DWS Chinese-Fonds: Wichtige Atempause


04.09.13 13:35
DWS Investments

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Zeit. Wir brauchen mehr Zeit. Das sagen Chinesen derzeit oft, wenn sie über ihre Wirtschaft sprechen, so die Experten von DWS Investments im Kommentar zum DWS Chinese Equities und DWS Chinese Bonds.

Das Land und die Regierung in Peking, alle wollten weg von einem Wachstum, das fast ausschließlich auf dem Export billiger Waren für den Westen basiere. China wolle nicht mehr nur die "Werkbank der Welt" sein. Stattdessen solle der einheimische Konsum zunehmen.

"Peking fokussiert jetzt stärker auf die Qualität als auf die Quantität des Wachstums", sage Qu Hongbin, China-Experte der britischen Bank HSBC. Die Produktion einfacher Güter werde heruntergefahren und die Industrieproduktion zunehmend von den Küsten ins Hinterland verlagert, vor allem, um der Umweltverschmutzung in den Industriezentren Herr zu werden. Beides koste kurzfristig Wachstum, sichere langfristig aber das Überleben in der Zukunft.

"Nach den ersten Monaten im Amt wird immer deutlicher, dass die neue Führung in Peking auf Reformen statt Konjunkturspritzen setzt", urteile Qu. Erst kürzlich hätte Premier Li Keqiang erklärt, dass Reformen vertieft würden, um das Potenzial für den Konsum und private Investitionen zu entfesseln. Reformen würden in der Tat der einzige Weg scheinen, um Chinas strukturelle Probleme zu lösen. Früher seien die chinesischen Exporte jährlich um 20 bis 30 Prozent gewachsen.

Seit einiger Zeit gehe jedoch das Exportwachstum zurück. Um gegenzusteuern, habe Peking Kredite en masse vergeben. Viel zu viele, würden Ökonomen urteilen. Noch schlimmer: Die Kredite seien zu einem großen Teil in den Kommunalverwaltungen, bei Bauträgern und in staatlichen Industriebereichen wie Stahl, Kohle und Beton versickert. Kleine und mittelgroße Unternehmen, insbesondere im Privatsektor, hätten kaum staatliche Kredite bekommen.

Mit dieser alten Politik dürfte es nun vorbei sein. Der Umbau des Geschäftsmodells Chinas hin zu einer stärkeren Binnenkonjunktur und zu höherwertigen Produktionsstandards scheine begonnen zu haben. Einen extremen Wachstumseinbruch würden Anleger allerdings wohl nicht befürchten brauchen. Sieben Prozent jährliche BIP-Steigerung sei nach Einschätzung vieler China-Experten wohl das Mindestmaß. Alles, was deutlich darunter liege, würde gefährliche soziale Spannungen hervorrufen.

An den chinesischen Aktienmärkten habe die geänderte Zukunftsperspektive vorerst zu erheblichen Kursrückgängen geführt. Vorerst, denn chinesische Aktien seien inzwischen ausgesprochen fair bewertet. Zudem fließe weiterhin Geld in die chinesische Börse. Auch ausländische Investoren dürften die günstige Bewertung der Papiere jetzt wieder für Neu-Engagements nutzen. Zumal der wichtige Index-Anbieter MSCI erwäge, chinesische Aktien stärker in seinen Indices zu berücksichtigen. Allein durch diese Änderung wären vermutlich viele Großanleger gezwungen, mehr chinesische Aktien ins Portfolio zu nehmen.

Ähnlich attraktiv würden auch Anleihen in der Landeswährung Renmimbi bleiben. Diese würden nicht nur höhere Zinsen als europäische Papiere sondern auch die Aussicht auf zusätzliche Währungsgewinne bieten. Mit spezialisierten Fonds wie den DWS Chinese Equities und dem DWS Chinese Bonds könnten Anleger auf einfache Art von den langfristigen Chancen im Reich der Mitte profitieren. (Ausgabe vom 30.08.2013) (04.09.2013/fc/a/f)





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