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China Geldpolitik-Straffung gut verkraftet


01.10.07 14:18
cominvest

Haar (aktiencheck.de AG) - In China haben die Finanzmärkte die wiederholte Straffung der Geldpolitik bislang gut verkraftet, so die Analysten von cominvest.

Dies unterstreiche die Zuversicht, dass das schrittweise Vorgehen der Notenbank nicht die Wachstumsdynamik gefährde. Die Notenbank folge mit den Zinserhöhungen bislang lediglich der Preisentwicklung. Für die chinesischen Anleger ändere sich daher trotz der Straffung der Geldpolitik nichts an der Attraktivität von Bankeinlagen, da die Inflationsrate mit 6,5% in August auch nach der Zinserhöhung deutlich über dem Einlagenzins von 3,87% liege.

Vor diesem Hintergrund sei kaum mit einer Dämpfung der Kursentwicklung an den chinesischen Börsen oder der Preisentwicklung im Immobiliensektor zu rechnen. Um die Entwicklungen zu dämpfen bzw. eine gesteuerte Gegenbewegung einzuleiten, sei daher eine weitere Liberalisierung des Kapitalverkehrs für die privaten chinesischen Haushalte zu erwarten. Die jetzige Verzögerung bei der Umsetzung einer direkten Anlagemöglichkeit für private chinesische Haushalte im Ausland dürfte deshalb nur von kurzer Dauer sein. Die Aktienmärkte in Hongkong und in den Nachbarstaaten könnten von dieser Entwicklung nur profitieren.

Die Erhöhung der Verbrauchsteuer um 2,0% im Juli habe in Singapur den Privaten Verbrauch stärker belastet als erwartet. Die Einzelhandelsumsätze hätten im Juli einen Rückgang um 1,7% gegenüber Vorjahr nach einem Anstieg um 14,9% im Juni verbucht. Insbesondere die Autoverkäufe seien als Folge der Steuererhöhung eingebrochen. Die Analysten würden jedoch nicht damit rechnen, dass sich dieser Sondereffekt in den kommenden Monaten fortsetze. Vielmehr erwarte man, dass die Verbesserung der Beschäftigungslage, steigende Einkommen und der positive Preistrend bei Immobilien den Privaten Verbrauch um durchschnittlich 4,0% jährlich im Zeitraum 2007/08 zulegen lassen würden.

Die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Indien-Regierung für vorgezogene Neuwahlen entscheide, sei in den letzten Monaten gestiegen. Ausschlaggebend seien die Spannungen zwischen der Regierungskoalition und den Kommunisten, die die Regierung im Parlament unterstütze, aber gegen das Nuklearabkommen mit den USA sei. Gleichwohl scheine sich die Stimmungslage in der Öffentlichkeit schrittweise zugunsten der Regierung zu drehen. Davon könnte die dominierende Kongress-Partei profitieren. Zudem erscheine die oppositionelle BJP nicht gut aufgestellt, um den Wählern eine alternative Perspektive zur aktuellen Regierungspolitik zu bieten. (01.10.2007/ac/a/m)