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Brexit-Referendum am Devisenmarkt handeln
20.05.16 11:10
Saxo Bank
Kopenhagen (www.fondscheck.de) - "Das am 23. Juni stattfindende Referendum um einen Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union fesselt den Devisenmarkt - insbesondere hinsichtlich der Auswirkungen auf den Wechselkurs des Sterling", so John J. Hardy, Devisenexperte bei der Saxo Bank.
Händler sollten dem Ereignis angesichts der potentiell sehr hohen kurzfristigen Volatilität im Falle eines Brexit mit großer Vorsicht begegnen. "Der Vorteil das Referendum durch Währungsoptionen zu handeln besteht allerdings in der Möglichkeit, dass ein begrenztes und absehbares Risiko eingegangen werden kann. Man riskiert nicht mehr als die Prämie auf eine Long-Position", so Hardy
Strategien im Zusammenhang mit dem Spotmarkt seien allerdings zu risikoreich. "Wir ziehen nur Strategien mit Standardoptionen in Betracht, die long bei Volatilität gehen oder größere Risiken beschränken. Bei Letzterem ist vermutlich der einfachste Weg - um bei Volatilität short zu gehen und unnötige Risiken zu vermeiden - No Touch-Optionen zu kaufen", so Hardy. Diese brächten zum Ausdruck, dass sich der Markt nicht allzu weit in eine bestimmte Richtung bewege.
Händler, die sich um die langfristige Perspektive des Sterling sorgen würden, sollten das Leistungsbilanzdefizit Großbritanniens beachten - mit 5 bis 6 Prozent des BIP das größte unter allen Industrieländern. "Es besteht das Risiko, dass der übermäßige Fokus auf den Brexit die Aufmerksamkeit von noch größeren Problemen der Währung in der Zukunft ablenkt", so Hardy.
Insofern seien langlaufende Put-Spreads von drei oder mehr Monaten eine Möglichkeit für Investoren, die bärisch gegenüber den Britischen Pfund seien, relativ hoch gehebelte Downside-Trades mit limitiertem Risiko einzugehen. "Die Prämien für größere Out-of-the-Money-Verkaufsoptionen sind aufgrund der Ängste um einen Brexit attraktiv", habe Hardy abschließend gesagt. (20.05.2016/fc/a/m)
Händler sollten dem Ereignis angesichts der potentiell sehr hohen kurzfristigen Volatilität im Falle eines Brexit mit großer Vorsicht begegnen. "Der Vorteil das Referendum durch Währungsoptionen zu handeln besteht allerdings in der Möglichkeit, dass ein begrenztes und absehbares Risiko eingegangen werden kann. Man riskiert nicht mehr als die Prämie auf eine Long-Position", so Hardy
Händler, die sich um die langfristige Perspektive des Sterling sorgen würden, sollten das Leistungsbilanzdefizit Großbritanniens beachten - mit 5 bis 6 Prozent des BIP das größte unter allen Industrieländern. "Es besteht das Risiko, dass der übermäßige Fokus auf den Brexit die Aufmerksamkeit von noch größeren Problemen der Währung in der Zukunft ablenkt", so Hardy.
Insofern seien langlaufende Put-Spreads von drei oder mehr Monaten eine Möglichkeit für Investoren, die bärisch gegenüber den Britischen Pfund seien, relativ hoch gehebelte Downside-Trades mit limitiertem Risiko einzugehen. "Die Prämien für größere Out-of-the-Money-Verkaufsoptionen sind aufgrund der Ängste um einen Brexit attraktiv", habe Hardy abschließend gesagt. (20.05.2016/fc/a/m)


