Börse Hamburg: Fondsumsätze im September bei rund 55 Mio. Euro


29.09.17 14:39
Börse Hamburg

Hamburg (www.fondscheck.de) - Die Umsätze im Fondshandel der Börse Hamburg erreichten im September ein Volumen von rund 55 Mio. Euro und lagen damit rund 6% unter dem Vormonat, so die Börse Hamburg.

Die Sommerferienzeit sei erst im September mit den großen Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg zu Ende gegangen. Damit sollten jetzt aber alle Marktteilnehmer zurück sein, um Anlageentscheidungen für die letzten Monate des Jahres treffen zu können.

Der Fondshandel werde von unterschiedlichen Faktoren beeinflusst. Neben der Sommerpause spiele insbesondere das Geschehen an den Aktienmärkten eine wichtige Rolle. Zwar hätten die Umsätze zum Beispiel bei den DAX 30-Werten im abgelaufenen Monat September wieder zulegen und das Kursniveau mit gut 12.700 Punkten ein neues Zwischenhoch markieren können, die Marktteilnehmer scheinen jedoch von einer gewissen Skepsis geprägt zu sein. Dafür könnten mehrere Faktoren verantwortlich sein.

Trotz positiver Konjunkturerwartungen für Deutschland (der ZEW-Index habe sich im September deutlich um 7 auf 17 Punkte verbessert) scheine das Anlegerpublikum nicht wirklich überzeugt zu sein. Zu den Belastungsfaktoren würden die weitere Zuspitzung der Eskalation zwischen den USA und Nordkorea, der starke Anstieg des Euro gegenüber dem US-Dollar seit Anfang des Jahres und damit erwartete Nachteile für die Exportindustrie sowie last but not least die Ungewissheit vor und nach der Bundestagswahl zählen. Letzteres dürfte über Wochen und Monate erhalten bleiben, denn auf dem Weg nach "Jamaika" müssten noch einige Klippen umschifft werden.

Die Meinungen im Hinblick auf die weitere wirtschaftliche Entwicklung in Europa, den USA und weltweit würden geteilt bleiben. Eine der spannendsten Fragen in diesem Zusammenhang sei: Wann würden die führenden Notenbanken anfangen, den gigantischen Liquiditätsschub der vergangenen Jahre zu drosseln bzw. sogar Liquidität abzuschöpfen? Würden sie dadurch die Weltkonjunktur abwürgen und sie zusätzlich diverse Staatshaushalte ins Wanken bringen?

Die Anleger würden eher zu einem defensiven Investitionsverhalten tendieren. Nicht umsonst würden unverändert offene Immobilienfonds (OIF) den Fondshandel an der Börse Hamburg dominieren. Neun der TOP 10 nach Umsatz würden zu dieser Assetklasse gehören, wobei die in Liquidation befindlichen OIFs zunehmend durch nicht in Abwicklung befindliche Fonds, wie zum Beispiel den hausInvest oder den Deka Immobilien Europa, abgelöst würden. Obwohl die Renditeerwartungen in dieser Assetklasse auf Sicht der nächsten Jahre eher moderat ausfallen dürften, würden sich die Anleger offensichtlich sehr wohl im Universum der Sachwerte fühlen.

Mit 6,3 Mio. Euro habe der CS EUROREAL im September den Spitzenplatz im Umsatzranking zurückerobert. Auf Platz zwei nach Umsatz sei mit 5,3 Mio. Euro der SEB Immoinvest (SIN DE0009802306/ WKN 980230) verwiesen worden, gefolgt vom hausInvest mit 2,6 Mio. Euro.

Einen bemerkenswerten Umsatz- und Performancesprung habe ein eher unbekannter Rohstofffonds vollzogen. Der Structured Solutions - Next Generation Resources Fund habe einen Monatsumsatz von rund 1,1 Mio. Euro erreicht und allein im September eine Performance von fast 11 Prozent erzielt. Dieser Fonds investiere vorzugsweise in Rohstoffunternehmen, die im Bereich der sogenannten "Next Generation Rohstoffe" aktiv seien. Hierbei handle es sich um Rohstoffe wie z. B. Lithium, Kobalt oder Grafit, die aufgrund neuer Technologien (u. a. für Elektrofahrzeuge) in Zukunft verstärkt benötigt würden.

Nachdem der Ölpreis seit Mitte Juni um 22 Prozent (WTI) bzw. 30 Prozent (Brent) habe zulegen können, gebe es auch bei den Energie-Fonds kein Halten mehr. Unter den TOP 10 nach Performance im Monatsvergleich würden sich ausschließlich Fonds mit dem Schwerpunkt Energie-Rohstoffe finden. Spitzenreiter im September sei mit plus 15 Prozent der Invesco Energy Fund gewesen, gefolgt vom Schroder Global Energy mit plus 14,5 Prozent. Auf Platz drei sei der BGF-World Energie Fund (ISIN LU0171301533 / WKN A0BMA5) mit einer Performance von plus 13,9 Prozent gelandet.

Auf der Verliererseite hätten sich in diesem Monat überwiegend Fonds mit dem Anlageschwerpunkt Türkei gefunden. Der HSBC GIF-Turkey Equity habe rund 11,8 Prozent verloren, der Türkisfund-Equities und der DWS Türkei (ISIN LU0209404259 / WKN A0DPW3) hätten 11,2 bzw. 11 Prozent verloren.

Top-10 der Fonds nach Umsatz an der Börse Hamburg im September 2017:

Fondsname/ Umsatz in Mio. Euro

1. CS EUROREAL/ 6,3
2. SEB ImmoInvest/ 5,3
3. hausInvest/ 2,6
4. CS EUROREAL CHF-Tranche/ 2,5
5. KanAm grundinvest/ 2,2
6. Deka-Immobilien Europa/ 2,1
7. WERTGRUND WohnSelect/ 1,6
8. AXA Immoselect/ 1,4
9. grundbesitz europa ISIN DE0009807008 / WKN 980700)/ 1,3
10. Struct. Sol.- Next Generation Res. Fund/ 1,1 (Quelle: Börse Hamburg, Fondsumsätze vom 01.09.2017 bis einschließlich 29.09.2017) (29.09.2017/fc/a/f)






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40,42 € 40,41 € 0,01 € +0,02% 17.04./11:47
 
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DE0009807016 980701 41,89 € 39,74 €
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