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DWS Invest China Bonds-Fonds: Öffnung in Fernost
05.12.13 16:47
DWS Investments
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Bislang steckte Peking einen großen Teil seiner Exporterlöse in US-Staatsanleihen oder in Zinspapiere der halbstaatlichen US-Baufinanzierer Freddie Mac und Fannie Mae, so die Experten von DWS Investments im Kommentar zum DWS Invest China Bonds.
China habe so den Außenwert der eigenen Währung niedrig gehalten und sich im internationalen Handel Wettbewerbsvorteile verschafft. Dafür habe es Kritik seitens der USA und der Staaten der Eurozone gehagelt.
Nun rücke China von dieser Praxis ab. Künftig plane die People's Bank of China weniger US-Papiere zu kaufen. Nicht, weil man den Industriestaaten entgegen kommen wolle. Vielmehr drohe die hohe Staatsverschuldung der USA und die lockere Geldpolitik der US-Notenbank den Greenback zu schwächen und den Wert der Dollar-Anlagen auf lange Sicht zu schmälern. Auch wolle Chinas Führung die Abhängigkeit von den wirtschaftlichen Entwicklungen in den Abnehmerregionen USA und Europa reduzieren.
Um die Wachstumsdynamik im eigenen Land nicht all zu sehr zu bremsen, solle sich im Gegenzug der Binnenmarkt dynamischer entwickeln. Ein anziehender Renmimbi solle helfen, das Ziel zu erreichen. Waren aus dem Ausland wären dann billiger, sinkende Inflationsraten wiederum würden die Kaufkraft der Bevölkerung stärken.
Aufwertungspotenzial für Chinas Währung leite sich auch aus der immer stärkeren Verwendung im internationalen Handel ab. Nach Angaben der Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication hätten sich innerhalb eines Jahres die Renmimbi-Zahlungen allein im Warenaustausch zwischen Deutschland und China vervierfacht.
Sollte Chinas Währung, wie von der Zentralbank angekündigt, ab 2015 "grundsätzlich konvertierbar" sein, dürfte der Renmimbi nach Dollar, Euro, Yen und Pfund zum wichtigsten internationalen Zahlungsmittel aufsteigen.
Sorgen um Chinas Zahlungsfähigkeit müssten sich Investoren nicht machen. Das Reich der Mitte werde von der Ratingagentur Moody's mit Aa3 beurteilt. Zudem verfüge die Volksrepublik über Devisenreserven in Höhe von umgerechnet 2,7 Billionen Euro. Kein Land halte einen höheren Bestand an Fremdwährungen. Schulden der Zentralregierung könnten daher problemlos bedient werden.
Finanzplätze wie Frankfurt und Zürich würden nun hoffen, nach London von der Chinesischen Zentralbank als zweites Renmimbi-Offshore-Zentrum ausgewählt zu werden und von der steigenden Nachfrage europäischer Banken, Unternehmen und Privatinvestoren nach Chinas Währung zu profitieren.
Auch an Emittenten fehle es nicht. Nachdem unter anderem schon VW eine Renmimbi-Anleihe aufgelegt habe, habe mit der Industrial and Commercial Bank nun erstmals auch ein chinesisches Kreditinstitut einen Bonds auf den Markt gebracht. Weitere Banken dürften folgen.
Der Fonds DWS Invest China Bonds investiert in solche Renmimbi-Anleihen chinesischer oder globaler Emittenten, vor allem in Anleihen guter bis sehr guter Bonität, so die Experten von DWS Investments. (05.12.2013/fc/a/f)
China habe so den Außenwert der eigenen Währung niedrig gehalten und sich im internationalen Handel Wettbewerbsvorteile verschafft. Dafür habe es Kritik seitens der USA und der Staaten der Eurozone gehagelt.
Nun rücke China von dieser Praxis ab. Künftig plane die People's Bank of China weniger US-Papiere zu kaufen. Nicht, weil man den Industriestaaten entgegen kommen wolle. Vielmehr drohe die hohe Staatsverschuldung der USA und die lockere Geldpolitik der US-Notenbank den Greenback zu schwächen und den Wert der Dollar-Anlagen auf lange Sicht zu schmälern. Auch wolle Chinas Führung die Abhängigkeit von den wirtschaftlichen Entwicklungen in den Abnehmerregionen USA und Europa reduzieren.
Um die Wachstumsdynamik im eigenen Land nicht all zu sehr zu bremsen, solle sich im Gegenzug der Binnenmarkt dynamischer entwickeln. Ein anziehender Renmimbi solle helfen, das Ziel zu erreichen. Waren aus dem Ausland wären dann billiger, sinkende Inflationsraten wiederum würden die Kaufkraft der Bevölkerung stärken.
Sollte Chinas Währung, wie von der Zentralbank angekündigt, ab 2015 "grundsätzlich konvertierbar" sein, dürfte der Renmimbi nach Dollar, Euro, Yen und Pfund zum wichtigsten internationalen Zahlungsmittel aufsteigen.
Sorgen um Chinas Zahlungsfähigkeit müssten sich Investoren nicht machen. Das Reich der Mitte werde von der Ratingagentur Moody's mit Aa3 beurteilt. Zudem verfüge die Volksrepublik über Devisenreserven in Höhe von umgerechnet 2,7 Billionen Euro. Kein Land halte einen höheren Bestand an Fremdwährungen. Schulden der Zentralregierung könnten daher problemlos bedient werden.
Finanzplätze wie Frankfurt und Zürich würden nun hoffen, nach London von der Chinesischen Zentralbank als zweites Renmimbi-Offshore-Zentrum ausgewählt zu werden und von der steigenden Nachfrage europäischer Banken, Unternehmen und Privatinvestoren nach Chinas Währung zu profitieren.
Auch an Emittenten fehle es nicht. Nachdem unter anderem schon VW eine Renmimbi-Anleihe aufgelegt habe, habe mit der Industrial and Commercial Bank nun erstmals auch ein chinesisches Kreditinstitut einen Bonds auf den Markt gebracht. Weitere Banken dürften folgen.
Der Fonds DWS Invest China Bonds investiert in solche Renmimbi-Anleihen chinesischer oder globaler Emittenten, vor allem in Anleihen guter bis sehr guter Bonität, so die Experten von DWS Investments. (05.12.2013/fc/a/f)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 117,01 € | 116,96 € | 0,05 € | +0,04% | 01.01./01:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| LU0632805262 | DWS08E | 118,06 € | 112,00 € | |


