DNCA Invest Flex Inflation-Fonds: 09/2021-Bericht, Wertzuwachs von 0,64% - Fondsanalyse


18.10.21 12:30
DNCA Investments

Paris (www.fondscheck.de) - Der Teilfonds DNCA Invest Flex Inflation ist bestrebt, über die empfohlene Anlagedauer von mehr als drei Jahren nach Abzug von Gebühren eine höhere Wertentwicklung als der Bloomberg Barclays World Govt Inflation Linked Bonds Hedged EUR (Bloomberg-Ticker: BCIW1E Index) zu erzielen, so die Experten von DNCA Investments.

Die Anleger würden darauf hingewiesen, dass der Verwaltungsstil Entscheidungsspielräume vorsehe.

Im September nehme der Ausstieg aus dem Gesundheitsrisiko in den Ländern, in denen die Impfung wichtig gewesen sei, Gestalt an. Es gebe jedoch noch viele Länder, die mit der Epidemie konfrontiert seien und in denen Beschränkungen nach wie vor wichtig seien.

Am Ende des dritten Quartals habe sich das Wachstum in der Eurozone tendenziell verstärkt und in den USA auf einem guten Niveau stabilisiert, während es in Asien und insbesondere in China einige Anzeichen von Schwäche gegeben habe. Der PMI-Indikator für das Verarbeitende Gewerbe sei seit März rückläufig und liege nun unter 50, was die Grenze zwischen Expansion und Abschwächung markiere. Darüber hinaus würden die Schwierigkeiten des chinesischen Bauunternehmens Evergrande ernste Zweifel an der wirtschaftlichen Lage des Landes aufkommen lassen.

Da die Energiepreise weiter steigen würden (und die Gaspreise vor allem in Europa in die Höhe schnellen würden), habe der Anstieg der Erzeugerpreise, der sich auch auf die Verbraucherpreise auswirken dürfte, die Finanzmärkte in Aufruhr versetzt. Sie würden nun ein höheres Inflationsniveau erwarten, das aber immer noch mit den Zielen der Währungsbehörden auf beiden Seiten des Atlantiks vereinbar sei. Dies sei im Vereinigten Königreich nicht mehr der Fall, wo die 10-Jahres-Prognose jetzt bei über 4% liege.

Vor diesem Hintergrund hätten viele Zentralbanken der Schwellenländer die Leitzinsen erhöht. Norwegen sei die erste große westliche Zentralbank, die diesem Beispiel folge. Es werde erwartet, dass die Zentralbank von Neuseeland und die Bank of England diesem Beispiel folgen würden. In den USA wie auch in Europa scheine die Reduzierung der Ankäufe von Vermögenswerten in greifbare Nähe gerückt zu sein.

Insgesamt habe das ungünstiger gewordene Umfeld für Anleihen zu einem Anstieg sowohl der kurzen als auch der langen Renditen (bei gedämpfter Entwicklung der Realzinsen) geführt und einen Rückgang der Aktienmärkte sowie eine Ausweitung der Kreditspreads bewirkt, ohne jedoch eine Panik auszulösen.

Im Management haben sich unsere Positionen in einem makroökonomischen Kontext, der unseren Überzeugungen entspricht, als erfolgreich erwiesen, so die Experten von DNCA Investments. Das überwiegend ausgeglichene Inflationsrisiko und das insgesamt geringe (reale) Zinsrisiko des Portfolios hätten eine positive Performance in einem ungünstigen Markt ermöglicht. Im Laufe des Monats sei das Engagement in Anleihen erhöht und das Breakeven-Inflationsrisiko leicht reduziert worden, wobei Letzteres im Vergleich zu ersterem immer noch dominiere. (Stand vom 11.10.2021) (18.10.2021/fc/a/f)