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Capitulum Weltzins-Invest Universal Fonds: Globale Zinsanlagen bieten immer Chancen - Fondsanalyse
08.04.22 12:30
Universal-Investment-GmbH
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Für Anleger wird es immer schwieriger, positive Erträge an den Zinsmärkten zu erzielen, so die Experten der Universal-Investment-GmbH in ihrer aktuellen Ausgabe von "ChampionsNews".
Denn neben den ohnehin schon mageren Erträgen würden jetzt zunehmend Kursverluste bei wieder anziehenden Zinsraten drohen. Trotzdem würden sich mit aktiv gesteuerten Strategien noch immer ansehnliche Renditen erzielen lassen. Welche Möglichkeiten genau das gegenwärtige Umfeld für Zinsanleger biete, erkläre Lutz Röhmeyer, Geschäftsführer für das Portfolio Management der Capitulum Asset Management. Er gehe näher darauf ein, warum in seinen Augen Anleihen in lokalen Währungen eine Lösung seien und warum der Capitulum Weltzins-Invest Universal (ISIN DE000A2H7NV9 / WKN A2H7NV, AK P; ISIN DE000A2H7NU1 / WKN A2H7NU, AK I) gerade jetzt sehr vielversprechend sein könnte.
"ChampionsNews": Zum ohnehin anhaltend niedrigen Zinsniveau kommt zusätzlich Gegenwind durch langsam wieder steigende Zinsen. Was kann der Anleger noch tun?
Lutz Röhmeyer: Attraktive Zinsanlagen zu finden, insbesondere im Euro-Raum, war schon in den letzten Jahren bekanntermaßen nicht einfach. Doch während Sparer auf den Konten überwiegend von "Verwahrentgelten" belastet werden, leiden Besitzer länger laufender Anleihen nun zusätzlich unter Kursverlusten bei anziehenden Zinsniveaus. Selbst wenn Risikoanlagen wie Aktien im aktuellen Umfeld noch vielversprechend bleiben sollten, gehören Rentenanlagen aufgrund ihrer hervorragenden Korrelationseigenschaften als Stabilisator in jedes gut diversifizierte Portfolio. Um jedoch laufende Zinserträge und daraus planbare Ausschüttungen zu generieren, ist es sowohl für institutionelle Investoren als auch Kleinsparer wichtig, sich nach aktiv gesteuerten Strategien umzusehen, die auch in dem nun vor uns liegenden Umfeld realistische Chancen bieten.
Bieten sich hierbei auch Zinsanlagen in Fremdwährung an?
Oftmals beobachten wir, dass sich Investoren im Sinne des Home Bias ausschließlich auf hiesige Zinsangebote beschränken. Anders als bei ihren Investments in Aktien werden damit die sich global bietenden Chancen aber ausgeblendet. Während deutsche Anleihen zumeist negativ rentieren und die bisher maßgeblichen Kursgewinne wohl nicht mehr realisierbar sind, können global noch immer sehr attraktive Kuponeinnahmen erzielt werden. Eine Möglichkeit ist, die deutlich höheren Zinsniveaus anderer Währungsmärkte zu nutzen. So sind andere Zentralbanken bei ihren Zinserhöhungen bereits deutlich aktiver als die EZB und offerieren selbst nach Abzug der Inflationsraten wieder positive Realzinsen. Hier bietet sich natürlich keine Einzelwette für eine sinnvolle Umsetzung an. Wir sehen nicht einmal in den gängigen, konzentrierten Indizes für Anleihen in lokalen Währungen die Lösung für ein wirklich globales Zinsportfolio außerhalb des Euro.
Was ist das Besondere am Ansatz von Capitulum Asset Management?
Anleger an den globalen Rentenmärkten sollten stets die drei wesentlichen Faktoren Bonität, Duration und Wechselkurs im Auge haben. Wir wollen die aktuell sehr attraktive jährliche Ablaufrendite, den Carry, von etwa neun Prozent aus unserem Exposure in Fremdwährung generieren. Bei einer Absicherung der Währungen würden wir sie sofort wieder aufgeben, so dass wir bei einer hohen Diversifikation über rund 70 verschiedene Valuten auf einen natürlichen Ausgleich untereinander setzen. Dies hat beispielsweise im vergangenen Jahr hervorragend funktioniert. Die beiden anderen Faktoren Bonität und Duration wollen wir dagegen möglichst ausschließen. Risiken aus einer schlechten Schuldnerqualität vermeiden wir durch den Fokus auf Anleihen, die von Emittenten mit besten Ratings begeben werden. Hier bevorzugen wir insbesondere weltweit agierende Förderbanken, die zugleich einen nachhaltigen Zweck erfüllen und über entsprechende ESG-Ratings verfügen. Schwankungen, die aus Veränderungen der einzelnen Zinsniveaus resultieren, senken wir durch unser Laufzeitenmanagement über ein Leiterportfolio mit durchschnittlich drei Jahren Restlaufzeit. So kann über gestaffelte Fälligkeiten sogar von steigenden Zinsraten bei der Wiederanlage profitiert werden. In einem Portfolio aus insgesamt etwa 500 Anleihen kommt es dabei regelmäßig zu Rückzahlungen, die dann eher antizyklisch in neue Papiere investiert werden.
Bei Ihrer breiten Streuung rund um den Erdball sind Sie natürlich auch von regional auftretenden Krisen tangiert. Wie agieren Sie beispielsweise im Konflikt in der Ukraine?
In der Tat sind wir trotz unseres eher konservativen und von einer ruhigen Hand geführten Investmentansatzes durch die immer wieder auftretenden Ereignisse angehalten, geeignete Anpassungen im Portfolio vorzunehmen. Wichtigste Voraussetzung ist es aber, einzelne Länder in der Allokation auf eine Gewichtung von maximal drei Prozent zu beschränken, womit wir übrigens deutlich von den gängigen Branchenindizes abweichen. Da wir durch die Konzentration auf supranationale Emittenten mit bester Bonität eigentlich keine Ausfallrisiken haben, reduzieren sich die Risiken wie im Falle des Krieges in der Ukraine fast ausschließlich auf die angepasste Bewertung der Währungen der betroffenen Länder und die rasch einsetzende Illiquidität des Wertpapierhandels. Im Zuge der späteren Normalisierung des Rentenhandels schließt sich dann die Entscheidung an, ob und mit welchem Gewicht wir zukünftig in diesen Märkten investiert sein wollen.
Was raten Sie Anlegern, die keine Währungsrisiken eingehen wollen oder dürfen?
Anleger, die ausschließlich in Euro investieren dürfen oder möchten, müssen für positive Erträge andere Risiken eingehen. In erster Linie bedeutet das wohl Abstriche in der Bonität. Da die dafür am Markt gezahlten Aufschläge mittlerweile immer schwerer einzuschätzen sind, bietet sich ein aktiv gemanagtes Produkt an. Wenn Anleger drohende Risiken vor dem Hintergrund wieder anziehender Kapitalmarktzinsen vermeiden möchten, bieten sich Fonds mit kurzer Duration an, wie der Capitulum Rentenstrategie optimiert Universal (ISIN DE000A2H7NT3 / WKN A2H7NT, AK P; ISIN DE000A2H7NS5 / WKN A2H7NS, AK I). (Ausgabe 1/2022) (08.04.2022/fc/a/f)
Denn neben den ohnehin schon mageren Erträgen würden jetzt zunehmend Kursverluste bei wieder anziehenden Zinsraten drohen. Trotzdem würden sich mit aktiv gesteuerten Strategien noch immer ansehnliche Renditen erzielen lassen. Welche Möglichkeiten genau das gegenwärtige Umfeld für Zinsanleger biete, erkläre Lutz Röhmeyer, Geschäftsführer für das Portfolio Management der Capitulum Asset Management. Er gehe näher darauf ein, warum in seinen Augen Anleihen in lokalen Währungen eine Lösung seien und warum der Capitulum Weltzins-Invest Universal (ISIN DE000A2H7NV9 / WKN A2H7NV, AK P; ISIN DE000A2H7NU1 / WKN A2H7NU, AK I) gerade jetzt sehr vielversprechend sein könnte.
"ChampionsNews": Zum ohnehin anhaltend niedrigen Zinsniveau kommt zusätzlich Gegenwind durch langsam wieder steigende Zinsen. Was kann der Anleger noch tun?
Lutz Röhmeyer: Attraktive Zinsanlagen zu finden, insbesondere im Euro-Raum, war schon in den letzten Jahren bekanntermaßen nicht einfach. Doch während Sparer auf den Konten überwiegend von "Verwahrentgelten" belastet werden, leiden Besitzer länger laufender Anleihen nun zusätzlich unter Kursverlusten bei anziehenden Zinsniveaus. Selbst wenn Risikoanlagen wie Aktien im aktuellen Umfeld noch vielversprechend bleiben sollten, gehören Rentenanlagen aufgrund ihrer hervorragenden Korrelationseigenschaften als Stabilisator in jedes gut diversifizierte Portfolio. Um jedoch laufende Zinserträge und daraus planbare Ausschüttungen zu generieren, ist es sowohl für institutionelle Investoren als auch Kleinsparer wichtig, sich nach aktiv gesteuerten Strategien umzusehen, die auch in dem nun vor uns liegenden Umfeld realistische Chancen bieten.
Bieten sich hierbei auch Zinsanlagen in Fremdwährung an?
Was ist das Besondere am Ansatz von Capitulum Asset Management?
Anleger an den globalen Rentenmärkten sollten stets die drei wesentlichen Faktoren Bonität, Duration und Wechselkurs im Auge haben. Wir wollen die aktuell sehr attraktive jährliche Ablaufrendite, den Carry, von etwa neun Prozent aus unserem Exposure in Fremdwährung generieren. Bei einer Absicherung der Währungen würden wir sie sofort wieder aufgeben, so dass wir bei einer hohen Diversifikation über rund 70 verschiedene Valuten auf einen natürlichen Ausgleich untereinander setzen. Dies hat beispielsweise im vergangenen Jahr hervorragend funktioniert. Die beiden anderen Faktoren Bonität und Duration wollen wir dagegen möglichst ausschließen. Risiken aus einer schlechten Schuldnerqualität vermeiden wir durch den Fokus auf Anleihen, die von Emittenten mit besten Ratings begeben werden. Hier bevorzugen wir insbesondere weltweit agierende Förderbanken, die zugleich einen nachhaltigen Zweck erfüllen und über entsprechende ESG-Ratings verfügen. Schwankungen, die aus Veränderungen der einzelnen Zinsniveaus resultieren, senken wir durch unser Laufzeitenmanagement über ein Leiterportfolio mit durchschnittlich drei Jahren Restlaufzeit. So kann über gestaffelte Fälligkeiten sogar von steigenden Zinsraten bei der Wiederanlage profitiert werden. In einem Portfolio aus insgesamt etwa 500 Anleihen kommt es dabei regelmäßig zu Rückzahlungen, die dann eher antizyklisch in neue Papiere investiert werden.
Bei Ihrer breiten Streuung rund um den Erdball sind Sie natürlich auch von regional auftretenden Krisen tangiert. Wie agieren Sie beispielsweise im Konflikt in der Ukraine?
In der Tat sind wir trotz unseres eher konservativen und von einer ruhigen Hand geführten Investmentansatzes durch die immer wieder auftretenden Ereignisse angehalten, geeignete Anpassungen im Portfolio vorzunehmen. Wichtigste Voraussetzung ist es aber, einzelne Länder in der Allokation auf eine Gewichtung von maximal drei Prozent zu beschränken, womit wir übrigens deutlich von den gängigen Branchenindizes abweichen. Da wir durch die Konzentration auf supranationale Emittenten mit bester Bonität eigentlich keine Ausfallrisiken haben, reduzieren sich die Risiken wie im Falle des Krieges in der Ukraine fast ausschließlich auf die angepasste Bewertung der Währungen der betroffenen Länder und die rasch einsetzende Illiquidität des Wertpapierhandels. Im Zuge der späteren Normalisierung des Rentenhandels schließt sich dann die Entscheidung an, ob und mit welchem Gewicht wir zukünftig in diesen Märkten investiert sein wollen.
Was raten Sie Anlegern, die keine Währungsrisiken eingehen wollen oder dürfen?
Anleger, die ausschließlich in Euro investieren dürfen oder möchten, müssen für positive Erträge andere Risiken eingehen. In erster Linie bedeutet das wohl Abstriche in der Bonität. Da die dafür am Markt gezahlten Aufschläge mittlerweile immer schwerer einzuschätzen sind, bietet sich ein aktiv gemanagtes Produkt an. Wenn Anleger drohende Risiken vor dem Hintergrund wieder anziehender Kapitalmarktzinsen vermeiden möchten, bieten sich Fonds mit kurzer Duration an, wie der Capitulum Rentenstrategie optimiert Universal (ISIN DE000A2H7NT3 / WKN A2H7NT, AK P; ISIN DE000A2H7NS5 / WKN A2H7NS, AK I). (Ausgabe 1/2022) (08.04.2022/fc/a/f)
Aktuelle Kursinformationen mehr >
| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 83,14 € | 83,22 € | - € | 0,00% | 01.01./01:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE000A2H7NV9 | A2H7NV | 83,75 € | 80,17 € | |
Werte im Artikel




