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China erneute Preiskontrollen


13.12.10 10:37
Rohstoff-Trader

Gerbrunn (aktiencheck.de AG) - Die Volksrepublik China kämpft schon seit geraumer Zeit gegen eines ihrer größten Probleme, der Inflation, so die Experten vom "Rohstoff-Trader".

Ein Grund für die steigenden Preise würden Experten zum Beispiel darin sehen, dass in den letzten Wochen immer mehr Geld in die Märkte gepumpt worden sei. Die hohe Liquidität auf den Märkten treibe die Preise und verschone auch die Volksrepublik nicht. Im Oktober dieses Jahres habe die Inflationsquote im Reich der Mitte bereits 4,4 Prozent betragen. Im November habe der Anstieg sogar 10 Prozent betragen und sorge nun für Unruhen in der Bevölkerung. Die amerikanische National Inflation Association habe sogar einen Preisanstieg von 20 Prozent für Obst und Gemüse ermittelt. Aufgrund der erhöhten Lebensmittelpreise würden Unternehmen wie zum Beispiel McDonald's (ISIN US5801351017/ WKN 856958) Preiserhöhungen vornehmen müssen.

Die steigenden Preise würden nicht nur ansässige Firmen, sondern auch die gesamte Bevölkerung belasten. Die China Banking Regulatory Commission habe mitgeteilt, dass es in der Volksrepublik bereits an bestimmen Nahrungsmitteln mangle. Vor allem an Zucker und Mais solle es mangeln. Auch würden die Baumwoll-Reserven knapper. Um die Preissteigerungsrate niedrig zu halten und Proteste zu verhindern, verkaufe das Land inzwischen Lebensmittel aus der eigenen Reserve. Dies solle die steigende Inflationsrate "ein wenig" dämpfen.

Um das Problem der Inflation in den Griff zu bekommen, versuche die Volksrepublik China Preiskontrollen einzuführen. Strenge Preiskontrollen und harte Strafen gegen Gesetzesbrecher sollten die Lebensmittelpreise in China wieder stabilisieren. Ob die Preiskontrollen wirklich etwas bewirken würden, könne bezweifelt werden. 2007 und 2008 habe die Volksrepublik auch Preiskontrollen eingeführt. Die Umsetzung und die harten Kontrollen hätten jedoch ihre Funktion nicht erfüllen können. Selbst Experten würden eine solche Methode bezweifeln. Vielmehr diene der Ausruf von Preiskontrollen dazu, die Bevölkerung zu beruhigen.

Als Alternative zu den Preiskontrollen hätte China eine andere Lösungsmöglichkeit. Die Volksrepublik habe die Option ihre eigene Währung aufzuwerten. Durch die Aufwertung des Yuans könnte China das Inflationsproblem lösen. Eine Aufwertung würde aber den Export der Chinesen sehr stark belasten. Genau das wolle die Regierung verhindern. (13.12.2010/ac/a/m)