Comgest Growth America-Fonds: US-Aktien - Ein attraktiver Markt für Qualitätswachstum - Fondsanalyse


13.03.14 13:53
Comgest

Paris (www.fondscheck.de) - Nach Jahren eher enttäuschenden gesamtwirtschaftlichen Wachstums könnte das Jahr 2014 ein Wendepunkt für die US-Wirtschaft sein, so die Experten von Comgest im Kommentar zum Comgest Growth America-Fonds.

2013 hätten auch minderwertige Aktien mit schwachem Ertragswachstum eine überdurchschnittlichen Wertentwicklung erzielen können. Für 2014 würden die Experten nun davon ausgehen, dass das kräftige Wachstum der Unternehmensgewinne als treibende Kraft in der Entwicklung des amerikanischen Marktes fungieren werde.

Ende letzten Jahres habe es erste Anzeichen dafür gegeben, dass die amerikanische Wirtschaft wieder Fahrt aufnehme. Ein Beleg dafür sei das BIP-Wachstum von 4,1%. Dabei würden allein 4,9% auf die Privatwirtschaft entfallen (3. Quartal 2013).

Auch bei den Privathaushalten sei die Entwicklung positiv gewesen. Sie hätten ihre Verschuldung reduzieren können, während die Regierung ihre Steuerpolitik auf ein solideres Fundament gestellt zu haben scheine und die Federal Reserve Bank weiterhin eine expansive Geldpolitik verfolge. Ebenso sei der Anstieg der Beschäftigung ermutigend.

Vor dem Hintergrund einer verbesserten Konjunktur habe der amerikanische Aktienmarkt 2013 eine Rally bei "Low Quality Aktien" verzeichnet. Comgest vermeide Unternehmen mit schwachen Fundamentaldaten, da sie nicht dem Qualitätswachstumsansatz des Hauses gerecht würden. Obwohl die Experten damit 2013 am falschen Ende des Qualitätsspektrums positioniert gewesen seien, sei es dem Comgest Growth America (CGA) dank erfolgreicher Aktienauswahl dennoch gelungen, den S&P 500 zu schlagen.

In den USA seien der Aktienmarkt und die Gewinne gestiegen - im Gegensatz zu Europa, wo der Aktienmarkt mit fallenden Gewinnen angezogen habe. Ein Vergleich des Gewinnwachstums pro Aktie zwischen dem S&P 500 und dem STOXX 600 zeige, wie deutlich sich die USA seit dem Ausbruch der Eurokrise Ende 2010 von Europa abkoppeln würden.

Das Geheimnis der US-Unternehmen sei ihre Fähigkeit zur Rentabilitätssteigerung. Im Laufe des Jahres 2013 habe die erwartete EBIT-Marge für den MSCI USA um 20 Basispunkte zugelegt, obwohl das erwartete Umsatzwachstum von 4,25% (Anfang 2013) auf 2% zurückgegangen sei.

In Europa seien die Prognosen für das Umsatzwachstum für den MSCI Europe von 2,9% Anfang 2013 auf ein Negativwachstum von 2% am Jahresende zurückgegangen, und die europäische EBIT-Marge habe im Gegensatz zu den USA um 32 Basispunkte nachgegeben. Wie lasse sich dieser Erfolg der US-amerikanischen Unternehmen erklären?

Seit Mitte der 1990er Jahre hätten die Margen US-amerikanischer Unternehmen höher tendiert. In jüngerer Zeit hätten sie von der verbesserten Wettbewerbsfähigkeit der verarbeitenden Industrie, der Erholung bei Wohnimmobilien und dem erstarkten Automobilsektor profitiert. Zudem seien Technologiekonzerne wie Google, Oracle, Microsoft und Apple äußerst profitabel. Im Gegensatz zum Dienstleistungssektor sei die Produktivität des Industriesektors für die Verbesserung der Rentabilität ausschlaggebend gewesen.

Offshoring, die zunehmende Automatisierung sowie die Schiefergasrevolution seien strukturelle Trends, die die Margen weiter stützen würden. Die Verknüpfung eines flexiblen Arbeitsmarktes mit Gas- und Strompreisen, die in Europa im Vergleich 1,6 Mal höher und in Japan 3,9 Mal höher seien, führe dazu, dass die Herstellungskosten in den USA deutlich unter den Kosten in Europa oder Japan lägen und sich denen Chinas annähern würden.

Die Folge sei eine auf die USA beschränkte Reindustrialisierung, wovon auch der CGA-Fonds unter anderem über Anlagen in Titel wie "Kansas City Southern", ein wichtiges Eisenbahnunternehmen, oder in den Industriegashersteller "Praxair" profitiere. Die Margen dürften vor diesem Hintergrund weiter hoch bleiben, wenngleich das Potenzial für weiteres Wachstum nach Erachten der Experten begrenzt sei. Bei der aktuellen Konsensprognose von 8% Wachstum beim Gewinn pro Aktie 2014 werde das Umsatzwachstum eine wichtige Rolle spielen, was wiederum eine starke Volkswirtschaft voraussetze.

In Bezug auf den amerikanischen Aktienmarkt seien die Experten vorsichtig optimistisch. 2013 hätten die Anhebung der Zinsen und die steigende Risikobereitschaft der Anleger zu einer deutlichen Aufwertung des Marktes geführt. Inzwischen sei die Risikoprämie des Marktes auf ein normaleres Niveau zurückgekehrt, liege aber nach wie vor rund 150 Basispunkte über dem Vorkrisenniveau.

Historisch gesehen sei davon auszugehen, dass sich das laufende Jahr - nach mehreren Jahren, in denen sich der Markt dank rasanter Expansion, nicht aber dank eines fundierten Ertragswachstums gut entwickelt habe - eher durch eine bescheidene Expansion, dafür aber ein stärkeres Ertragswachstum auszeichnen dürfte. Eine Verlängerung des Bullenmarktes erfordere 2014 eindeutig verbesserte Ertragstendenzen.

Durch die Ausrichtung des CGA-Fonds auf ertragsorientierte Wachstumsunternehmen habe er sich trotz sinkender Gewinnerwartungen in den letzten Jahren gut entwickelt. Sollte sich die künftige wirtschaftliche Erholung weniger robust sein, als derzeit angenommen, könnte der ertragsorientierte Ansatz als Puffer fungieren.

Natürlich würden sich die Experten über eine deutliche Erholung in den USA freuen, aber sie seien zuversichtlich hinsichtlich ihrer Fähigkeit, in Unternehmen zu investieren, die auch in einem schwierigen makroökonomischen Umfeld ein solides Gewinnwachstum erzielen würden.

Für die Unternehmen in ihrem amerikanischen Portfolio würden die Experten 2014 ein Ertragswachstum um 12% erwarten. Das Portfolio sei mit dem 19-fachen der für 2014 prognostizierten Gewinne bewertet - mit einer Free-Cash-Flow-Rendite von 5%. Zum Vergleich: Analysten würden ein Wachstum von 6% für den S&P 500 mit einer Bewertung des 15-fachens der erwarteten Gewinne erwarten. Damit sei der CGA-Fonds gemessen an seinen Wachstumsaussichten attraktiv bewertet.

Bei den Gesprächen der Experten mit den Geschäftsleitungen amerikanischer Unternehmen klinge inzwischen wieder Optimismus durch. Dies veranschauliche die starke Widerstandsfähigkeit der amerikanischen Wirtschaft 2013 trotz Steueranhebungen und der anhaltenden politischen Manövrierunfähigkeit und gebe Anlass zu Optimismus für 2014. (13.03.2014/fc/a/f)





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