DWS Invest Global Infrastructure LC-Fonds: 10/2021-Bericht, positive Nominalerträge geliefert - Fondsanalyse


24.11.21 10:00
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der DWS Invest Global Infrastructure LC-Fonds investiert vordergründig in Aktien von Emittenten aus dem globalen Infrastruktursektor, so Manoj Patel, Fondsmanager bei DWS.

Dazu würden folgende Segmente gehören: Transport (Straßen, Flug- und Seehäfen sowie Schienenverkehr), Energie (Gas- und Stromübertragung, -vertrieb und -erzeugung), Wasser (Bewässerung, Trinkwasser und Abwasser) und Kommunikation (Rundfunk- und Mobilfunkmasten, Satelliten, Glasfaser- und Kupferkabel).

Globale Infrastrukturwerte hätten im Monatsverlauf Zuwächse verzeichnet, seien aber im Berichtszeitraum hinter dem breiteren Aktienmarkt zurückgeblieben. Globale Aktien hätten im Oktober kräftig angezogen und zum Ende eines soliden Monats neue Rekordstände markiert. Zu Beginn des Berichtszeitraums hätten sich die Märkte stabilisiert, nachdem die politischen Entscheidungsträger in den USA ein kurzfristiges Finanzierungsgesetz verabschiedet hätten, das die Ängste vor einer möglichen Zahlungsunfähigkeit der USA gelindert habe. Nachdem eine größere Haushaltskrise abgewendet worden sei, hätten die Märkte ihren Aufwärtstrend fortgesetzt, gestützt durch eine Vielzahl positiver makroökonomischer Entwicklungen, die Inflationssorgen weitgehend in den Hintergrund gedrängt hätten.

Berichte über solide Unternehmensgewinne hätten den Optimismus der Märkte in den folgenden Wochen aufrechtgehalten, bevor die Veröffentlichung der BIP-Zahlen für das dritte Quartal in den USA, die eine deutliche Verlangsamung der wirtschaftlichen Erholung widergespiegelt hätten, in den letzten Oktobertagen die Aufmerksamkeit wieder auf die Zentralbankenpolitik gelenkt habe. Vor diesem Hintergrund seien globale Infrastrukturwerte im Allgemeinen gut gefragt gewesen. Im Regionenvergleich sei Nord- und Südamerika Spitzenreiter gewesen, angeführt von der Transportbranche. Midstream-Energieaktien in der Region hätten ebenfalls gut abgeschnitten, da sich die anhaltende Energieknappheit und das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage verschärft hätten.

Auf relativer Basis hätten die Bereiche Kommunikation und Versorger moderatere Gewinne verzeichnet. In Europa seien britische Wasserversorger gefragt gewesen. In Kontinentaleuropa hätten Versorger und Transportunternehmen leicht positive Renditen erzielt, während Kommunikationswerte leichte Verluste hätten hinnehmen müssen. Im asiatisch-pazifischen Raum schließlich sei die Wertentwicklung allgemein schwach gewesen, wobei Japan aufgrund von Verlusten bei Gasversorgern wegen eines sich verändernden Ausblicks für Flüssigerdgas (LNG) eindeutig das Schlusslicht gebildet habe.

Bei der Positionierung werde das Engagement der Experten im Wesentlichen von Fundamentaldaten auf Titelebene und relativen Bewertungen bestimmt. Im Kommunikationssektor würden starke Fundamentaldaten weiterhin Sendemastenbetreiber in den USA stützen. In Europa würden die Experten Sendemastbetreiber als Kandidaten für Aufwärtspotenzial sehen, während Satellitenbetreiber weiterhin mit Gegenwind zu kämpfen hätten. Im Midstream-Energiesektor würden die Volumina hoch bleiben, aber die YoY-Veränderungsrate dürfte sich verlangsamen. Die Unternehmensbilanzen hätten sich indes deutlich erholt und seien so robust wie seit Jahren nicht mehr. Die Experten würden erwarten, dass relative Bewertungen und Fundamentaldaten taktische Gelegenheiten bieten würden, während Qualitäts- und ESG-Faktoren längerfristig stabiles Wachstum ermöglichen sollten.

Die Experten würden davon ausgehen, dass globaler Transport von einer Wiederbelebung der fundamentalen Wachstumstreiber profitieren werde, auch wenn das Tempo der Erholung weiterhin von der Wiedereröffnung lokaler Märkte und dem Impffortschritt abhängig sei. Einzelne Flughäfen scheinen attraktiv bewertet, und die Aussicht auf mehr Reisen sollte für Unterstützung sorgen, so die Experten der DWS. Mautstraßen mit hochwertigen Vermögenswerten und stabilem/steigendem Verkehrsaufkommen sollten weiterhin gut nachgefragt werden. Transportunternehmen mit stärkeren Bilanzen seien im Allgemeinen besser positioniert, falls das Tempo der wirtschaftlichen Erholung nachlassen sollte.

In den USA seien die Fundamentaldaten bei regulierten Versorgern stabil, große Unterschiede bei den Geschäftsprofilen würden jedoch selektives Engagement erfordern. In Europa würden den Experten kurzfristig gemischte Bewertungen bei Versorgern und Unsicherheit in Bezug auf politische Maßnahmen Anlass zur Sorge geben. In Großbritannien seien regulatorischen Risiken minimal und dürften Unterstützung für Bewertungsausweitungen bieten. Weltweit würden die Experten Chancen für Versorgungsunternehmen dort sehen, wo die Politik die Ausgaben für Projekte im Bereich erneuerbare Energien und Ladestationen für Elektrofahrzeuge erhöhe.

Der Fonds habe im Oktober positive Nominalerträge geliefert. Was den Renditebeitrag angehe, sei Nord- und Südamerika die beste Region gewesen. Die Aktien der Segmente Midstream-Energie, Versorger und Kommunikation der Region Nord- und Südamerika hätten zu den Aktien mit der größten Positivwirkung auf die Wertentwicklung gezählt. Der Transportbereich in Nord- und Südamerika und Europa sei im Monatsverlauf weiterhin in der Gunst der Anleger geblieben.

Darüber hinaus hätten ausgewählte Transportwerte in Australien ebenfalls positiv zur Rendite beigetragen. In Europa habe zudem der britische Wasserversorgerbereich einen nennenswerten Beitrag zur Wertentwicklung gebracht. Umgekehrt sei das Engagement in Japan im Laufe des Monats ein Belastungsfaktor gewesen, da dort die Schwäche der Gasversorger die Wertentwicklung belastet habe. Auch der Bereich Kommunikation in Europa sei relativ schwach gewesen, da geringere Einnahmen aus dem Rundfunkgeschäft erwartet worden seien und sich letztlich in den Berichten gezeigt habe, dass dies die finanzielle Situation der großen Satellitenbetreiber belastet habe. (Stand vom 31.10.2021) (24.11.2021/fc/a/f)






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