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Deutsche Industrie im Abschwung
14.10.08 16:03
Deutsche Bank Research
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die Finanzkrise wirkt sich zunehmend auf die Realwirtschaft aus, deutsche Exportmärkte zeigen deutliche Schwächen, die EWU befindet sich am Rande der Rezession, so die Analysten von Deutsche Bank Research.
Zusätzlich würden die noch immer hohen Energiepreise belasten. Während im laufenden Jahr noch ein Wachstum des BIP von knapp 2% möglich sei, dürfte das BIP 2009 stagnieren.
Die Industrie - ehemals das Zugpferd der deutschen Wirtschaft - dürfte 2008 nur noch marginal wachsen. Im kommenden Jahr würden die Analysten einen Rückgang der Produktionstätigkeit um 2,5% erwarten.
Bei den konsumnahen Zweigen der Industrie würden sie keine Verbesserung der angespannten Lage erwarten. Einzig das Ernährungsgewerbe bleibe relativ unbeschadet von der schlechten Konjunktur.
Viele Investitionsgüterbranchen würden 2008 noch beachtliche Wachstumsraten erreichen. So würden etwa der Maschinenbau und die Elektrotechnik 2008 noch um 5% expandieren. Ein Grund dafür sei allerdings, dass hier der Zyklus dem gesamtwirtschaftlichen Trend hinterher laufe - die Abschwächung verschiebe sich also zu einem Teil nur auf das nächste Jahr. In diesem Jahr würden die Branchen noch von dicken Auftragspolstern zehren. Für 2009 würden die Analysten durchgängig Wachstumsrückgänge erwarten.
Nach dem Wegfall der Eigenheimzulage 2007 habe sich besonders die Auftragslage im Wohnungsbau verschlechtert. Die Geschäftserwartungen für die nächsten sechs Monate sowie die gestiegenen Baupreise würden keine kurzfristige Verbesserung der Lage signalisieren. 2009 dürfte die Bauproduktion um preisbereinigt etwa 2,5% zurückgehen. (14.10.2008/ac/a/m)
Zusätzlich würden die noch immer hohen Energiepreise belasten. Während im laufenden Jahr noch ein Wachstum des BIP von knapp 2% möglich sei, dürfte das BIP 2009 stagnieren.
Bei den konsumnahen Zweigen der Industrie würden sie keine Verbesserung der angespannten Lage erwarten. Einzig das Ernährungsgewerbe bleibe relativ unbeschadet von der schlechten Konjunktur.
Viele Investitionsgüterbranchen würden 2008 noch beachtliche Wachstumsraten erreichen. So würden etwa der Maschinenbau und die Elektrotechnik 2008 noch um 5% expandieren. Ein Grund dafür sei allerdings, dass hier der Zyklus dem gesamtwirtschaftlichen Trend hinterher laufe - die Abschwächung verschiebe sich also zu einem Teil nur auf das nächste Jahr. In diesem Jahr würden die Branchen noch von dicken Auftragspolstern zehren. Für 2009 würden die Analysten durchgängig Wachstumsrückgänge erwarten.
Nach dem Wegfall der Eigenheimzulage 2007 habe sich besonders die Auftragslage im Wohnungsbau verschlechtert. Die Geschäftserwartungen für die nächsten sechs Monate sowie die gestiegenen Baupreise würden keine kurzfristige Verbesserung der Lage signalisieren. 2009 dürfte die Bauproduktion um preisbereinigt etwa 2,5% zurückgehen. (14.10.2008/ac/a/m)


