DWS-Schwellenländerfonds: BRIC-Staaten handeln


04.07.13 14:01
DWS Investments

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Selbst Chinas neue Führung sieht ein, dass sie notwendige Reformen schnell umsetzen muss, um die Glaubwürdigkeit des Landes zu verbessern, so die Experten von DWS Investments im Kommentar zum DWS Emerging Markets Corporates A2 (ISIN LU0273170737 / WKN DWS0CV) und DWS Invest China Bonds LCH.

Ministerpräsident Li Keqiang scheue dabei selbst vor schmerzhaften Eingriffen nicht länger zurück. Vor allem werde er mit der Ankündigung von teuren Konjunkturpaketen künftig etwas zurückhaltender sein.

Was kurzfristig vielleicht zu Irritationen führe, stabilisiere die Wirtschaft langfristig. Nicht zu vergessen, mit einem für 2013 erwarteten Wachstum von 7,4 Prozent sei China immer noch weit dynamischer als andere Regionen. Vor allem sende Li das Signal aus, dass China die Verschuldung nicht ins Kraut schießen lassen wolle. Das heiße auch: Chinas Banken würden bei der Kreditvergabe wohl genauer auf die Bonität der Schuldner achten. Eine Kreditklemme sei indes nicht zu befürchten, denn letztlich springe Chinas Notenbank ein. Wichtig sei, dass Li mit dieser neuen Haltung Pekings Handlungsfähigkeit demonstriere.

Mit dieser zupackenden Art sei China nicht allein unter den sogenannten BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China). Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff habe auf die Massenproteste im Land reagiert und wolle dem Volk die Gelegenheit geben, über eine Politikreform abzustimmen. Alle würden wissen, dass Brasilien unbedingt in den öffentlichen Verkehr, in das Gesundheitssystem und in Bildung investieren müsse.

Als ersten Schritt wolle die Regierung 50 Milliarden Real oder umgerechnet 17 Milliarden Euro in Busse, Bahnen und Straßen stecken. Zudem sollten die allgegenwärtige Korruption und die Verschwendung von Steuermitteln bekämpft werden. Der Druck der Straße wachse, die Reformen auch wirklich umzusetzen.

So viel stehe fest: Der Strukturwandel sei in diesen Ländern eingeleitet. Dieser Prozess habe die Aktienmärkte erst einmal durchgerüttelt und die Bewertungen nach unten gebracht. Das Kurs/Gewinn-Verhältnis (KGV) chinesischer Aktien beispielsweise sei auf 9,2 gerutscht. Der brasilianische Aktienmarkt notiere mit einem KGV von etwas mehr als elf. Damit seien diese Börsen weit niedriger bewertet als der DAX.

Dieser Anpassungsprozess sei mit größeren Kursausschlägen einhergegangen. Die Volatilität sei jedoch traditionell höher als in westlichen Industrieländern. Wollten Anleger nicht direkt mit Aktien vom Aufschwung der Emerging Markets profitieren, könnten sie zu Anleihen aus den Schwellenländern greifen. Schuldtitel von Unternehmen aus den aufstrebenden Staaten würden deutliche höhere Renditen abwerfen als Anleihen deutscher Firmen, zumal auch sie zuletzt eine Korrektur erfahren und den Zinsvorsprung vergrößert hätten.

Mit dem passenden Investment könnten Anleger von der Wachstumsphantasie der aufstrebenden Märkte profitieren. Dabei biete sich ein breiter gestreuter Schwellenländerfonds wie der DWS Emerging Markets Corporates A2 an oder auch der DWS Invest China Bonds LCH, der größtenteils in chinesische Anleihen anlege. (Ausgabe vom 02.07.2013) (04.07.2013/fc/a/f)






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