Comgest-Fonds: Was Marathonläufer und Aktienmärkte verbindet - Fondsanalyse


23.07.24 11:42
Comgest

Paris (www.fondscheck.de) - Bald sind die Augen der Welt wieder auf Paris gerichtet, denn dort finden von 26. Juli bis 11. August die Olympischen Sommerspiele statt, so die Experten von Comgest im Kommentar zum "Comgest Growth Europe Compounders", "Comgest Growth Global Compounders" und "Comgest Growth Japan Compounders".

Einer der populärsten Wettkämpfe sei der Marathonlauf, der sich über 42,195 Kilometer erstrecke und zu einer Medaillenjagd auf historischen Spuren werde. Dabei hätten jene Läufer die besten Chancen, die Ausdauer sowie Widerstandsfähigkeit zeigen und ihr Tempo auf Dauer halten würden. Auch am Aktienmarkt seien diese Eigenschaften gefragt. Wolfgang Fickus, Produktspezialist bei der Fondsboutique Comgest, erläutere, was hier Marathonläufer von Sprintern unterscheide.

Im Jahr 2023 sei die Zahl der Unternehmen weltweit auf etwa 333 Millionen geschätzt worden. Laut der U.S. Small Business Administration würden allerdings 50 Prozent der Unternehmen nicht einmal die ersten fünf Jahre überleben, und nur 25 Prozent würden es schaffen, älter als fünfzehn Jahre zu werden. Firmen, die über viele Jahre ihre Marktstellung hätten ausbauen können, hätten also gute Chancen, ihr Wachstumstempo beizubehalten und den Gewinnmarathon zu laufen. Im Gegensatz zum menschlichen Leben steige die Lebenserwartung dieser Unternehmen mit zunehmendem Alter, da diese Marathonläufer im Laufe der Jahre schier unüberwindbare wirtschaftliche Burggräben aufbauen würden. Diese Marathonläufer der Aktienmärkte - Fickus nenne sie "Compounders" - würden im hohen einstelligen Bereich wachsen, das aber konstant über lange Zeiträume. Wie die Marathonläufer bei den Olympischen Spielen würden diese Compounder über besondere Eigenschaften verfügen, die es ihnen ermöglichen würden, langfristig erfolgreich zu sein:

1. Marathonläufer eien widerstandsfähig und visibel

Marathonläufer-Unternehmen hätten ein Erfolgsrezept, um Wettbewerber hinter sich zu lassen und ihre Branchen zu dominieren: In schwierigen Marktphasen würden sie die Grundlagen ihrer Geschäftsmodelle stärken und sich auf Produkte und Dienstleistungen fokussieren, deren Nachfrage hoch bleibe. Im Laufe ihres Bestehens würden sie immer mehr Momentum ansammeln und erfolgreich über alle Marktphasen wachsen. Diesen "Aufzinsungseffekt" bis weit in die Zukunft hinein würden Experten auch als "Compounding" beschreiben. Besonders wichtig bei diesem kontinuierlichen Wachstum sei nicht nur die Visibilität, also die Vorhersehbarkeit der Gewinnentwicklung, sondern vor allem die Dauer dieses Wachstums, sodass bestmöglich vom Compounding-Effekt profitiert werden könne. Die Kunst sei es, jene Unternehmen zu finden, die diese Eigenschaften mitbringen würden und trotzdem nicht zu teuer bewertet seien.

2. Marathonläufer verstünden kluges Investieren

Marathonläufer verstünden es, den erwirtschafteten Gewinn und Cashflow erfolgreich zu investieren. So würden sie etwa M&A beherrschen, das für seine vielen Tücken bekannt sei. Sie würden oft risikoarme Akquisitionen tätigen und seien durch ihren Cashreichtum dabei unabhängig vom Kapitalmarkt, ein entscheidender Vorteil. "Transformative" Übernahmen hingegen würden oft zu Problemen führen, wie etwa die Monsanto-Übernahme von Bayer im Jahr 2016 zeige. Das Kosmetikunternehmen L'Oréal, Teil unseres Europa-Compounder-Portfolios, hat in diesem Jahrhundert siebenmal mehr Übernahmen als ein Mitbewerber, Natura, getätigt, jedoch alle von recht kleinem Ausmaß, so die Experten von Comgest. Während Natura sich mit dem Kauf von Avon und The Bodyshop verschluckt habe, habe L'Oreal sehr gezielte Akquisen gemacht, die durch hohe Synergien zum stetigen Motor des Unternehmenswachstums geworden seien. Ein Paradebeispiel sei der Kauf von CeraVe im Jahr 2016. L'Oréal habe die Marke global ausweiten und den Umsatz von 150 Millionen Euro auf mehr als eine Milliarde Euro steigern können. Diese Akquisition habe einen Prozentpunkt zu L'Oréals beeindruckendem organischen Wachstum von acht Prozentpunkten (seit 2017) beigesteuert.

3. Marathonläufer würden auf eigene Stärke bauen

Viele Marathonläufer würden M&A als Motor für konstantes, organisches Wachstum nutzen - aber das sei nur eine von mehreren Strategien. Das Ziel bestehe darin, unabhängig vom Marktumfeld herausragende Innenfinanzierungskraft aufzubauen. Ein beeindruckendes Beispiel dafür sei WEG. Bei der Gründung 1961 in einer kleinen Stadt in Brasilien hae das Unternehmen mit der Produktion von 146 Elektromotoren begonnen. Heute agiere WEG als globaler One-Stop-Shop entlang der gesamten elektrischen Wertschöpfungskette. Im Werk würden 14.000 Mitarbeiter arbeiten, die jährlich mehr als 19.000 Elektromotoren produzieren würden. Durch geschickte vertikale Integration und strategische Anpassungen an regionale Bedürfnisse habe WEG in angrenzende Bereiche wie erneuerbare Energien und Elektrofahrzeuge expandieren können. Diese Strategie habe WEGs langfristigen Erfolg und seine Position als Marktführer gesichert.

4. Marathonläufer seien globale Akteure

"Alle unsere Fallstudien zeigen die Notwendigkeit internationaler Expansion, um über Jahrzehnte hinweg erfolgreich zu bleiben. Ähnlich wie bei den Olympischen Spielen schicken wir vielfältige globale und internationale Marathonläufer ins Rennen. Ein Unternehmen muss irgendwann global tätig werden, um den langen Lauf zu meistern. Als Beispiel dafür dient uns erneut L'Oréal mit dem Eintritt in den US-Markt in den 1980er Jahren durch die Übernahme von Warner Cosmetics, mit Marken wie Ralph Lauren und Paloma Picasso, sowie der Online-Vorstoß in den chinesischen Markt in den 2010er Jahren", so Fickus. Auch Novo Nordisk habe durch seine führende Position in der Diabetesbehandlung bewiesen, dass dies eine entscheidende Strategie sei.

An den Börsen würden oftmals einige wenige "Sprinter" das Bild bestimmen - vor allem US-Aktien, die in den vergangenen Jahren ein rasantes Wachstum hätten verzeichnen können. Doch angesichts wachsender Unsicherheit, sei es durch geopolitische oder wirtschaftliche Entwicklungen, nehme die Skepsis bei Anlegern zu. Gefragt seien in solchen Zeiten vor allem Ausdauer und Widerstandskraft - die Eigenschaften echter Marathonläufer eben. Comgest setze mit drei Compounder-Strategien auf genau diese Charakteristika und biete mit dem "Comgest Growth Europe Compounders" (ISIN IE000J43SL46 / WKN A3DS1P), "Comgest Growth Global Compounders" (ISIN IE000WR5BMF2 / WKN A3C8PJ) und dem "Comgest Growth Japan Compounders" (ISIN IE00BK5X4014 / WKN A2PXNP) drei Fonds an, die im Vergleich zu den klassischen Comgest-Fonds mehr Sicherheit für defensive und langfristig orientierte Anleger bedeuten würden. (23.07.2024/fc/a/f)





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