Deutsche Invest I Chinese Equities-Fonds: Anhaltende Unterstützung - Fondsanalyse


19.03.15 14:15
DWS Investments

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die chinesische Führung bemüht sich, das Wachstum zu sichern. Mittelfristig will China sein Wachstumsmodell auf stabilere Füße stellen. Mit dem Aktienfonds Deutsche Invest I Chinese Equities können Anleger teilhaben, so die Experten von DWS Investments.

Schrumpfende Industrie, fallende Häuserpreise und wachsende Deflationssorgen: In China gehe nach langen Jahren des Booms die Furcht vor einer harten Landung der Wirtschaft um. Die chinesische Führung habe bereits ein niedrigeres Wachstumsziel ausgegeben.

Angestrebt werde nun ein Wirtschaftswachstum in diesem Jahr von sieben Prozent, habe es unlängst auf der Jahressitzung des Nationalen Volkskongresses geheißen. Diese Wachstumsrate wäre die niedrigste seit einem Vierteljahrhundert.

Um einem allzu starken Einbruch entgegenzutreten, habe die Notenbank jüngst mit einer überraschenden Zinssenkung gegengesteuert. Das sei die zweite geldpolitische Lockerung innerhalb von gut drei Monaten gewesen. Die Notenbank habe den Schlüsselzins von 5,6 auf 5,35 Prozent gesenkt. Der neue Satz sei "der grundsätzlichen Entwicklung beim Wirtschaftswachstum, den Preisen und der Beschäftigungslage angemessen", hätten die Währungshüter wissen lassen.

Insbesondere der Immobilienmarkt dürfte von der Entscheidung profitierten, er mache 15 Prozent der chinesischen Wirtschaftsleistung aus. Niedrigere Finanzierungskosten dürften bauwilligen Chinesen die Entscheidung für die eigenen vier Wände erleichtern, meine Immobilienexpertin Rosealea Yao vom Beratungshaus CREIS. "Eine geldpolitische Lockerung ist definitiv positiv für die Stimmung am Markt", urteile die Expertin.

Auch von Regierungsseite dürfte es weitere Unterstützung geben. So habe Chinas Finanzminister Lou Jiwei jetzt eine expansive Finanzpolitik in diesem Jahr gefordert. Auch dadurch könne ein deutlich langsameres Wirtschaftswachstum verhindert werden.

Mittelfristig müsse wohl noch mehr passieren. Das scheine auch die chinesische Führung erkannt zu haben. China sei in einer "neuen Normalität" angekommen, habe Ministerpräsident Li Keqiang vor den rund 3.000 Delegierten des Kongresses in der Großen Halle des Volkes gesagt. "Der Druck auf die Wirtschaft steigt. Die tiefsitzenden Probleme kommen stärker zum Vorschein", habe Li diagnostiziert. Die kommunistische Führung wolle deshalb das auf Turbowachstum ausgerichtete Wirtschaftsmodell auf Nachhaltigkeit trimmen.

Dazu dürfte sie nun unter anderem versuchen, die teils ausufernde Verschuldung von Kommunen und Regionen einzudämmen. Die örtlichen Regierungen würden 2015 mehr als 100 Milliarden Yuan Schulden (knapp 16 Milliarden Dollar) zurückzahlen, habe Finanzminister Lou am Rande des Volkskongresses gesagt. Er treibe eine umfassende Finanzreform voran, um die Ursachen der Schuldenlast der Regionalregierungen zu bekämpfen, die mehr als drei Billionen Dollar an Verbindlichkeiten angehäuft hätten.

Außerdem solle die Macht großer Staatskonzerne beschnitten werden. Beschränkungen für ausländische Investitionen sollten ebenfalls gelockert werden. China wolle langfristig weg von einem Wachstumsmodell, das primär auf Export und Investitionen setze. Ziel sei jetzt eine Wirtschaft, die stärker vom Binnenkonsum des Milliardenvolks angetrieben werde und die Umwelt weniger stark belaste.

Dazu solle vor allem die Industrie modernisiert werden. China solle von einem Massen- zu einem Qualitäts-Hersteller werden, habe Ministerpräsident Li gesagt. Er habe eine Art Gütesiegel-Strategie "Made in China 2025" angekündigt. Auch die Landwirtschaft wolle er modernisieren. Zudem seien höhere Ausgaben für den Ausbau der Infrastruktur wie etwa von Bahnstrecken und der Wasserversorgung geplant.

Die Akteure am chinesischen Aktienmarkt würden darauf zu vertrauen scheinen, dass die Initiativen der Pekinger Führung in absehbarer Zeit bei den Unternehmen ankommen würden. An der Börse in Shanghai bleibe der Trend weiterhin aufwärts gerichtet.

Mit einem gut diversifizierten, spezialisierten Aktienfonds wie dem Deutsche Invest I Chinese Equities können sich Anleger an der Entwicklung der chinesischen Börse beteiligen, so die Experten von DWS Investments. (Ausgabe vom 18.03.2015) (19.03.2015/fc/a/f)





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