise sehr volatil gezeigt. (Stand vom 30.11.2011) (13.12.2011/fc/a/f)





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