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CFTC will Rohstoff-Spekulationen bremsen
21.12.10 10:16
Rohstoff-Trader
Gerbrunn (aktiencheck.de AG) - Untersuchungen der amerikanischen Terminbörsenaufsicht Commodity Futures Trading Commission (CFTC) haben ergeben, dass die nachweisbaren Zahlen der Spekulanten im Bereich der Rohstoffe so hoch ist wie noch nie, so die Experten vom "Rohstoff-Trader".
Zu den Rohstoffspekulanten würden die Marktteilnehmer zugeordnet, die mit Rohstoff-Derivaten wie zum Beispiel Futures oder Optionen handeln würden.
Die CFTC entwickle nun ein Konzept, welches die Zahl der Spekulanten in Zukunft verringern solle. Vorgeschlagen worden sei diese Woche, das zur Verfügung stehende und handelbare Volumen der Positionen zu limitieren. Das heiße, Investoren würden nun einen "Positionslimit" erhalten, mit der sie nur eine bestimmte Anzahl an Positionen eingehen könnten. Mithilfe solcher Limits wolle die Börse extreme Kursbewegungen, wie zuletzt im Kupfer-Future zum Beispiel, verhindern. Die CFTC arbeite schon seit längerem an einem solchen Konzept, habe aber aufgrund des hohen Komplexitätsgrades den Zeitrahmen bis jetzt nicht einhalten können.
Die ausgearbeiteten Vorschläge müssten nach der Ausarbeitung vorerst am US-Kongress vorbei. Bis die neuen Regeln dann jeweils akzeptiert und eingeführt würden, könne es also noch Monate dauern. Die CFTC wolle vor allem Positionslimits für die Rohstoffe Öl, Erdgas, Metalle und Agrarrohstoffe einführen. Für andere Rohstoffe, wie zum Beispiel Mais, Weizen oder Baumwolle seien schon Limits eingeführt worden.
Der Rohstoff-Markt bestehe nicht nur aus Spekulanten. Würden gewisse Limits eingeführt, würden auch Banken oder Unternehmen leiden, die sich am Rohstoffmarkt absichern müssten. Bei größeren Positionen hätten beispielsweise Ölunternehmen Probleme, sich gegen Preisschwankungen hedgen zu können. Falls die CFTC aber den Geschäftsbanken eine Erlaubnis erteile, im Auftrag ihrer Kunden Absicherungsgeschäfte am Rohstoffmarkt tätigen zu können, werde schwer nachweisbar sein, ob die Bank nun im Auftrag eines Kunden oder eigenen Interesse handle.
Darüber hinaus müsse die Terminbörsenaufsicht, um Positionslimits einzuführen, die gesamt Größe des Marktes und des gehandelten Volumens kennen. Dadurch dass die meisten Geschäfte aber OTC (außerbörslich) stattfinden würden, könne die CFTC den Markt nicht genau einschätzen. Das Einführen von Limits sei aber nur dann möglich und sollte erst dann Sinn machen, wenn das gesamte Volumen am Markt bekannt sei. (21.12.2010/ac/a/m)
Zu den Rohstoffspekulanten würden die Marktteilnehmer zugeordnet, die mit Rohstoff-Derivaten wie zum Beispiel Futures oder Optionen handeln würden.
Die ausgearbeiteten Vorschläge müssten nach der Ausarbeitung vorerst am US-Kongress vorbei. Bis die neuen Regeln dann jeweils akzeptiert und eingeführt würden, könne es also noch Monate dauern. Die CFTC wolle vor allem Positionslimits für die Rohstoffe Öl, Erdgas, Metalle und Agrarrohstoffe einführen. Für andere Rohstoffe, wie zum Beispiel Mais, Weizen oder Baumwolle seien schon Limits eingeführt worden.
Der Rohstoff-Markt bestehe nicht nur aus Spekulanten. Würden gewisse Limits eingeführt, würden auch Banken oder Unternehmen leiden, die sich am Rohstoffmarkt absichern müssten. Bei größeren Positionen hätten beispielsweise Ölunternehmen Probleme, sich gegen Preisschwankungen hedgen zu können. Falls die CFTC aber den Geschäftsbanken eine Erlaubnis erteile, im Auftrag ihrer Kunden Absicherungsgeschäfte am Rohstoffmarkt tätigen zu können, werde schwer nachweisbar sein, ob die Bank nun im Auftrag eines Kunden oder eigenen Interesse handle.
Darüber hinaus müsse die Terminbörsenaufsicht, um Positionslimits einzuführen, die gesamt Größe des Marktes und des gehandelten Volumens kennen. Dadurch dass die meisten Geschäfte aber OTC (außerbörslich) stattfinden würden, könne die CFTC den Markt nicht genau einschätzen. Das Einführen von Limits sei aber nur dann möglich und sollte erst dann Sinn machen, wenn das gesamte Volumen am Markt bekannt sei. (21.12.2010/ac/a/m)


