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China Flash-PMI: Strohfeuer oder Silberstreif am Horizont?
24.07.12 09:48
Nord LB
Hannover (www.aktiencheck.de) - Heute früh wurde den Märkten ein erstes Indiz für den Start der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft in das 3. Quartal 2012 gewährt, so die Analysten der Nord LB.
Die wichtige Vorabauswertung des HSBC PMI für das Verarbeitende Gewerbe für den Monat Juli dürfte aber auch von Peking selbst mit einer gewissen Spannung erwartet worden sein. Schließlich sei durch die Politik zuletzt eine deutlich expansivere Gangart eingeschlagen worden, um die zunehmend schwächelnde Konjunktur im Reich der Mitte wieder zu mobilisieren. Die Schnellschätzung des viel beachteten finalen HSBC PMI dürfe mit einem Anstieg um 1,4 Punkte auf 49,5 Zähler ohne Umschweife als positive Überraschung bewertet werden (Nord LB-Prognose: 48,5).
Zwar hätten die Analysten nach den beiden Leitzinssenkungen am 7. Juni und 5. Juli 2012 eine moderate Gegenbewegung erwartet; sollte die Schnellschätzung durch den finalen Wert bestätigt werden, würde aber der stärkste Anstieg seit Oktober 2010 vorliegen. Zudem bewege sich der Umfrage zufolge die chinesische Wirtschaft wieder in Richtung der wichtigen 50-Punkte-Marke. Besonders beflügelt worden sei dieser starke Anstieg durch die Subkomponente zur Produktion, die im Juli von 49,3 auf 51,2 Zähler habe klettern können. Eine durchaus erfreuliche Entwicklung, die nicht zuletzt den geldpolitischen und fiskalischen Maßnahmen geschuldet sein dürfte.
Die Marktreaktionen seien entsprechend freundlich ausgefallen, was wenig überrasche. Schließlich habe auch die Volksrepublik zuletzt mit einer zunehmend schwächeren Wirtschaftsentwicklung zu kämpfen gehabt. Das BIP-Wachstum sei im 2. Quartal 2012 mit 7,6% Y/Y so schwach gewesen wie seit 13 Quartalen nicht mehr und einige "Chinabären" hätten schon das 7,5%-Wachstumsziel für 2012 gefährdet gesehen.
Auch wenn die so genannte harte Landung nach diesem beachtlichen Start in das 3. Quartal eher unwahrscheinlich geworden sei, sollte der starke Flash-PMI nicht zum Anlass genommen werden, voll umfassend Entwarnung zu geben. Wie auch der gegenüber dem US-Dollar schwache Yuan der vergangenen Wochen gezeigt habe, könne sich die lange Zeit als extrem unterbewertet angesehene Volkswährung einem gewissen Druck am Devisenmarkt nicht entziehen - die Zeit der langsamen und stetigen Aufwertung scheine vorüber.
Angesichts der andauernden Staatsschuldenkrise in der Eurozone und einem zuletzt etwas nachlassenden Aufschwung in den USA bleibe zudem der Exportsektor die Achillesferse der chinesischen Volkswirtschaft, zumindest so lange der Binnenmarkt die Lücke noch nicht füllen könne.
Unter dem Strich würden die Analysten ihre Einschätzung bestätigt sehen, dass das Reich der Mitte im 3. Quartal zu einer moderaten Erholung ansetzen werde. Weitere wohldosierte Fiskalmaßnahmen (so z. B. im Transportwesen) und mindestens eine weitere Zinssenkung in 2012 sollten das Wachstum an die 8%-Marke bringen. Peking werde viel daran setzen, die freundlichere Stimmung nicht bei einem Strohfeuer zu belassen.
Die Volksrepublik lege einen beachtlichen Start in das 3. Quartal hin. Dies sei ein wichtiges Indiz dafür, dass China die weiche Landung - nicht zuletzt dank des neuen Expansionskurses der Regierung - langsam abstreife. Mit weiteren Maßnahmen Pekings sei zu rechnen; schließlich solle es nicht bei einem Strohfeuer geblieben sein. (24.07.2012/ac/a/m)
Die wichtige Vorabauswertung des HSBC PMI für das Verarbeitende Gewerbe für den Monat Juli dürfte aber auch von Peking selbst mit einer gewissen Spannung erwartet worden sein. Schließlich sei durch die Politik zuletzt eine deutlich expansivere Gangart eingeschlagen worden, um die zunehmend schwächelnde Konjunktur im Reich der Mitte wieder zu mobilisieren. Die Schnellschätzung des viel beachteten finalen HSBC PMI dürfe mit einem Anstieg um 1,4 Punkte auf 49,5 Zähler ohne Umschweife als positive Überraschung bewertet werden (Nord LB-Prognose: 48,5).
Zwar hätten die Analysten nach den beiden Leitzinssenkungen am 7. Juni und 5. Juli 2012 eine moderate Gegenbewegung erwartet; sollte die Schnellschätzung durch den finalen Wert bestätigt werden, würde aber der stärkste Anstieg seit Oktober 2010 vorliegen. Zudem bewege sich der Umfrage zufolge die chinesische Wirtschaft wieder in Richtung der wichtigen 50-Punkte-Marke. Besonders beflügelt worden sei dieser starke Anstieg durch die Subkomponente zur Produktion, die im Juli von 49,3 auf 51,2 Zähler habe klettern können. Eine durchaus erfreuliche Entwicklung, die nicht zuletzt den geldpolitischen und fiskalischen Maßnahmen geschuldet sein dürfte.
Auch wenn die so genannte harte Landung nach diesem beachtlichen Start in das 3. Quartal eher unwahrscheinlich geworden sei, sollte der starke Flash-PMI nicht zum Anlass genommen werden, voll umfassend Entwarnung zu geben. Wie auch der gegenüber dem US-Dollar schwache Yuan der vergangenen Wochen gezeigt habe, könne sich die lange Zeit als extrem unterbewertet angesehene Volkswährung einem gewissen Druck am Devisenmarkt nicht entziehen - die Zeit der langsamen und stetigen Aufwertung scheine vorüber.
Angesichts der andauernden Staatsschuldenkrise in der Eurozone und einem zuletzt etwas nachlassenden Aufschwung in den USA bleibe zudem der Exportsektor die Achillesferse der chinesischen Volkswirtschaft, zumindest so lange der Binnenmarkt die Lücke noch nicht füllen könne.
Unter dem Strich würden die Analysten ihre Einschätzung bestätigt sehen, dass das Reich der Mitte im 3. Quartal zu einer moderaten Erholung ansetzen werde. Weitere wohldosierte Fiskalmaßnahmen (so z. B. im Transportwesen) und mindestens eine weitere Zinssenkung in 2012 sollten das Wachstum an die 8%-Marke bringen. Peking werde viel daran setzen, die freundlichere Stimmung nicht bei einem Strohfeuer zu belassen.
Die Volksrepublik lege einen beachtlichen Start in das 3. Quartal hin. Dies sei ein wichtiges Indiz dafür, dass China die weiche Landung - nicht zuletzt dank des neuen Expansionskurses der Regierung - langsam abstreife. Mit weiteren Maßnahmen Pekings sei zu rechnen; schließlich solle es nicht bei einem Strohfeuer geblieben sein. (24.07.2012/ac/a/m)
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