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Deutsche Wirtschaft in stürmischer See
16.01.09 16:13
Deutsche Bank Research
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Deutschland befindet sich in einer Rezession, die frühestens gegen Ende des Jahres überwunden werden dürfte, so die Analysten von Deutsche Bank Research.
Das BIP dürfte in 2009 wohl um mindestens 2% schrumpfen - der mit Abstand größte Rückgang der Nachkriegszeit. Die Unsicherheit resultiere aus der weltweiten Finanzkrise. Stabilisierende Effekte der gesunkenen Rohstoffpreise und der Geld- und Fiskalpolitik würden erst mit Verzögerung wirken.
Der dramatische Abschwung der Weltwirtschaft habe nach dem Kollaps der Subprime-Blase begonnen. Seit Anfang 2008 befinde sich die US-Wirtschaft in der Rezession. Die amerikanische Wirtschaft dürfte im laufenden Jahr um 2,25% schrumpfen. Eine allmähliche Stabilisierung sei erst gegen Ende des Jahres 2009 zu erwarten.
Mittlerweile seien auch die Emerging Markets voll von dem Abwärtssog erfasst. Nach ihrem Höhenflug seien viele Rohstoffpreise in der zweiten Jahreshälfte 2008 kollabiert. Zusammen mit den Auswirkungen der globalen Finanzkrise habe dies die Emerging Markets zusätzlich getroffen. Die Wachstumsraten dieser Länder (4%) dürften sich im Vergleich zu 2007 (7,9%) halbieren. Die Industrieländer würden um 2% schrumpfen, die Weltwirtschaft insgesamt um rund 1% nach einem Anstieg von 2% in 2008.
Gut ein Viertel der deutschen Wirtschaftsleistung stamme aus dem Export, wenn man die importierten Vorleistungen berücksichtige. Neben dem Wegbrechen wichtiger Absatzmärkte belaste zusätzlich der Höhenflug des Euro, der sich erst in den letzten Monaten etwas abgeschwächt habe. Die Exporterwartungen der deutschen Industrie seien auf ein Allzeit-Tief gesunken. Die realen Ausfuhren würden erstmals seit 1993 deutlich sinken. Die schrumpfende Auslandsnachfrage werde zusammen mit in vielen Bereichen rückläufigen Gewinnen zu einem Rückgang der Ausrüstungsinvestitionen um 7,5% führen. Aufgrund eines deutlichen Sinkens der Erwerbstätigkeit und bei gleichzeitig steigender Sparquote dürfte der private Verbrauch zum dritten Mal in Folge mehr oder weniger stagnieren. (16.01.2009/ac/a/m)
Das BIP dürfte in 2009 wohl um mindestens 2% schrumpfen - der mit Abstand größte Rückgang der Nachkriegszeit. Die Unsicherheit resultiere aus der weltweiten Finanzkrise. Stabilisierende Effekte der gesunkenen Rohstoffpreise und der Geld- und Fiskalpolitik würden erst mit Verzögerung wirken.
Mittlerweile seien auch die Emerging Markets voll von dem Abwärtssog erfasst. Nach ihrem Höhenflug seien viele Rohstoffpreise in der zweiten Jahreshälfte 2008 kollabiert. Zusammen mit den Auswirkungen der globalen Finanzkrise habe dies die Emerging Markets zusätzlich getroffen. Die Wachstumsraten dieser Länder (4%) dürften sich im Vergleich zu 2007 (7,9%) halbieren. Die Industrieländer würden um 2% schrumpfen, die Weltwirtschaft insgesamt um rund 1% nach einem Anstieg von 2% in 2008.
Gut ein Viertel der deutschen Wirtschaftsleistung stamme aus dem Export, wenn man die importierten Vorleistungen berücksichtige. Neben dem Wegbrechen wichtiger Absatzmärkte belaste zusätzlich der Höhenflug des Euro, der sich erst in den letzten Monaten etwas abgeschwächt habe. Die Exporterwartungen der deutschen Industrie seien auf ein Allzeit-Tief gesunken. Die realen Ausfuhren würden erstmals seit 1993 deutlich sinken. Die schrumpfende Auslandsnachfrage werde zusammen mit in vielen Bereichen rückläufigen Gewinnen zu einem Rückgang der Ausrüstungsinvestitionen um 7,5% führen. Aufgrund eines deutlichen Sinkens der Erwerbstätigkeit und bei gleichzeitig steigender Sparquote dürfte der private Verbrauch zum dritten Mal in Folge mehr oder weniger stagnieren. (16.01.2009/ac/a/m)


